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Hannover - Breslau: 96 kann mit Europa League planen

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Hannover kann nach 5:3 mit Europa League planen

24.08.2012, 10:37 Uhr | dpa

Hannover - Breslau: 96 kann mit Europa League planen. Jan Schlaudraff trifft und kann mit Hannover für die Gruppenphase planen.

Jan Schlaudraff trifft und kann mit Hannover für die Gruppenphase planen. (Quelle: dpa)

Breslau (dpa) - Dank einer starken Offensivleistung kann Hannover 96 wie im Vorjahr für die Europa League planen. Der Fußball-Bundesligist gewann beim polnischen Meister Slask Breslau das Hinspiel der vierten Qualifikationsrunde am Ende hochverdient mit 5:3 (3:1)

Dabei steckten die im Angriff starken, in der Verteidigung aber anfälligen Niedersachsen nach einer 3:1-Führung auch eine Schwächephase und den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 3:3 weg. Leon Andreasen (7./81. Minute), Jan Schlaudraff (25.), Lars Stindl (40.) und Manuel Schmiedebach (85.) schossen mit ihren sehenswert herausgespielten Treffern das Team von Trainer Mirko Slomka zum Sieg.

"Mit drei Gegentoren war das einerseits ein bitteres Spiel, wir sind aber auch frisch und fröhlich nach vorne gerannt", resümierte Slomka nach der abwechslungsreichen und turbulenten Partie. Die Treffer durch Tomasz Jodlowiec (34.), Sylwester Patejuk (54.) und Przemyslaw Kazmierczak (61.) dürften für den zweimaligen polnischen Titelträger zu wenig sein, um Hannover noch vom Kurs abzubringen. "Das ist schon ein tolles Ergebnis", sagte 96-Präsident Martin Kind.

Allerdings muss sich 96 beim Bundesliga-Auftakt gegen den FC Schalke 04 am Sonntag in der Defensive gehörig steigern, um nicht mit einem Misserfolg in die Jubiläumssaison zu starten. Denn die ansehnlichen Angriffe übertünchten im EM-Stadion von Breslau teilweise kapitale Abwehrschwächen bei Hannover.

Vor allem der brasilianische Neuzugang Felipe erwischte in der Innenverteidigung einen schwachen Tag im 96-Trikot. "Das waren heute gute Warnungen", sagte Slomka. Und auch Doppel-Torschütze Andreasen sprach davon, dass solch "persönliche Fehler nicht passieren dürfen".

Rok Elsner (5.), Kapitän Sebastian Mila mit einem Freistoß (9.) oder Lukasz Gikiewicz (30.) scheiterten in aussichtsreichen Positionen. Auf der anderen Seite des Spielfeldes dagegen ging Slomkas Taktik voll auf. Mit schnellen Vorstößen in die Spitze überrumpelten Schlaudraff & Co. ein ums andere Mal die Hintermannschaft der Gastgeber. Die rund 1700 mitgereisten Hannover-Fans mussten ihren Ausflug nicht bereuen.

Erfreulich auch, dass die befürchteten Auseinandersetzungen zwischen gewalttätigen Fans beider Teams zunächst ausblieben. Bis zwei Stunden vor Spielbeginn gab es in der Breslauer Innenstadt keine Ausschreitungen. Allerdings zündeten mit Beginn der Partie einige Fans im 96-Zuschauerblock mehrere Leuchtfeuer und Böller. Damit droht den Niedersachsen erneut eine empfindliche Geldstrafe durch die UEFA. In der vergangenen Europa-League-Saison musste Hannover mehr als 60 000 Euro Strafe für den verbotenen Einsatz von Pyrotechnik zahlen.

Nach dem Wechsel änderte sich das sportliche Geschehen auf dem Rasen. Breslau spielte nun zielstrebiger und effektiver nach vorne - was auch prompt zum Erfolg führte durch Patejuk und Kazmierczak. Andreasen und Schmiedebach jedoch drehten die turbulente Partie wieder zugunsten der Hannoveraner. "Wir haben jetzt eine sehr gute Ausgangslage", betonte Torschütze Schlaudraff.

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