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Hannover 96: Mit zwei blauen Augen in Europa League weiter

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Hannover 96: Mit zwei blauen Augen in Europa League weiter

09.11.2012, 12:13 Uhr | dpa

Hannover 96: Mit zwei blauen Augen in Europa League weiter. Für Hannover 96 ist in der Europa League noch alles drin.

Für Hannover 96 ist in der Europa League noch alles drin. (Quelle: dpa)

Hannover (dpa) - Torwart Ron-Robert Zieler und Hannover 96 sind im Europa-League-Spiel gegen Helsingborgs IF mit zwei blauen Augen davongekommen. Der Nationalkeeper, weil ihn links ein Veilchen ziert. Der Bundesligaclub, weil er trotz eines Durchhängers vorzeitig die K.o.-Runde erreichte.

"Ein schöner Sieg war es nicht, aber die Freude wird kommen", kommentierte 96-Trainer Mirko Slomka das glückliche 3:2 (1:0). "Wir sind wahnsinnig stolz, dass wir wie im Vorjahr in der Europa League überwintern können."

Auch die Spieler schwankten nach dem Dusel-Sieg zwischen Frust und Freude. "Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht", sagte Christian Schulz zu den hanebüchenen Fehlern nach einer 2:0-Führung. "Da haben wir nicht klug gespielt", gab Kapitän Steven Cherundolo zu. Andererseits waren alle Profis happy. "Das ist ein Riesending, dass wir nach vier Gruppenspielen schon durch sind", sagte Lars Stindl. "Super. Der große Vorteil ist, dass wir uns bis zur Winterpause ganz auf die Bundesliga konzentrieren können", ergänzte Cherundolo.

Sieben Siege und ein Remis hat Hannover 96 in den bisherigen acht Europa-League-Partien dieser Saison zu Buche stehen. Das ist eine imponierende Bilanz. Wohin die Europa-Reise im neuen Jahr geht, wird am 20. Dezember ausgelost. In den restlichen Gruppenspielen geht es gegen Twente Enschede und bei UD Levante um Platz Eins in der Gruppe L. "Wir wollen auch Gruppensieger werden, der Fokus liegt aber auf der Bundesliga", sagte Slomka.

Bereits am Sonntag muss sein Team beim VfB Stuttgart antreten, Abwehrfehler wie gegen die biederen Schweden darf sich 96 dabei aber nicht erlauben. Nach zwei Kopfballtreffern des überragenden Tor- Garanten Mame Diouf (3./49. Minute) nutzten die Gäste eine Phase der Unordnung durch Nikola Djurdjic (59.) und Alejandro Bedoya (67.) zum Ausgleich, ehe nach minutenlangen Protesten der Schweden ein umstrittener Foulelfmeter von Szabolcs Huszti (90.+1) zum Last-Minute-Sieg ins Tor trudelte.

"Es ist wichtig, dass 'Szabi' die Ruhe behalten und getroffen hat. Diesen Moment muss er aushalten, dafür ist er erfahren genug", sagte Slomka. Auch das Hinspiel in Helsingborg hatte Hannover erst in der Nachspielzeit 2:1 gewonnen. Der glückliche Ausgang der beiden Schweden-Krimis machte den Spielern Mut für den Auftritt in Stuttgart. "In der Bundesliga sind wir auswärts nicht so gut, aber wir fahren dorthin, um zu gewinnen", kündigte Cherundolo an.

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