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Dortmund verpasst den Befreiungsschlag in Paris

11.02.2013, 11:39 Uhr | dpa, dpa

Dortmund verpasst den Befreiungsschlag in Paris. Enttäuschte Dortmunder nach dem Remis in Paris. (Foto: dpa)

Enttäuschte Dortmunder nach dem Remis in Paris. (Foto: dpa)

Borussia Dortmund hat das vorzeitige Aus in der Europa League verhindert, bleibt aber in einer ungünstigen Ausgangsposition. Der Bundesliga-Tabellenführer kam bei Paris St. Germain nicht über ein 0:0 hinaus und muss die verbleibenden zwei Spiele in der Gruppe J gewinnen, um noch in die K.-o.-Runde einzuziehen.

Hinter Tabellenführer FC Sevilla (9 Punkte), der Karpaty Lwiw (0) schlug, und Paris (8) rangiert der BVB (5) an dritter Stelle der Gruppe J.

Lewandowski vergibt die Großchance

Von dem Power-Fußball, mit dem die junge Truppe von Trainer Jürgen Klopp in dieser Saison die Bundesliga aufmischt, war in der französischen Hauptstadt erst in der Schlussphase etwas zu sehen. Zuvor hatte nur Glück und der starke Keeper Roman Weidenfeller die Westfalen den Punkt gegen die seit nun zwölf Europapokal-Heimspielen ungeschlagenen Pariser gesichert. Kurz vor dem Ende hatte Robert Lewandowski allerdings noch die größte Chance des Spiels, um den BVB doch noch zum Sieg zu schießen.

Dabei waren die Voraussetzungen für einen wunderbaren Europapokal-Abend für die Dortmunder bestens: Klopp konnte auf die Formation setzen, die sich am Sonntag beim 2:0 bei Mainz 05 in eindrucksvoller Manier an die Tabellenspitze der Bundesliga gezaubert hatte. Zudem machten knapp 7000 mitgereiste Dortmunder Fans mächtig Stimmung und sorgten im Pariser Prinzenpark-Stadion schon vor dem Anpfiff fast für Heimspiel-Atmosphäre.

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Pariser B-Elf gibt Dortmund Rätsel auf

Allerdings hatte der BVB-Anhang zunächst wenig Grund zum Jubeln. Ihre Lieblinge kamen nur schwer in die Partie. Das junge Team wirkte beinahe gehemmt. Bis zum gegnerischen Strafraum spielte Dortmund ganz gut mit, doch fehlte dann der Schuss Kreativität, um die bestens organisierte Deckung der Pariser in Verlegenheit zu bringen. Torjäger Lucas Barrios war so gut wie abgemeldet. Folge: Bis zur Pause erspielten sich die Dortmunder nicht eine klare Torchance.

Ganz anders Frankreichs Pokalsieger, bei dem einige Stammkräfte für das Spitzenspiel am Wochenende gegen Olympique Marseille geschont wurden. Die Gastgeber wirkten wacher. Vor allem Mittelfeldspieler Nene stellte die Westfalen immer wieder vor Rätsel. Und Mevlüt Erdinc beschäftigte die BVB-Deckung. In der 18. Minute setzte der Türke den Ball unbedrängt aus fünf Metern über das Tor. Nach etwas über eine halbe Stunde verzog er freistehend.

Weidenfeller reagiert prächtig

Dortmunds Coach reagierte und brachte Offensivkraft Jakub Blaszczykowski für Defensiv-Spezialist Lukasz Piszczek. Mittelfeld-Mann Kevin Großkreutz rückte auf die für ihn ungewohnte Position in die Viererkette. Und tatsächlich: Dortmund wurde besser. Die Pariser verloren ein wenig die Linie, waren aber weiter gefährlich. Erneut war es Erdinc (51., 65.), der zweimal am hervorragend reagierenden Weidenfeller scheiterte.

Doch auch die Borussen meldeten sich endlich im Strafraum von St. Germain: Barrios (54.) schob den Ball zunächst links am Tor vorbei, Shinji Kagawa (72.) prüfte aus 18 Metern PSG-Schlussmann Edel. Dortmund übernahm mehr und mehr das Kommando, die Pariser schienen sich mit dem Remis abzufinden. In der Schlussminute vergab der eingewechselte Lewandowski die beste Chance.

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