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Bayer Leverkusen erkämpft sich einen Punkt in Saloniki

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Bayer erkämpft sich einen Punkt

22.10.2010, 08:38 Uhr | dpa, dpa

Bayer Leverkusen erkämpft sich einen Punkt in Saloniki. Leverkusens Nicolai Jörgensen (li.) und Kristi Vangeli im Zweikampf. (Foto: AP)

Leverkusens Nicolai Jörgensen (li.) und Kristi Vangeli im Zweikampf. (Foto: AP)

Mit einem B-Team hat Bayer Leverkusen einen großen Schritt zur K.-o.-Runde in der Europa League gemacht. Die von Trainer Jupp Heynckes völlig neu formierte Werks-Elf kam bei Aris Saloniki zu einem 0:0, konnte die Festung der Griechen aber auch nicht einnehmen. Der dreimalige Meister ist seit mehr als 40 Jahren und 23 Heimpartien im Europacup ungeschlagen.

Die Leverkusener störte das nur wenig. Zwar spielten sie schlecht, dennoch verteidigten sie ihre Führung in der Gruppe B auch nach dem dritten Spieltag. Mit fünf Punkten hat der Bundesliga-Dritte nun beste Aussichten, die Gruppenphase auf europäischer Bühne zu überstehen. Schließlich müssen Atletico Madrid (4 Punkte) und Saloniki (4) noch in der BayArena antreten.

Stammkräfte wurden geschont

Heynckes hatte bei seiner Mannschafts-Aufstellung schon das Gipfeltreffen in der Bundesliga am Sonntag gegen den Tabellen-Zweiten Mainz 05 im Blick. Die Stammkräfte Daniel Schwaab, Tranquillo Barnetta, Sidney Sam, Eren Derdiyok und Arturo Vidal ließ er auf der Bank und schonte sie zunächst.

Der finnische Abwehrstratege Sami Hyypiä fehlte ohnehin wegen einer Bänderverletzung, die er sich im Abschlusstraining zugezogen hatte. Dagegen durfte Kapitän Simon Rolfes erstmals seit einem Jahr wieder von Beginn an spielen, nachdem er nach drei Knieoperationen 241 Tage pausieren musste. Zuletzt war er nur zu Kurzeinsätzen gekommen und hatte dabei auch als Torschütze geglänzt.

Solide Abwehrarbeit von Bayer

Das von Rolfes angeführte B-Team hielt sich im Hexenkessel vor 22.000 zumeist fanatischen Fans wacker, ohne zu glänzen. Nach vorne ging kaum etwas, doch immerhin in der Deckung standen die Leverkusener sicher. Immer wieder störten sie den Spielaufbau der über weite Strecken harmlosen Griechen. Sergio Koke (13.) gelang vor der Pause der einzige Schuss auf das Tor von Rene Adler - eine echte Prüfung war die Aktion aber nicht für den Bayer-Schlussmann.

So hatten die Gäste aus Deutschland in der ersten Hälfte der erschreckend schwachen und bisweilen überharten Partie die einzige ernsthafte Möglichkeit. Mit einem 20-Meter-Freistoß zwang Michal Kadlec (40.) Griechenlands Nationaltorwart Michalis Sifakis zu einer Glanzparade. "'Ich habe selten ein Spiel gesehen, in dem es so wenig Torchancen gab. Die erste Halbzeit war langweilig", stellte Bayers Sportdirektor Rudi Völler in der Pause fest.

Koke vergibt

Auch nach dem Wechsel steigerte sich das Niveau der Partie nur unerheblich. Saloniki versuchte, die Leverkusener früher zu stören. Und tatsächlich: Sie bekamen ihre erste echte Chance. Der Spanier Koke (57.) tauchte vor Adlers Tor auf, verzog aber kläglich.

Bayer-Trainer Heynckes reagierte, brachte Barnetta und Vidal für Nicolai Jörgensen und Hanno Balitsch. Später kam auch noch Derdiyok für Rolfes. Das Leverkusener Spiel wurde aber nicht besser. Zum Glück für Bayer brachten die Griechen jedoch auch nichts zustande. Einzig der Kolumbianer Joan Carlos Toja sorgte mit Fernschüssen (55., 78.) für Gefahr. Am Ende war das 0:0 leistungsgerecht.

Heynckes: "Wir können damit leben"

Nach dem Spiel zeigte sich Heynckes größtenteils zufrieden: "Wir haben wenig zugelassen, aber ich hätte mir schon gewünscht, dass wir ein wenig durchschlagskräftiger sind. Aber mit dem Punkt können wir leben". Ähnlich sah es Simon Rolfes: "Das Spiel war von der Defensive geprägt. Wir wollten erst einmal zu null spielen. In der zweiten Halbzeit haben wir mehr Druck über außen erzeugt, aber Chancen konnten wir uns kaum erarbeiten." Für das Rückspiel kündigte der Kapitän an: "In zwei Wochen wird das eine andere Partie. Ich denke, dass wir dann offensiver und dominanter spielen werden."

Saloniki-Bayer Der Live-Ticker zum Nachlesen

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