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HSV: Labbadia will Guerrero spielen lassen

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Europa League - Hamburger SV  

Labbadia will Guerrero spielen lassen

07.04.2010, 07:23 Uhr | t-online.de, dpa, sid, sid, dpa, t-online.de

HSV: Labbadia will Guerrero spielen lassen. Trainer Bruno Labbadia (li.) setzt gegen Standard Lüttich auf Paolo Guerrero. (Foto: imago)

Trainer Bruno Labbadia (li.) will Paolo Guerrero gegen Standard Lüttich spielen lassen. (Foto: imago)

Für Paolo Guerrero scheint der Flaschenwurf vom vergangenen Wochenende nur Konsequenzen außerhalb des Fußball-Platzes zu haben. Beim letzten Training vor der Abfahrt zum Euro-League-Spiel in Lüttich war er dabei und tritt auch die Reise nach Belgien mit an. Trainer Bruno Labbadia verzichtet auf einen weiteren Denkzettel – die HSV-Führung hat bereits eine Geldstrafe zwischen 50.000 und 100.000 Euro verhängt – und möchte den Peruaner am Donnerstag Abend (ab 20.50 Uhr im Live-Ticker von t-online.de) gegen Lüttich spielen lassen.

"Es war kein Thema, ihn nicht mit nach Lüttich zu nehmen. Das gibt unser Kader gar nicht her", so Labbadia zu "bild.de".

Labbadia stärkt Guerrero den Rücken

Der HSV-Coach gibt seinem umstrittenen Angreifer Rückendeckung. "Wir haben gezeigt, dass wir nicht jeden gleich ausstoßen, der einen Fehler gemacht hat", sagte Labbadia und lobte den Verein für Geschlossenheit und Führungsstärke. Guerrero selbst meinte vor dem Abflug: "Ich konzentriere mich nur auf das Spiel."

Ermittlungen der Staatsanwaltschaft

Unterdessen beschäftigen sich immer mehr Institutionen mit der "Flaschenwurf-Affäre". Die Staatsanwaltschaft Hamburg ermittelt. "Es besteht der Anfangsverdacht einer gefährlichen Körperverletzung", sagte Staatsanwalt Bernd Mauruschat und bestätigte damit eine Meldung der Tageszeitung "Die Welt".

Noch keine Anzeige des Getroffenen

Eine Anzeige des Fußballfans, der am Ostersonntag vom Flaschenwurf des HSV-Stars am Kopf getroffen worden war, liegt bislang zwar nicht vor. Es handele sich jedoch um ein sogenanntes "Offizialdelikt", bei dem die Staatsanwaltschaft von sich aus tätig werden könne, sagte Mauruschat. Es müsse nun festgestellt werden, ob die gefüllte Plastik-Trinkflasche ein gefährliches Werkzeug darstelle und wie eine Waffe verwendet worden sei.

Zeugen werden befragt

Sollte dies so sein, dann wäre Paragraf 224 des Strafgesetzbuches (StGB) betroffen. Die Polizei ist deshalb mit den Ermittlungen und der Beweissicherung beauftragt. Dabei werden auch Zeugen befragt. Der Beworfene nahm in der "Hamburger Morgenpost" zu dem Vorfall Stellung: "Sicher haben wir uns im Ton vergriffen. Der Frust über die Leistung war gewaltig. Für Guerreros Reaktion habe ich trotzdem überhaupt kein Verständnis." Der Peruaner wird voraussichtlich ebenfalls eine Aussage machen müssen. Sollte es sich tatsächlich um eine versuchte gefährliche Körperverletzung handeln, droht ihm eine Haftstrafe von sechs Monaten. In einem minder schweren Fall sind drei Monate Haft oder eine Geldstrafe vorgesehen.

Auch der DFB ermittelt

Gegen den Stürmer des Hamburger SV hat bereits der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Ermittlungen aufgenommen. Laut Rechts- und Verfahrensordnung des DFB werden Tätlichkeiten gegen Zuschauer mit Sperren von sechs Wochen bis zu sechs Monaten geahndet. Man habe den Angreifer angeschrieben und um eine "zeitnahe Antwort" gebeten. "Auch wenn Guerrero von einem Zuschauer provoziert worden sein sollte, gilt für ihn das, was auch auf dem Platz gilt: Ein Sportler kennt keine Rache. Wer sich nicht daran hält, wird bestraft", sagte Anton Nachreiner, der Vorsitzende des DFB-Kontrollausschusses zu "Sport Bild online".

Kein Liebling der Fans

Guerrero hat ohnehin keinen guten Stand bei den HSV-Anhängern. Als es im Herbst 2009 gut lief, verweigerte er nach vier Toren in vier Spielen die Verlängerung seines auslaufenden Vertrages. Er ließ stattdessen seinen Berater ein Wunschgehalt von vier Millionen Euro jährlich aufrufen. Dann kam der Kreuzbandriss. Noch immer aber hat Guerrero nicht unterschrieben. Auch sein vierteljährlicher Aufenthalt in Peru, den die Flugangst des Stürmers erzwang, halten einige Fans für einen eigenmächtig verlängerten Urlaub.

Guerrero entschuldigt sich öffentlich

Guerrero musste bereits öffentlich für sein Verhalten Reue zeigen. "Ich möchte mich zuerst bei der Person entschuldigen, die ich mit der Flasche getroffen habe. Es ist total schlecht, was ich gemacht habe, ich weiß, dass ich damit kein Vorbild für die Jugend bin", sagte er. Er habe auch ganz schlecht geschlafen.

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