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Hannover 96 besiegt Standard Lüttich und zieht ins Viertelfinale ein

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Hannover ohne Probleme weiter - Lüttich chancenlos

16.03.2012, 11:33 Uhr | dpa

Hannover 96 besiegt Standard Lüttich und zieht ins Viertelfinale ein. Konstantin Rausch (re.) zieht mit Hannover 96 ins Viertelfinale ein. (Quelle: imago)

Konstantin Rausch (re.) zieht mit Hannover 96 ins Viertelfinale ein. (Quelle: imago)

Mit einer Gala-Vorstellung hat Hannover 96 seine erstaunliche Erfolgsserie fortgesetzt und steht zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte im Viertelfinale der Europa League. Der Bundesligist qualifizierte sich durch ein hochverdientes 4:0 (2:0) gegen Standard Lüttich für die Runde der besten Acht.

Nach dem 2:2 im Hinspiel feierte die Elf von Trainer Mirko Slomka im Stile einer Spitzenmannschaft ihren bislang größten internationalen Erfolg. Bei der zuvor einzigen Europacup-Teilnahme 1992/93 war Hannover in der ersten Runde ausgeschieden. Vor 43.000 Zuschauern in der ausverkauften AWD-Arena erzielten Mohammed Abdellaoue (4. Minute), Lüttichs Unglücksrabe Kanu (21./73.) zweimal per Eigentor und Sergio Pinto in der Nachspielzeit (90.+3) die Treffer. Serge Gakpe sah bei den Gästen Gelb-Rot (58.).

Abdellaoue nutzt Fehler aus

Nach einer Schweigeminute für die Opfer des Busunglücks in der Schweiz bestimmten die Niedersachsen vom Anpfiff an das Geschehen. Angetrieben von den euphorischen Fans setzten die Gastgeber auch ohne den verletzten Torjäger Mame Diouf den Gegner aus Belgien früh unter Druck. Eine Hereingabe des wieder genesenen Spielmachers Jan Schlaudraff klatschte Lüttich-Schlussmann Sinan Bolat nach vorne ab. Abdellaoue nutzte den Fehler aus. Auch beim 2:0 sah die Hintermannschaft der Gäste nicht gut aus. Sergio Pinto trat den Ball in den Strafraum, wo Kanu mit dem Schienbein ins eigene Tor traf.

Hannover wirkte nach der 0:3-Pleite im Nordderby gegen Bremen alles andere als gehemmt. Vor allem Schlaudraff, der beim 2:2 im Achtelfinal-Hinspiel in Lüttich gesperrt war und in Bremen wegen Rückenproblemen pausieren musste, belebte das Angriffspiel des Bundesliga-Siebten. Wie schon im Hinspiel zeigte sich die Defensive des Fünften der belgischen Liga anfällig, obwohl Lüttich in der Gruppenphase mit nur einem Gegentreffer in sechs Partien das abwehrstärkste Team stellte.

Zieler klärt per Faustabwehr

Offensiv gelang den Gästen nicht allzuviel. Allerdings musste Hannover in der ersten Hälfte zwei Schrecksekunden überstehen. Lüttich-Kapitän Jelle van Damme traf nach einem Patzer von 96-Torwart Ron-Robert Zieler per Kopf den Pfosten, beim Abpraller kam Kanu ins Straucheln und nicht an den Ball (22.). Kurz vor dem Wechsel zielte Gohi Bi Cyriac aus der Drehung etwas zu hoch. Cyriac hatte seine Gefährlichkeit auch schon in der Duellen der Gruppenphase bewiesen, in denen Hannover mit 0:0 und 0:2 ohne Sieg gegen Lüttich blieb.

Nach der Pause ließen die Niedersachsen vor den Augen von Ex-Bundespräsident Christian Wulff in ihrem Offensiv-Engagement zunächst etwas nach. Die Belgier kamen zu einer gefährlichen Chance, als Zieler per Faustabwehr gegen Cyriak (56.) klären musste. Durch den Platzverweis für Gakpe schwächte sich Lüttich aber wieder selber. 17 Minuten vor Schluss wurde Kanu zum zweiten Mal angeschossen und in der Nachspielzeit krönte der starke Pinto seine Leistung mit dem 4:0.


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