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Europa League: VfB Stuttgart kann auf Gruppenphase hoffen

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Schwacher VfB wahrt seine Chance

20.08.2010, 10:11 Uhr | sid, sid

Europa League: VfB Stuttgart kann auf Gruppenphase hoffen. Philipp Degen (li.) vom VfB Stuttgart im Zweikampf mit Bratislava's Filip Kiss. (Foto: Reuters)

Philipp Degen (li.) vom VfB Stuttgart im Zweikampf mit Bratislava's Filip Kiss. (Foto: Reuters)

Chaos auf den Rängen, aber ein Happy End auf dem Platz: Dank Joker Martin Harnik hat der VfB Stuttgart das Tor zur Europa League weit aufgestoßen. Trotz einer durchwachsenen Vorstellung kamen die Schwaben beim von Krawallen überschatteten Play-off-Hinspiel bei Slovan Bratislava zu einem 0:1 (0:0)-Erfolg und stehen damit vor dem Rückspiel am Donnerstag mit einem Bein in der Gruppenphase.

Den Siegtreffer erzielte der eingewechselte Martin Harnik in der 88. Minute, die Vorlage hatte in Johan Audel ein weiterer Neuzugang gegeben. Gestört wurde das Spiel von einigen slowakischen Rowdies. Kurz vor der Halbzeitpause rissen Dutzende Slovan-Anhänger Absperrgitter zum Sektor mit den VfB-Fans nieder und attackierten die Gäste aus Deutschland. Feuerwerkskörper und ausgerissene Sitzschalen flogen. Schiedsrichter Tony Chapron aus Frankreich unterbrach das Spiel für fünf Minuten, ehe die Lage wieder unter Kontrolle war.

Stuttgart ohne Spielwitz

Auch im Spiel der Schwaben fehlte die Ordnung, ebenso wie die Kreativität und der Spielwitz. 8120 Zuschauer im Pasienky-Stadion von Inter Bratislava, in das Rivale Slovan wegen Umbauarbeiten in der eigenen Arena umziehen musste, sahen eine bemühte, aber selten überzeugende Mannschaft aus der Bundesliga. Diese hatte gleichwohl die beste Chance der ersten Hälfte, als Cacau nach toller Flanke von Pawel Pogrebnjak einen Kopfball knapp neben das Tor setzte (15. ).

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Das war aber auch gleichzeitig die einzige echte Möglichkeit im ersten Durchgang des VfB, der mit der Elf begann, die am vergangenen Samstag im DFB-Pokal beim SV Babelsberg 03 mit 2:1 gewonnen hatte. Slovan kam durch Erik Grendel und Martin Dobrotka (3./32.) zu guten Möglichkeiten, und in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit hielt VfB-Torwart Sven Ulreich gegen Filip Kiss das 0:0 fest.

Gebhart scheitert am Pfosten

Auch nach dem Seitenwechsel zeigte der VfB wenig, was Gross mit Blick auf den Bundesliga-Auftakt beim FSV Mainz 05 besser schlafen lassen wird. Kiss (57.) hatte erneut die Führung für Slovan auf dem Fuß, ehe Timo Gebhart das erste Lebenszeichen des VfB abgab. Nach einer Freistoßflanke von Zdravko Kuzmanovic köpfte Gebhart aus halblinker Position an den Außenpfosten (58.). Bratislava erhöhte jetzt den Druck und brachte den VfB ein ums andere Mal in Verlegenheit.

Zugang Martin Harnik, der für Pogrebnjak kam (67.), sollte für Entlastung sorgen. Doch es war wieder Cacau, der gefährlich vor dem Slovan-Tor auftauchte - aber erneut vergab (75./79.). Ansonsten schwächte sich der VfB mit ungenauen Pässen im Spielaufbau und allzu sorglosen Aktionen immer wieder selbst, eine ordnende und führende Hand im Mittelfeld wurde deutlich vermisst. Der aus Düsseldorf verpflichtete Österreicher Harnik sicherte mit seinem Kopfballtor aber den Sieg. Auf Seiten der Schwaben hinterließen Ulreich und Cacau den besten Eindruck.

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