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Stuttgart droht nach 0:0 gegen Kopenhagen Aus

25.10.2012, 22:58 Uhr | dpa

Stuttgart droht nach 0:0 gegen Kopenhagen Aus. Stuttgarts Kapitän Serdar Tasci (l) wird von Thomas Delaney verfolgt.

Stuttgarts Kapitän Serdar Tasci (l) wird von Thomas Delaney verfolgt. (Quelle: dpa)

Stuttgart (dpa) - Ideenlos und in der Europa League weiter sieglos: Dem VfB Stuttgart droht nach einem enttäuschenden 0:0 gegen den FC Kopenhagen das frühe Aus schon nach der Gruppenphase.

Nach dem uninspirierten Auftritt gegen Dänemarks äußerst defensiven Rekordmeister bleibt der VfB mit nur zwei Punkten aus drei Spielen Letzter der Gruppe E. Spitzenreiter ist Steaua Bukarest mit sieben Punkten, Kopenhagen folgt mit vier Punkten, die Norweger aus Molde haben dank ihres Erfolges über den VfB drei Zähler.

"Wir haben gesagt, wir brauchen drei Siege. Wir haben noch drei Spiele. Jetzt müssen wir alle drei gewinnen", sagte VfB-Sportdirektor Fredi Bobic zur Ausgangslage. Besonders erregte sich Bobic über eine Szene aus der 48. Minute, als Gäste-Torhüter Johan Wiland einen Schuss von Vedad Ibisevic abprallen ließ. Der eingewechselte Tunay Torun kam beim Nachsetzen gegen Wiland zu Fall, bekam aber keinen Elfmeter, sondern die Gelbe Karte für eine angebliche Schwalbe (48.).

"Warum soll ich mich als Spieler da hinschmeißen? Der kann den Ball ins Tor schießen", sagte Bobic und schimpfte auf den Torrichter, der das Geschehen aus kurzer Entfernung am besten beobachten konnte: "Der steht daneben und guckt dumm zu." Das Geld für mittlerweile sechs Unparteiische könne sich die UEFA sparen.

Zwar zeigte der VfB nach der Pause mehr Engagement, die lediglich 15 300 Zuschauer sahen aber eine Partie mit nur wenigen Höhepunkten. Die Gastgeber konnten nicht an ihre gute Leistung vom 1:0-Erfolg in der Fußball-Bundesliga in Hamburg anknüpfen. "Wir haben nie den sauberen Abschluss geschafft, wie wir es wollten", sagte Bobic.

Der Spitzenreiter der dänischen Liga verteidigte sehr geschickt und ließ kaum eine Lücke in der Defensive. Die Schwaben agierten viel zu statisch und wurden in Ansätzen nur gefährlich, wenn sie direkt spielten oder nach Ballgewinnen versuchten, schnell umzuschalten. Den Anspielen in die Spitze zu Ibisevic fehlte jedoch die Genauigkeit.

Die einzige Stuttgarter Möglichkeit der ersten Hälfte besaß der eifrige, aber wenig effektive Ibrahima Traoré, der aus 18 Metern den Ball nicht richtig traf (15.). Die Dänen waren genauso harmlos: Der Ex-Club des Stuttgarter Mittelfeldstrategen William Kvist fiel nur auf, als Cesar Santin vor dem Tor den Ball verpasste (41.). Nach der Pause rettete Kvist gegen den frei stehenden, aber zu zögerlichen Thomas Kristensen (53.).

Nach 20 Minuten der zweiten Hälfte verfiel der Tabellen-Zwölfte der Bundesliga wieder in den Trott der ersten Halbzeit. Auch Ibisevic konnte keine Akzente setzen, obwohl seine Mitspieler verstärkt versuchten, den Bosnier einzusetzen. Die Flanken der Kollegen erreichten ihn jedoch weiterhin nicht.

Eine Prüfung für Torwart Wiland gab es erst wieder durch einen Schuss von Cristian Molinaro (70.). Auch den Versuch des aktiven und um mehr Belebung bemühten Torun parierte der Keeper (78.). Mehr brachten die vergeblich anrennenden Gastgeber nicht zustande.

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