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Hannover 96 schafft die Überraschung

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Hannover macht die Sensation perfekt

26.08.2011, 07:49 Uhr | dpa

Hannover 96 schafft die Überraschung. Mohammed Abdellaoue trifft zur zwischenzeitlichen Führung. (Foto: dpa)

Mohammed Abdellaoue trifft zur zwischenzeitlichen Führung. (Foto: dpa)

Mit viel Glück, noch mehr Geschick und einer gehörigen Portion Kampfgeist hat es Hannover 96 erstmals in die Europa League geschafft. Durch ein 1:1 (1:1) im Play-off-Rückspiel beim FC Sevilla machte der zweimalige deutsche Meister den größten internationalen Erfolg in der Klubgeschichte perfekt.

Die Niedersachsen hatten bei der Rückkehr auf Europas Bühne nach 19-jähriger Pause den favorisierten zweimaligen UEFA-Cup-Sieger aus Spanien bereits im Hinspiel mit 2:1 bezwungen.

Pogatetz trifft ins eigene Netz

Der Norweger Mohammed Abdellaoue (23.) brachte den Bundesliga-Zweiten vor 40.000 Zuschauern zunächst in Führung. Sevilla freute sich in der 37. Minute dann über ein Eigentor des Österreichers Emanuel Pogatetz. Ein eigenen Treffer schafften die Spanier aber nicht, so dass der Bundesliga-Zweite als zweites deutsches Team nach Schalke 04 in die Gruppenphase der Europa League stürmte und die Feuertaufe in der Hitze Andalusiens mit Bravour bestand.

Trochwoski scheitert knapp

Bei immer noch hochsommerlichen Temperaturen im Stadion Ramón Sánchez Pizjuán hatten die Hausherren über weite Strecken mehr vom Spiel. Die Hausherren wirkten in der kampfbetonten Begegnung aggressiver, die 96 zogen sich zu oft zu weit zurück. Nach einer Viertelstunde traf Alvaro Negredo aus spitzem Winkel nur den Innenpfosten. Piotr Trochowski scheiterte mit seinem Nachschuss nur knapp. DANN schafften die Gäste urplötzlich die Führung. Konstantin Rausch setzte sich auf der linken Außenbahn durch. Abdellaoue lauerte in der Mitte, nahm am Fünfmeterraum die Flanke volley und traf zur umjubelten Führung. Trainer Mirko Slomka feierte den so wichtigen Treffer mit einem Freudentänzchen.

Die Hausherren steckten den Schock ganz schnell weg. Doch die neue Nummer drei im Tor der deutschen Nationalmannschaft, Ron-Robert Zieler, zeigte, warum er von Bundestrainer Joachim Löw berufen worden ist. Einen brandgefährlichen Fernschuss von Alvaro Negredo macht der junge Keeper genauso unschädlich wie wenig später einen Volleyschuss von Frederic Kanouté. Gegen den Ausgleichstreffer war er dann jedoch machtlos. Nach Trochowski-Vorarbeit flankte Diego Perotti in die Strafraummitte. Und vom Schienbein des Österreichers Emanuel Pogatetz prallte der Ball ins Tor.

Zieler hält das Remis fest

Vor 3000 mitgereisten 96-Fans machten die Gastgeber nach der Pause weiter Druck. In ihrem, streikbedingt, erst zweiten Pflichtspiel unter der Regie des neues Trainers Marcelino waren die Spanier nah dran am Führungstor. Doch Zieler hielt den Ausgleich fest. Nach gut 20 Minuten befreiten sich die Gäste und hatteN sogar die Chance mit dem zweiten Auswärtstor alles klar zu machen. Der belgische Schiedsrichter Serge Gumienny verweigerte den 96ern gut eine Viertelstunde vor Schluss einen glasklaren Foulelfmeter, als Torhüter Andres Palop Jan Schlaudraff fällte. Nach einer Tätlichkeit sah Gary Medel kurz vor Abpfiff die Rote Karte.

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