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Europa League: Hannover 96 kritisiert die belgische Polizei

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Mit Wasserwerfern den Weihnachtsmarkt verteidigt

01.12.2011, 17:31 Uhr | dpa, t-online.de

Europa League: Hannover 96 kritisiert die belgische Polizei. Hannovers Anhänger in Lüttich. (Quelle: dpa)

Hannovers Anhänger in Lüttich. (Quelle: dpa)

Der UEFA-Sicherheitsbeauftragte sprach von einem "unnötigen" Einsatz, Hannovers Fanbeauftragter Frank Watermann nannte die Aktion "überflüssig wie ein Kropf". Nach dem Spiel in der Europa League zwischen Standard Lüttich und Hannover 96 (2:0) zog die belgische Polizei mit einem angeblich überzogenen Einsatz gegen 96-Fans erneut den Zorn der Gäste-Anhänger auf sich. Bereits im Vorfeld der Partie löste das Verbot auf Stadtbesichtigung allseits Kopfschütteln aus.   

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Unmittelbar nach dem Spiel versuchten laut Polizei 100 bis 200 Fans aus Niedersachsen, den für sie abgesperrten Bereich zu verlassen und zu Fans des Gegners zu gelangen. Sie warfen unter anderem mit Flaschen. Es sei Sachschaden in noch unbekannter Höhe entstanden, Verletzte bei Polizei oder Fans habe es nicht gegeben, teilten die Behörden mit. "Wenn die Polizei das Tor zur Straße offen und die Fans auf den Busparkplatz gelassen hätte, wäre nichts passiert", kritisierte Watermann allerdings die Vorgehensweise der heimischen Polizei, die vier deutsche Fans in Gewahrsam nahm.

Zu hartes Vorgehen?

"50 Rowdys sind aus dem Stadion rausgekommen, haben die Polizei provoziert und angegriffen", berichtete der Einsatzleiter. "Wir mussten Wasserwerfer einsetzen." Zudem sprühten die Beamten Reizgas und setzten Schlagstöcke ein. 96-Anhänger klagten indes über das harte Vorgehen der Polizei, der Einsatzleiter sagte dazu: "Es ist in Belgien so, dass wir eher einen Wasserwerfer einsetzen als einen verletzten Kollegen zu haben. Einige Fans waren einzig darauf aus, die Polizei zu provozieren."

Der Einsatzleiter sah sich auch bestätigt, dass die Stadtverwaltung im Vorfeld restriktive Auflagen erlassen, einen Sonderzug untersagt und das Tragen von Fan-Utensilien in der Innenstadt verboten hatte. "Ich stelle mir das auf unserem Weihnachtsmarkt vor", sagte der Einsatzleiter der Polizei zu den Auseinandersetzungen: "Das wäre kein schönes Schauspiel gewesen."

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