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Europa League: Hannover 96 siegt dank Treffer in der Nachspielzeit

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Hannover erlebt Achterbahn der Gefühle

25.10.2012, 21:07 Uhr | dpa

Europa League: Hannover 96 siegt dank Treffer in der Nachspielzeit. Spätes Glück für Hannover 96. (Quelle: dpa)

Spätes Glück für Hannover 96. (Quelle: dpa)

Im eiskalten Helsinborg hat sich Hannover 96 zu einem wichtigen Sieg in der Europa League gezittert. In einer turbulenten Nachspielzeit sicherte Didier Ya Konan (90.+3) mit seinem Tor in letzter Sekunde den glücklichen 2:1 (1:0)-Sieg beim schwedischen Meister und Pokalsieger Helsingborg IF. Nur zwei Minuten zuvor hatte Alvaro den Ausgleich für die Gastgeber erzielt. Mame Diouf hatte Hannover in der Partie bei niedrigen Temperaturen und phasenweise Schneefall schon in der zwölften Minute in Front gebracht.

Durch den zweiten Erfolg im dritten Spiel verteidigten die 96er mit sieben Punkten ihre Führung in der Gruppe L vor UD Levante (6), Twente Enschede (2) und den Schweden (1) und machten einen Riesenschritt Richtung Zwischenrunde. Großes Manko der Niedersachsen war vor nur 8300 Zuschauern - darunter 3000 Fans aus Hannover - die schlechte Chancenauswertung - die sich beinahe rächte.

Offensivfußball wird schnell belohnt

96-Trainer Mirko Slomka hatte voll auf Offensive gesetzt. Er beorderte Mame Diouf und Mohammed Abdellaoue in die Spitze, Ya Konan unterstützte die beiden dahinter. Im Mittelfeld sollten Sergio da Silva Pinto und Szaboics Huszti das Angriffsspiel organisieren.

Slomkas Taktik ging auf. Von Beginn an hatten die Niedersachsen die Partie im Griff. In der 12. Minute machte sich die Überlegenheit schon bezahlt: Nach einem Eckball von Huszti ließ Diouf mit seinem Kopfball Helsingborgs Keeper Pär Hansson keine Chance.

Zieler verlebt eine kalte erste Halbzeit

Danach nahm sich Hannover eine kleine Auszeit, ohne aber von den Schweden in Bedrängnis gebracht zu werden. Als die Gäste das Tempo wieder anzogen, kamen sie zu weiteren Chancen. Nur der erfolgreiche Torabschluss fehlte: Einen Kopfball von Mario Eggimann (25.) nach einem erneuten Eckball von Huszti parierte Hansson, Husztis Schuss (34.) flog nur um einen halben Meter vorbei.

Abstimmungsprobleme gab es ab und zu in Hannovers umformierter Abwehr. Christian Schulz, erstmals seit seiner Verletzung im August wieder dabei, musste den gesperrten Karim Haggui ersetzen und bildete mit Eggimann die Innenverteidigung. Gefährlich wurde es in Halbzeit eins nur einmal: Nikola Djurdjic (40.) köpfte aus kurzer Entfernung Nationaltorhüter Ron-Robert Zieler an.

Immer stärker werdender Schneefall

Auch nach dem Wechsel änderte sich das Bild nicht. Hannover dominierte, ging aber leichtfertig mit seinen Möglichkeiten um. Gleich zweimal binnen weniger Sekunden scheiterten Diouf und Huszti (51.) kläglich am starken Helsingborg-Schlussmann.

Die Nachlässigkeiten des Bundesligisten rächten sich beinahe. Bei zunehmenden Schneefall verlor 96 mehr und mehr den Überblick: Djurdjic (59.) verzog aus aussichtsreicher Position, erneut Djurdjic, Alvaro und Alejandro Bedoya (73.) vergaben eine Dreifach-Möglichkeit, wieder Alvaro setzte den Ball per Kopf knapp neben den Pfosten (82.). In der Nachspielzeit machte er es besser und sorgte mit seinem Treffer für Jubel bei den Schweden. Doch Hannover schlug durch Ya Konan zurück.

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