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Europa League: Wolfsburg hat das Finale im Visier

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Europa League  

Wolfsburg hat das Finale im Visier

01.04.2010, 11:41 Uhr | dpa, dpa

Europa League: Wolfsburg hat das Finale im Visier. Zvjezdan Misimovic träumt vom Finale der Europa League. (Foto: imago)

Zvjezdan Misimovic träumt vom Finale der Europa League. (Foto: imago)

Grenzenlose Zuversicht: Mit dem festen Ziel Finale der Europa League ist der VfL Wolfsburg nach London gereist. Obwohl der Deutsche Meister vor dem Viertelfinal-Hinspiel beim FC Fulham noch um den Einsatz des am Knie lädierten Edin Dzeko bangt, geht der VfL selbstbewusst wie nie zuvor in dieser Saison in ein Europacupspiel. "Das ist für uns ein sehr wichtiges Spiel. Man hat nicht so oft Gelegenheit, in das Halbfinale eines Europapokal-Wettbewerbs zu kommen", sagte VfL-Manager Dieter Hoeneß vor der Abreise. Christian Gentner ging vor dem Abschlusstraining gar noch weiter. "Als Spieler ist man immer gewillt, Titel zu gewinnen", sagte der Nationalspieler. Auch Zvjezdan Misimovic denkt bereits an das Endspiel am 12. Mai in Hamburg: "Fulham ist machbar, und die Aufgabe danach mit dem HSV oder Lüttich auch. Es wäre ein Traum, wenn wir ins Finale kämen."

Köstner: "Der englische Fußball dürfte uns entgegen kommen"

Aus dem Europapokal-Frust nach dem Ausscheiden aus der Champions League ist längst eine Euphorie in der Europa League entstanden. Noch nie sind die Wölfe in einem europäischen Wettbewerb so weit gekommen wie in diesem Jahr. Nun soll den furiosen Auftritten gegen den FC Villarreal und Rubin Kasan der nächste Coup folgen. Trainer Lorenz-Günther Köstner ist deutlich optimistischer als zuletzt: "Der englische Fußball dürfte uns entgegen kommen." Allerdings geht dem 58 Jahre alten Interimscoach die Zuversicht seiner Profis zu weit. "Wir brauchen zwei außergewöhnliche Leistungen, um eventuell eine Runde weiter zu kommen", mahnte der Coach.

Fulham sucht in der Liga seine Form

Doch die Vorzeichen stehen für die Wölfe besser als in den Runden zuvor. Zwar sorgte der Klub des ägyptischen Harrod's-Besitzer Mohamed Al-Fayed mit dem 4:1 im Achtelfinale gegen Juventus Turin für Furore, doch in der Premier League setzte es zuletzt drei Niederlagen in Serie. Entsprechend groß ist der Respekt vor dem VfL. "Wolfsburg ist eine gute Mannschaft, die eine Menge Tore schießen kann", sagte Fulhams Trainer-Urgestein Roy Hodgson. Der schlechten Phase Fulhams in der englischen Liga misst Köstner jedoch keine Bedeutung bei: "Vor Villarreal waren wir auch in einer Schwächephase und haben uns über den Europapokal heraus gezogen."

Dzekos Zukunft ist weiterhin ungeklärt

Die Wölfe bangen immer noch um den Einsatz von Dzeko. Der Torjäger war am Montag im Training umgeknickt und plagt sich seitdem mit einer Kniereizung herum. Köstner ist zumindest in dieser Frage zuversichtlich: "Ich gehe davon aus, dass wir in Bestbesetzung auflaufen können." Ob der VfL über die Saison hinaus mit dem Torjäger planen kann, ist nach wie vor aber unsicher. Obwohl Manager Hoeneß bis Ende März Klarheit angestrebt hatte, ist noch keine Entscheidung gefallen. Ein Klub, der bereit ist, die festgeschrieben Ablösesumme von 40 Millionen Euro zu bezahlen, ist bislang noch nicht in Sicht.

Auch Deutschland eine Option für Dzeko

"Es gibt kein konkretes Angebot für Dzeko. Ich habe nur ein Interesse daran, dass er bleibt", sagte Hoeneß, der erst mit anderen Stürmern wie Cacau, der Stuttgart verlässt, verhandeln will, wenn Dzekos Abschied feststeht. Der Bosnier, der bislang mit dem Ausland und vor allem dem AC Mailand geliebäugelt hatte, schloss erstmals auch einen Wechsel innerhalb der Bundesliga nicht aus. "Ich habe nie gesagt, dass ich unbedingt nach Italien will. Es gibt viele Optionen. Auch Deutschland ist eine, ohne dass ich jetzt einen Klub nennen möchte", sagte Dzeko der "Sportbild". Aufgrund der Ablöse käme allerdings nur der FC Bayern infrage.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

FC Fulham: Schwarzer - Kelly, Hughes, Hangeland, Kochesky - Duff, Murphy, Etuhu, Davies - Gera - Zamora

VfL Wolfsburg: Benaglio - Pekarik, Madlung, Barzagli, Schäfer - Josué - Riether, Gentner - Misimovic - Dzeko (Martins), Grafite

Schiedsrichter: Skomina (Slowenien)

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