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Young Boys Bern: Verteidiger Dudar aus Koma erwacht

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VfB-Gegner Bern unter Schock

14.09.2010, 11:41 Uhr | sid, sid

Young Boys Bern: Verteidiger Dudar aus Koma erwacht. Folgenschwerer Zusammenprall mit eigenem Mitspieler: Dudar. (Foto: imago)

Folgenschwerer Zusammenprall mit eigenem Mitspieler: Dudar. (Foto: imago)

Als Marco Streller gut zwei Stunden nach dem schlimmen Zwischenfall von seinen Eindrücken berichtete, war er noch immer fassungslos. "Er hat gezittert, die Augen verdreht und am Kopf geblutet. Ein Horrormoment. Ich habe fast mit dem Schlimmsten gerechnet", sagte der Stürmer des FC Basel über den Unfall seines Gegners Emiliano Dudar im Meisterschaftsspiel bei den Young Boys Bern (2:2).

Dudar musste nach einem schweren Zusammenprall in ein künstliches Koma versetzt werden. Vor dem Spiel in der Europa League beim VfB Stuttgart steht Bern unter Schock - auch wenn Dudar Glück im Unglück hatte. "Er hat sicher eine schwere Hirnerschütterung", sagte der Berner Vereinsarzt Res Brand - aber, immerhin: Der Argentinier sei außer Lebensgefahr. Der Profi wurde bereits wieder aus dem Koma aufgeweckt. "Sein Zustand ist stabil", hieß es in einer Mitteilung der Berner über Dudar.

Verhängnisvoller Zwischenfall

Der Abwehrspieler gibt nach einer Verletzung gegen Basel sein Comeback - und zunächst scheint es ein erfolgreiches zu werden. YB führt nach Toren von Ammar Jemal (4.) und David Degen (22.) schnell 2:0, ehe sich der verhängnisvolle Zwischenfall ereignet. Streller sowie die Berner Francois Affolter und Dudar strecken sich 20 Meter vor dem Tor der Gastgeber nach einem Befreiungsschlag der Basler. Streller verpasst den Ball, Dudar steigt am höchsten, kommt ran - prallt jedoch mit dem Gesicht an den Hinterkopf seines Mitspielers Affolter. Dudar sackt sofort in sich zusammen und prallt nochmals heftig auf - auf dem Kunstrasen. Ein kurzes Zucken, dann keine Regung mehr.

Arzt lässt Dudar in künstlichen Tiefschlaf versetzen

"Emiliano hat sofort das Bewusstsein verloren", sagte ein YB-Sprecher, "aber seine Zunge, anders als von vielen Schweizer Medien dargestellt, nicht verschluckt. Dudar hat immer selbstständig geatmet." Er wird auf dem Platz über acht Minuten behandelt, die Begegnung für eine halbe Stunde unterbrochen. Im Kabinengang zittert Lorena de Giulio, Dudars Frau, um das Leben ihres Mannes. Dann die vorläufige Entwarnung durch die erste Diagnose von Brand, die im Krankenhaus später bestätigt und vom Klub verlautbart wird. Der Arzt hatte Dudar noch im Stadion in einen künstlichen Tiefschlaf versetzen lassen, "um das Hirn zu schützen".

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