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Europa League: Hannover 96 erkämpft sich Punkt in Enschede

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Hannover 96 fantastische Serie hält

20.09.2012, 23:07 Uhr | dpa

Europa League: Hannover 96 erkämpft sich Punkt in Enschede. Sergio da Silva Pinto (li.) und Twentes Willem Janssen schenken sich nichts. (Quelle: Reuters)

Sergio Pinto (li.) und Twentes Willem Janssen schenken sich nichts. (Quelle: Reuters)

Hannover 96 hat mit einem Kraftakt die erste Europokalniederlage in dieser Saison verhindert und seine fantastische Serie fortgesetzt. Nach einem 0:2-Rückstand kam der Tabellendritte der Bundesliga beim niederländischen Liga-Spitzenreiter FC Twente Enschede noch zu einem 2:2 (0:1).

Dank zweier Treffer binnen sechs Minuten durch den eingewechselten Artur Sobiech (67.) und einem Eigentor von Peter Wisgerhof (73.) blieben die in der ersten Halbzeit überforderten Gäste auch im neunten Pflichtspiel in dieser Saison ungeschlagen. Willem Janssen (7.) und Nacer Chadli (54.) hatten die Hausherren vor 22.500 Zuschauern im Stadion De Grolsch Veste in Führung gebracht.

Für den Viertelfinalisten der vergangenen Saison aus Hannover begann das Spiel mit einer Schrecksekunde: Nicht mal eine Minute war gespielt, da trumpften die Hausherren auf, angeführt wie auch in der Folgezeit von Dusan Tadic. Der Serbe schickte einen Steilpass Richtung Hannover-Kasten. Bei der anschließenden Direktabnahme traf Luc Castaignos aber nur das Außennetz.

Abdellaoue allein auf weiter Flur

Schon jetzt wurde deutlich: Mirko Slomkas Entscheidung, sein siegreiches Team vom Bremen-Spiel zu wechseln und Felipe für Karim Haggui auf die halblinke Abwehrposition zu stellen, war kein glücklicher Zug. Denn auch beim frühen Tor durch Janssen wirkte der Brasilianer indisponiert. Und seine Mitspieler blieben gegen die weit aufrückenden Niederländer in der ersten Hälfte absolut wirkungslos. Der auch neu in die Startelf gerückte Mohammed Abdellaoue bekam im Angriff kaum Zuspiele, geschweige denn eine Chance.

Anders die Gastgeber, die ihre stolze Bilanz von elf Europapokal-Heimspielen - neun Siege und zwei Remis - aufpolieren wollten. Nach dem Führungstreffer vergaben sie binnen sieben Minuten jedoch drei Riesenchancen: Der überragende Tadic scheiterte mit einem Kopfball und einem Lupfer, der auf dem Tornetz landete (14./18.). Nach einem erneuten Stellungsfehler von Felipe zielte auch Castaignos (21.) mit seinem Lob über über den herausgeeilten Torwart nicht genau genug.

Hannovers Tormaschine mit Problemen

Slomka reagierte wenig später, nahm nach einer halben Stunde Sergio da Silva Pinto aus der Partie und brachte Adrian Nikci für die rechte Außenseite. Lars Stindl rückte noch mit ins zentrale Mittelfeld. Danach standen die Hannoveraner zumindest nicht mehr so unter Druck. Mehr als ein harmloser Freistoß von Szabolcs Huszti (33.) und ein Kopfballversuch im Fünfmeterraum von Felipe (42.) sprang für die 96er aber nicht heraus. Und das, nachdem die Niedersachsen bei ihren vergangenen vier Siegen auf dem Weg in die Gruppenphase 15 Tore erzielt hatten.

Zieler hält den Punkt fest

Also brachte Slomka nach dem Seitenwechsel Artur Sobiech, Abdellaoue musste weichen. Aber zuerst legte Enschede, das vom ehemaligen Bundesliga-Coach Steve McClaren trainiert wird, nach: Der Chadli-Freistoß von der linken Seite wurde noch von Jan Schlaudraff unhaltbar abgefälscht.

Dann schlug jedoch der eingewechselte Sobiech zu. Ein Rettungsversuch der Holländer landete vor seinen Füßen, aus 14 Metern schob er den Ball ins Tor. Nur wenig später lenkte Wisgerhof eine Flanke von Konstantin Rausch ins Tor. Hannover machte weiter Druck, zum Siegtreffer reichte es nach vier Erfolgen in Serie in der Qualifikation aber nicht mehr. Vielmehr hielt Nationalkeeper Ron-Robert Zieler in der Nachspielzeit noch den Punkt fest.

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