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HSV: Labbadia erwartet gegen Anderlecht ein "hartes Stück Arbeit"

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Letzte Ausfahrt: Europa League

17.03.2010, 11:30 Uhr | dpa, dpa

HSV: Labbadia erwartet gegen Anderlecht ein "hartes Stück Arbeit".

Auf Ruud van Nistelrooy und den HSV wartet in Anderlecht ein hartes Stück Arbeit.

Platz fünf in der Bundesliga, das Pokalaus gegen VfL Osnabrück, das Ziel „Champions League“  in weiter Ferne: Für den HSV ist der Gewinn der Europa League die letzte Möglichkeit, aus dieser Saison noch eine erfolgreiche zu machen. Dafür muss zunächst das Rückspiel in Anderlecht gewonnen werden. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht.

Ausgangslage

Mit seinem ersten Tor vor heimischer Kulisse hat Ruud van Nistelrooy dem HamburgerSV mit zu einer guten Ausgangslage in der Europa League verholfen. Die Hanseaten setzten sich im Hinspiel gegen den RSCAnderlecht mit 3:1 (2:1)durch.

"Ein hartes Stück Arbeit"

HSV-Coach Bruno Labbadia selbst befürchtet „ein hartes Stück Arbeit“ im bis zu 28 000 Zuschauer fassenden Constant Vanden Stock Stadion von Anderlecht. „Wir müssen in die Partie gehen, als würde es 0:0 stehen“, riet Kapitän David Jarolim. Labbadia geht es vor allem um die Festigung seiner Abwehr. Gegen Leverkusen hatte sich die Hintermannschaft in beängstigendem Zustand präsentiert. „Wir werden nach der Niederlage nicht auseinanderfallen“, sagte Labbadia trotzig und hofft auf ein positives Erlebnis in Belgien. Der 44-Jährige will sich nicht wie in Eindhoven mit einer knappen Niederlage (2:3) in die nächste Runde schummeln, sondern einen Sieg als Muntermacher und zur Stärkung des angeschlagenen Selbstvertrauens einfahren.

Anderlecht lässt Elfmeter üben

Während sich der HSV durch die englischen Wochen mit einem Spitzenspiel nach dem nächsten hangelt, genießt Anderlecht die geruhsame belgische Jupiler League. Am Sonntag endet die Vorrunde der Meisterschaft, fortan wird der Titel im Kreis der besten sechs Mannschaften ausgespielt. Als Tabellenführer mit zwölf Punkten Vorsprung vor dem Zweiten FC Brügge musste sich der 29-malige Titelträger im Meisterschaftsendspurt nicht verausgaben und konnte für den HSV Kräfte sparen. Anderlecht rechnet sich für das Rückspiel durchaus Chancen aus. RSC-Trainer Ariel Peters hat sogar schon sogar Elfmeter üben lassen. "Es ist noch alles drin", sagte der Coach, dem „Hamburger Abendblatt“.

 HSV „großer Favorit“ 

„Entschieden ist noch nichts. Unsere Chance, das Viertelfinale zu erreichen, ist da“, behauptete Anderlechts Stürmer Tom de Sutter. Trainer Ariel Jacobs hofiert den HSV selbstredend als „großen Favoriten“, schon weil die deutsche Liga ein anders Kaliber sei als die belgische, doch er plant eine Überraschung. Mittelfeldspieler Mbark Boussoufa, der im Hinspiel verletzt fehlte, steht wieder zur Verfügung. Mit dem Marokkaner werde die Partie „eine ganz andere“ sein, verkündete Jacobs geheimnisvoll. Wie man daheim mit europäischen Gästen umzugehen pflegt, hatte Anderlecht eine Runde zuvor gegen Spaniens Spitzenteam Athletic Bilbao demonstriert: 4:0 hieß es nach 90 Minuten.

Kapitän fällt aus

 Allerdings haben die Belgier personell Sorgen, denn Kapitän Olivier Deschacht muss mit muskulären Problemen wohl pausieren. Außerdem stehen hinter den Einsätzen von Lucas Biglia (Bänderdehnung) sowie Jonathan Legear (Knöchel) große Fragezeichen.

Voraussichtliche Aufstellung

Hamburger SV: Rost - Boateng, Rozehnal, Mathijsen, Aogo - Jarolim, Zé Roberto - Elia, Jansen - Petric, van Nistelrooy RSC

Anderlecht: Proto - Gillet, Mazuch, Juhasz, Deschacht - Kouyate, Biglia, van Damme - Legear, Boussoufa - Lukaku

Schiedsrichter: Hauge (Norwegen)

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