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Atletico Madrid kocht Hannover ab

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Atletico Madrid kocht Hannover ab

06.04.2012, 10:35 Uhr | dpa

Atletico Madrid kocht Hannover ab. Jan Schlaudraff (re.) im Duell mit Diego Godin.  (Quelle: dpa)

Jan Schlaudraff (re.) im Duell mit Diego Godin. (Quelle: dpa)

Hannovers traumhafte Reise durch Europa ist beendet. Für die 96er ist im Viertelfinale der Europa League nach einem 1:2 (0:0) im Rückspiel gegen Atletico Madrid Endstation. Das neunte Tor von Mame Diouf im 13. Pflichtspiel für Hannover (81. Minute) war zu wenig. Für den starken Europa-League-Sieger von 2010 trafen Adrian (63.) und Falcao (87.). Mit der ersten Teilnahme am Viertelfinale eines Europapokals feierte Hannover dennoch den größten Erfolg der Klubgeschichte.

Bereits das Hinspiel vor einer Woche in Madrid hatten die Spanier mit dem früheren Bundesligastar Diego 2:1 gewonnen. Im Semifinale trifft Atletico nun auf die Landsleute des FC Valencia.

Europa League - Video 
Hannovers Märchen endet im Viertelfinale

Die Tore und Highlights von Hannover gegen Madrid. Video

96 selbst bei Ecken ungefährlich

Mit ein wenig Glück und ganz viel Geschick verteidigte Madrid zunächst den knappen Vorsprung aus dem Hinspiel und sicherte sich am Ende auch den knappen Rückspiel-Sieg. Vor 44.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena war 96 zwar lange Zeit die engagiertere Mannschaft. Allerdings agierte die Elf von Trainer Mirko Slomka gegen defensiv sehr souveräne Spanier im Angriff glücklos.

Vor allem die erste Halbzeit entwickelte sich extrem zäh. Die Leistung der Spieler wollte so gar nicht zum stimmungsvollen Rahmen passen. Die bemühten, aber im Passspiel deutlich unterlegenen Niedersachsen entwickelten selbst bei einigen Ecken und Freistößen kaum Gefahr.


Schöne Einzelleistung bringt die Führung

Allerdings ging Hannover gegen zwar abwartende, aber offensiv extrem kombinationssichere Spanier auch noch nicht volles Risiko. Ohne den im Hinspiel starken Lars Stindl, der mit Adduktorenproblemen passen musste, kam auch wenig Unterstützung aus dem Mittelfeld für die Stürmer Diouf und Didier Ya Konan.

Nach dem Wechsel wurde gar Atletico mutiger und band Hannover in der Defensive. Beim Siegtreffer narrte Adrian gleich vier 96-Akteure inklusive Nationaltorhüter Ron-Robert Zieler. Erst danach ging Hannover mehr Risiko. Slomka wechselte in Mohammed Abdellaoue einen weiteren Stürmer ein und läutete damit eine Schlussoffensive ein.

Diouf traf direkt bei der ersten echten Torchance von 96. Mit dem insgesamt fünften Angreifer auf dem Platz, dem Polen Artur Sobiech, versuchte Slomka noch einmal alles. Doch der Volleytreffer von Torjäger Falcao bedeutete das endgültige Aus. Hannovers Anhänger feierten ihr Team dennoch und sangen "Wir sind stolz auf unser Team."

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