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2:2 gegen Bukarest: VfB schafft Trendwende nicht

20.09.2012, 21:02 Uhr | dpa

2:2 gegen Bukarest: VfB schafft Trendwende nicht. Tunay Torun (l) versucht Steauas Alexandru Chipciu zu stoppen.

Tunay Torun (l) versucht Steauas Alexandru Chipciu zu stoppen. (Quelle: dpa)

Stuttgart (dpa) - Latte, Pfosten und eine unsichere Abwehr haben Bundesliga-Fehlstarter VfB Stuttgart auf der internationalen Fußball-Bühne die erhoffte Trendwende versagt.

Im ersten Gruppenspiel der Europa League mussten sich die Schwaben vor 17 155 Zuschauern in der Mercedes Benz-Arena mit einem 2:2 (1:1) gegen Steaua Bukarest begnügen und bleiben auch im fünften Pflichtspiel nacheinander ohne Sieg. Vedad Ibisevic (5. Minute) und Georg Niedermeier (85.) mit dem späten Ausgleich trafen am Donnerstag für den VfB, Alexandru Chipciu (6.) und Raul Rusescu (80./Foulelfmeter) waren für die Rumänen erfolgreich. "Das ist kein Befreiungsschlag, aber wir sind nicht in der Krise", sagte Cacau. "Es waren gute Ansätze da."

Der Nationalstürmer und Tunay Torun verpassten mit insgesamt dreimal Latte und Pfosten das ersehnte Erfolgserlebnis für die Stuttgarter, die ihr zweites Spiel in der Gruppe E am 4. Oktober bei Molde FK in Norwegen bestreiten. "Heute waren die Schwankungen extrem groß", sagte Trainer Bruno Labbadia über die Großchancen und die Aussetzer seiner Defensive.

"Wir haben eine Menge Torchancen gesehen in der zweiten Halbzeit. Die Mannschaft hat Moral gezeigt. Das Glück wird auch wieder zurückkommen", sagte VfB-Sportdirektor Fredi Bobic im TV-Sender Sky. "Wir hatte Chancen für drei Spiele", bilanzierte Torschütze Niedermeier etwas enttäuscht.

Nach dem ernüchternden Liga-Auftakt mit nur einem Tor und einem Punkt aus drei Spielen kamen die Schwaben auch gegen den 23maligen rumänischen Meister nur schwer in die Gänge. Dabei hatte Ibisevic mit seinem vierten Treffer im laufenden Wettbewerb eigentlich die Grundlage für den ersehnten Befreiungsschlag geschaffen. Der in der Liga gesperrte Bosnier köpfte eine Flanke von Tamas Hajnal vollkommen unbedrängt zum 1:0 ein. Die Freude der Stuttgarter währte allerdings kaum länger als eine Minute. Dann nutzte Chipciu eine von zahlreichen Unaufmerksamkeiten der Abwehr zum schnellen Ausgleich für die Gäste.

Die Defensive des Bundesliga-16 leistete sich haarsträubende Aussetzer. Vor allem Niedermeier und Maza produzierten Fehlpässe, die den Gegner zu schnellen Attacken förmlich einluden. Auch Gotoku Sakai war ein großer Unsicherheitsfaktor. In der Offensive hatte Labbadia Martin Harnik überraschend auf der Bank gelassen, dafür besetzten Torun und Cacau die Außenpositionen. Für Gefahr im Angriff sorgte zunächst aber allein Ibisevic, der in der 33. Minute mit einem Kopfball an Torhüter Ciprian Tatarusanu scheiterte. Kurz darauf köpfte Maza eine Hajnal-Ecke drüber (38.).

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Labbadias Elf das Tempo und spielte endlich druckvoller. Bei einer Doppelchance für Cacau und Torun verhinderten Latte und Pfosten das mögliche 2:1 (53.) für den VfB, dessen Hintermannschaft bei den schnell vorgetragenen Angriffen der Rumänen aber weiter bedenklich wackelte. In der 68. Minute wurde Cacau endgültig zum Pechvogel des Abends, als er nach Zuspiel des eingewechselten Shinji Okazaki erneut an der Latte scheiterte. Ein Foul von Maza im Strafraum führte schließlich zum 1:2, doch Niedermeier rettete den Hausherren mit seinem Kopfballtor zumindest einen Zähler.

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