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Aschewolke: Auch zahlreiche Sportler sitzen fest

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Europa League  

Per Bus von Liverpool nach Madrid?

19.04.2010, 21:46 Uhr | sid, t-online.de

Aschewolke: Auch zahlreiche Sportler sitzen fest  . Rafa Benitez und sein Team müssen möglicherweise mit dem Bus nach Spanien reisen. (Foto: imago)

Rafa Benitez und sein Team müssen möglicherweise mit dem Bus nach Spanien reisen. (Foto: imago)

Die Aschewolke über Europa hält die Sportwelt weiter in Atem. Formel-1-Superstars wie Sebastian Vettel sitzen in Shanghai auf gepackten Koffern, Fußball-Millionäre fahren mit dem Bus zur Champions League und ein Radprofi strandete sogar auf einer Ölplattform.

Das nach dem Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull verhängte Flugverbot sorgt derzeit für die wahrscheinlich größten Behinderungen in der Sportgeschichte. Die betroffenen Sportler, Trainer und Funktionäre nahmen teilweise Irrfahrten um die halbe Welt in Kauf, nur um irgendwie zurück nach Europa zu kommen. Ein Überblick über die aktuellsten Entwicklungen:

2000 Kilometer mit dem Bus?

FUSSBALL: Den englischen Europa-League-Halbfinalisten FC Fulham und FC Liverpool drohen vor ihren Auswärtsspielen beim Hamburger SV und bei Atletico Madrid strapaziöse Reisen von der Insel auf das europäische Festland. Von der UEFA gab es bis Montagmittag keine Signale, die auf eine Verlegung der Halbfinal-Hinspiele am Donnerstag hindeuteten. Während die mögliche Bus-Anreise des FC Fulham von London aus durch den Eurotunnel nach Hamburg mit knapp 1000 km noch zumutbar erscheint, droht dem englischen Rekordmeister aus Liverpool ein wahrer Horrortrip nach Madrid. Die Strecke durch England, den Kanaltunnel, Frankreich und Nordspanien ist mehr als 2000 km lang und würde mit dem Bus wohl 24 Stunden dauern.

Das Frauenfußball-Länderspiel zwischen Deutschland und Schweden am Donnerstag in Dresden findet nicht statt. Der schwedische Verband sah keine Möglichkeit, zahlreiche Nationalspielerinnen anreisen zu lassen. Wie Nationalmannschafts-Sprecher Niels Barnhofer mitteilte, werde die deutsche Mannschaft am Donnerstag aber auf jeden Fall ein Länderspiel austragen. "Wir befinden uns in aussichtsreichen Gesprächen mit anderen Nationen", sagte Barnhofer

Vettel sitzt fest

FORMEL 1: Für Sebastian Vettel, Nico Hülkenberg und hunderte Mitarbeiter aus dem Formel-1-Tross stand die Rückreise nach Europa auch am Montag noch in den Sternen. Montagnacht Ortszeit erwischten Mercedes-Sportchef Norbert Haug und Timo Glock als Erste Lufthansa-Flüge zurück in die Heimat. Rekordweltmeister Michael Schumacher hatte dagegen zuvor bereits kurzfristig ein Schlupfloch gefunden. Der 41-Jährige wurde von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone in dessen Privatjet mitgenommen - mit zunächst unbekanntem Zielort.

MOTORRAD: Das Gastspiel der Motorrad-WM in Japan, das für den kommenden Sonntag geplant war, ist endgültig um beinahe ein halbes Jahr auf den 3. Oktober verlegt worden. "Ich wäre bereit gewesen, wenn man uns gelassen hätte", sagte Deutschlands Hoffnungsträger Stefan Bradl. "Ich war voll auf Japan eingestellt, hatte mich auf den Abflug am Montagmorgen gefreut."

Radprofi muss auf Ölplattform warten

RADSPORT: Für den norwegischen Straßenradmeister Kurt Asle Arvesen ist eine Fitnessstunde auf einer Ölplattform nicht gerade wie geschmiert gelaufen. Der Profi des Teams Sky war am Mittwoch auf die Plattform in der Nordsee geflogen worden, um die Arbeiter 200 Kilometer jenseits des Festlands im Spinning zu unterweisen. Der Rückflug war dann jedoch nicht mehr möglich, der Helikopter erhielt wegen der Aschewolke Startverbot. Arvesen kehrte erst am Montagmorgen nach Bergen zurück. Der 35-Jährige trainierte in den Tagen in den Fitnessräumen der Plattform. Das einzige Problem war das Essen, das nicht gerade auf Sportler zugeschnitten war. "Es gab rund um die Uhr richtig gutes Essen. Ich habe versucht, die Finger vom Dessert zu lassen", sagte Arvesen.

EISHOCKEY: Stürmer Tore Vikingstad saß vor dem ersten DEL-Finale der Hannover Scorpions gegen die Augsburger Panther zunächst in Norwegen fest. Der 34-Jährige nahm schließlich die Fähre nach Dänemark, wurde dort von einem Teambetreuer abgeholt und nach Hamburg gebracht, wo sein Auto stand. Auf dem Weg von Hamburg nach Hannover stand Vikingstad dann auch noch länger im Stau - am Montag aber pünktlich zum Training auf dem Eis.

BASKETBALL: Albas geplanter Rückflug vom Europacup-Finale am Montag wurde gestrichen. Der ortsansässige Verein Caja Laboral Vitoria lieh den Berlinern, die im Eurocup das Endspiel erreicht hatten, den zweiten Mannschaftsbus. "Die Stimmung ist dennoch prächtig. Man sagte uns, es dauere 26 Stunden. Ich rechne eher mit 30", sagte Alba-Sprecher Justus Strauven.

Judo-EM findet statt

JUDO: Die Judo-EM in Wien ist knapp einer Absage entgangen. Am Montag gab die Europäische Judo-Union (EJU) bekannt, dass die EM wie geplant von Donnerstag bis Sonntag in Österreichs Hauptstadt ausgetragen wird. Am Start ist auch ein vorwiegend aus Nachwuchsathleten bestehendes deutsches Team.

HOCKEY: Das WM-Qualifikationsturnier der Hockeydamen ab Samstag in Santiago de Chile ist gefährdet. Der Sieger des Turniers mit dem zweimaligen Weltmeister Australien, Schottland, Irland und Malaysia ist für die WM vom 30. August bis 12. September in Argentinien qualifiziert.

RINGEN: Nach dem Ende der EM in Baku am Sonntag sitzt das deutsche Greco-Team wie zahlreiche andere Mannschaften in der Hauptstadt Aserbaidschans fest. Die Deutschen hoffen darauf, am Mittwoch nach Hause fliegen zu können. Das Frauenteam, das am Donnerstag und Freitag bei der EM auf der Matte stand, ist nach einer Odyssee in der Heimat angekommen. Zunächst ging es mit dem Flugzeug über Istanbul nach Rom, dann mit dem Bus weiter.

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