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HSV: Bruno Labbadia wehrt sich gegen Kritiker

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Labbadia wehrt sich gegen Kritiker

09.04.2010, 12:41 Uhr | t-online.de, t-online.de

HSV: Bruno Labbadia wehrt sich gegen Kritiker. Bruno Labbadia steht beim HSV in der Kritik. (Foto: imago)

Bruno Labbadia steht beim HSV in der Kritik. (Foto: imago)

Zuletzt kam es knüppeldick für den Hamburger SV. Nach dem 3:1-Sieg im Viertelfinale der Europa League bei Standard Lüttich und dem Erreichen des Halbfinals ging der zuletzt heftig in der Kritik stehende Trainer Bruno Labbadia in die Offensive. "Die größte Krisenmannschaft Deutschlands steht im Halbfinale. Ich weiß gar nicht, ob das jemand merkt. Die Stimmung in Hamburg war wie beim Tabellen-18.", sagte der 44-Jährige nach der Partie erleichtert. Nach dem Absturz in der Liga auf Rang sechs und dem Wirbel um Flaschenwerfer Paolo Guerrero konnte der HSV-Coach endlich wieder über etwas Positives referieren.

Der Traum vom Pokal geht weiter

Dem Trainer und den Verantwortlichen fiel nach der Partie ein Stein vom Herzen. Ein K.o. in Lüttich hätte wohl das Ende der zehnmonatigen Ära Labbadia bedeutet. Dank eines Doppelpacks von Mladen Petric und dem Treffer von Guerrero darf der Klub weiterhin vom Finale träumen. Sollte sich der HSV gegen Wolfsburg-Bezwinger Fulham durchsetzen, dann würde man in der heimischen HSH Nordbank Arena auf den Sieger der Partie FC Liverpool gegen Atletico Madrid treffen. Für die Hanseaten ginge ein Traum in Erfüllung, wenn nach 23 Jahren titellosen Jahren am 12. Mai endlich wieder ein Pokal in Hamburg landen würde.

Hoffmann nimmt Abstand von Labbadia

Das Erreichen des Endspiels ist das große Saisonziel des Vereins. Doch eine miserable Rückrunde mit lediglich 14 Punkten aus zwölf Bundesligaspielen, sogar Klubs wie Nürnberg oder Hertha BSC haben eine bessere Bilanz, sorgten für reichlich Unruhe an der Alster. Das Verhältnis des Trainers zur Mannschaft gilt als angespannt, mindestens. Wie sehr es gegen Lüttich auch um den Job Labbadias ging, zeigte die Aussage von Bernd Hoffmann. Der Vorstandsvorsitzende vollendete ein ohnehin halbherziges Treue-Bekenntnis zum Trainer mit dem Halbsatz "Stand jetzt".

Spieler halten sich bedeckt

Beim Sieg in Lüttich erhielt Labbadia Schützenhilfe von seinen Spielern nur auf dem Platz, verbal hielten sich Ruud van Nistelrooy und Co. zurück. "Im Erfolg ist alles schöner", sagte der niederländische Stürmerstar, der der Frage nach dem Trainer galant auswich. Torwart Frank Rost ergänzte: "Für solche Spiele hat man das ganze Leben gearbeitet. Alles andere blendest du dann aus."

Guerreros Ausraster

Auch das Verhältnis der erfolgshungrigen HSV-Fans und den Millionarios hat aufgrund der Bundesliga-Talfahrt mächtig gelitten. Vorläufiger Tiefpunkt war Guerreros Flaschenwurf an den Kopf eines Fans im Bundesliga-Spiel gegen Hannover 96. Der Klub bestrafte ihn mit einer Vereins-Rekordbuße zwischen 50.000 und 100.000 Euro, sperrte Guerrero aber nicht. Das tat jetzt das DFB-Sportgericht, das den Peruaner für fünf Bundesliga-Spiele aus dem Verkehr zog und ihn zusätzlich zu einer Geldstrafe von 20.000 Euro verdonnerte.

Klub und Spieler legen Einspruch ein

Der Hamburger SV und Guerrero wollen die Sperre indes nicht akzeptieren. "Wir werden Einspruch einlegen", sagte ein HSV-Sprecher kurz vor Ablauf der Widerspruchsfrist. Auch Guerrero hatte zuvor bereits einen Einspruch angekündigt. "Wir müssen kämpfen, ich möchte noch in dieser Saison in der Bundesliga spielen", sagte der Profi.

Guerrero schwächt eigene Position

In der Europa League ist Guerrero nicht gesperrt. Hier kann Labbadia auf seine Klasse zurückgreifen. Ob die beiden auch in der neuen Saison noch miteinander arbeiten werden, darf zumindest bezweifelt werden. Guerrero hatte sich im Winter bei den Vertragsverhandlungen mächtig verpokert und durch den Flaschenwurf seine Position weiter geschwächt.

Von negativen Schlagzeilen nicht beeinflusst

Labbadia betreibt schon einmal latent Werbung in eigener Sache. "Ich war sehr entspannt, auch wenn die Bewertung so war, als sei ich der Blindeste. Ich stand letztes Jahr mit Leverkusen im DFB-Pokalfinale, jetzt mit dem HSV im Europa-League-Halbfinale - das ist es, was mich antreibt. Das Wichtigste ist, sich von den negativen Schlagzeilen nicht beeinflussen zu lassen und als Trainer voranzugehen", lässt er die Öffentlichkeit noch einmal wissen, welche Erfolge er bisher vorzuweisen hat. Ein Titel ist bisher nicht dabei. Wie beim HSV seit 23 Jahren.  

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