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FSV Mainz 05 verpasst die Play-off-Runde der Europa League

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Europa League - Qualifikation  

Mainz 05 scheidet im Elfmeterschießen aus

20.12.2011, 15:24 Uhr | dapd, t-online.de, sid, dpa

FSV Mainz 05 verpasst die Play-off-Runde der Europa League. Medias' Cristian Todea muss sich die Grätsche des Mainzers Andreas Ivanschitz (rechts) gefallen lassen. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Medias' Cristian Todea muss sich die Grätsche des Mainzers Andreas Ivanschitz (rechts) gefallen lassen. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Der FSV Mainz 05 hat sich auf europäischer Bühne blamiert. Der Vorjahres-Fünfte der Bundesliga verlor das Rückspiel zur Europa-League-Qualifikation beim rumänischen Tabellenletzten Gaz Metan Medias mit 4:5 nach Elfmeterschießen und verpasste vor 6000 Zuschauern somit die Chance, über die Play-off-Runde in die Gruppenphase zu gelangen. (Foto-Show: Die besten Bilder des Rückspiels)

Marcel Risse brachte das Team von Thomas Tuchel zwar nach einer knappen halben Stunde in Führung, doch Thaer Bawab glich in der 62. Minute nach einem Eckball per Kopf für die Gastgeber aus. Der Jordanier mit spanischem Pass hatte bereits in der 60. Minute des Hinspiels das Ausgleichstor erzielt. Die Rheinhessen schafften es nicht, ihre spielerische Überlegenheit in Zählbares zu verwandeln. Die Entscheidung musste im Elfmeterschießen fallen. Hier zeigten die Rumänen die besseren Nerven.

Wieder Bawab

Es begannen die Mainzer, und es trafen nacheinander Eugen Polanski, Florin Lazar, Petar Sliskovic, Ionut Buzean, Risse, Ciprian Petre. Dann scheiterte Sami Allagui am rumänischen Keeper Razvan Plesca. Anschließend hielt sein Mainzer Pendant Christian Wetklo gegen Alin Litu - und dann wieder Plesca gegen Elkin Soto. Die Entscheidung war Bawab vorbehalten, der sich innerhalb von einer Woche nachhaltig in die Mainzer Fußball-Gehirne und -Geschichte eingebrannt hat.

Fassungslosigkeit

"Wir hatten in zwei Spielen ungefähr 40:2 Torchancen und bekommen das Ding nicht über die Linie. Wahnsinn, unglücklich", bilanzierte Niko Bungert bei Sport1. "Wir ärgern uns wie verrückt. Es tut wahnsinnig weh. Wir müssen jetzt versuchen, in der Bundesliga die Kurve zu kriegen." Der Verteidiger hatte im Hinspiel Mainz mit dem ersten Europapokaltor des Vereins in Führung gebracht. "Das ist sehr bitter, so auszuscheiden. Ich bin sehr enttäuscht, mir fehlen fast die Worte", sagte Kapitän Nikolce Noveski, der als einziger Mainzer schon bei der ersten Europacup-Teilnahme 2005/06 dabei war. Damals kam der Außenseiter im Europa-League-Vorläufer UEFA Cup zu einem achtbaren 0:0 beim späteren Sieger FC Sevilla. Den Spaniern mussten sich die 05er seinerzeit daheim mit 0:2 beugen.

Verzicht auf Stieber rächt sich

Gegenüber dem Hinspiel gegen Medias hatte Tuchel die Startformation auf zwei Positionen geändert. Absprachegemäß stand Christian Wetklo anstelle von Heinz Müller im Tor, überraschenderweise erhielt im Mittelfeld Julian Baumgartlinger gegenüber Zoltan Stieber den Vorzug. Dabei war der aus Aachen gekommene Ungar doch sowohl beim 1:1 in Mainz wie beim 2:1 im Pokal gegen Zweibrücken der Aktivposten der Rheinhessen gewesen.

Auf Stieber zu verzichten, schien die falsche Entscheidung gewesen zu sein. Baumgartlinger war zwar bemüht, dem Spiel Struktur zu geben, es gelang ihm jedoch überhaupt nicht. Aber auch seine Mitspieler agierten gehemmt. Durch viele Ballverluste im Mittelfeld ermöglichten die Mainzer den Gastgebern immer wieder, Angriffe aufzubauen. Gefährliche Aktionen brachten aber auch die Rumänen nicht zustande.

20 Minuten zum Warmlaufen

Nach 20 Minuten kam das Tuchel-Team dann besser ins Spiel. Dennoch kam das Führungstor der Mainzer in der 31. Minute dann wie aus heiterem Himmel. Das Spiel war auf unterstem Niveau zwischen den Strafräumen dahingeplätschert, ehe Risse zuschlug. Der 32 Jahre alte Innenverteidiger Bo Svensson, der wie der ein Jahr jüngere Soto Geburtstag hatte, schlug einen langen Pass auf Risse. Der zweite Stürmer neben Anthony Ujah nahm den Ball perfekt an und ließ mit einem Schuss von rechts aus zehn Metern Torhüter Plesca keine Abwehrchance.

Plesca bringt die Mainzer Stürmer schon zeitig zur Verzweiflung

Der rumänische Torwart sollte dann aber bis zur Pause noch dreimal beweisen können, dass er sein Handwerk versteht. Seine Vorderleute wirkten durch den Gegentreffer reichlich verunsichert. Eine Minute nach der Führung kam Ujah frei zum Abschluss, Plesca aber parierte aus kurzer Distanz prächtig. Auch beim Versuch von Risse aus 20 Metern zeigte er sich ebenso auf dem Posten wie beim Nachschuss von Soto.

Sehenswerter Ausgleich

Im Wissen, ein Tor machen zu müssen, erhöhte die Mannschaft aus Siebenbürgen nach der Pause den Druck. Mainz zog sich in die eigene Hälfte zurück. In der 61. Minute waren die Bemühungen der Hausherren dann von Erfolg gekrönt. Nach der Ecke von Petre stieg Bawab am kurzen Pfosten höher als der eingewechselte Mainzer Allagui und setzte den Ball per Kopf ins lange Eck.

Sliskovic hat den Sieg als Letzter auf dem Fuß

Vier Minuten waren in der Verlängerung gespielt, als Risse acht Meter vor dem Tor frei zum Schuss kam. Doch diesmal hämmerte er den Ball übers Tor. 14 Minuten später bot sich Sliskovic die Chance, doch seinen Schuss aus kurzer Distanz hielt Plesca bravourös. Wegen des zuvor bereits ausgeschöpften Auswechselkontingents agierten die Rumänen in der Verlängerung in Unterzahl. Folgerichtig schwanden den biederen, aber engagierten Platzherren sichtlich die Kräfte. Sie wollten sich nur noch ins Elfmeterschießen retten. Der FSV war wieder überlegen, aber nicht zielstrebig genug.

Lernprozess

Der sichtlich enttäuschte Trainer Tuchel bilanzierte: "Wir müssen lernen, damit umzugehen. Das ist extrem bitter, weil wir in beiden Spielen ein großes Chancenplus hatten. Leider haben wir es vergessen, den Sack zuzumachen, deshalb stehen wir am Ende des Tages mit leeren Händen dar. Letztlich sind wir selbst schuld daran, weil wir es auf das Elfmeterschießen haben ankommen lassen und das ist eben immer Lotterie."

Ergebnisse der Leichtathletik WM 2011

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