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Bayer-Sportchef Völler wettert gegen eigenes Team

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Europa League - Gruppe B  

Völler: "Wir fordern das Glück momentan zu viel heraus"

05.11.2010, 15:24 Uhr | t-online.de, t-online.de

Bayer-Sportchef Völler wettert gegen eigenes Team. Ärgert sich über die schwache Mannschaftsleistung: Bayer-Sportdirektor Rudi Völler. (Foto: imago)

Ärgert sich über die schwache Mannschaftsleistung: Bayer-Sportdirektor Rudi Völler. (Foto: imago)

Nach der schwachen Vorstellung und dem glücklichen 1:0-Sieg von Bayer Leverkusen im vierten Gruppenspiel der Europa League gegen Aris Saloniki hat Bayers Sportdirektor Rudi Völler die Mannschaft hart kritisiert: "Wir fordern das Glück momentan etwas zu viel heraus. Mir fehlen fast die Worte. Die Leistung war nicht gut. Das hat auch nichts mehr mit Müdigkeit zu tun. Vielleicht hat etwas die Grundeinstellung gefehlt", sagte Völler. Trotz eines Last-Minute-Siegtreffers von Arturo Vidal und dem fast sicheren Weiterkommen in die nächste Runde hielt sich die Freude bei allen Beteiligten in Grenzen.

Auch Bayer-Trainer Jupp Heynckes fand nach dem Abpfiff deutliche Worte: "Meine Mannschaft hat keine Einstellung zum Spiel gefunden. Sie hat keine Spannung aufbauen können. Das war unser schlechtestes Saisonspiel." Heynckes war anschließend sogar der Meinung, dass Aris Saloniki "als Sieger" den Platz hätte verlassen müssen.

Nur Vidal und Adler überzeugen

In der Tat ließ der Auftritt der Werkself doch sehr zu wünschen übrig. Einzig und allein Vidal zeigte bis zur letzten Sekunde absoluten Siegeswillen. Neben ihm glänzte auch Nationaltorhüter Rene Adler, der sein Team in vielen Szenen vor einem drohenden Rückstand bewahrte.

Völler: "Müssen uns um 100 Prozent steigern"

Mit der Einstellung und dem Biss von Vidal muss in der Bundesliga gegen den 1. FC Kaiserslautern die ganze Mannschaft ran. "Da müssen wir uns nicht um 30, 40 oder 50 Prozent steigern, da müssen wir uns um 100 Prozent steigern. Sonst werden wir dieses Spiel nicht gewinnen", warnte Völler, der sicherlich auch nochmals intern das Wort an seine Angestellten richten wird. Und vielleicht kassiert Vidal dann auch ein paar lobende Worte nach seiner tollen Leistung gegen die Griechen.

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