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Hannover 96 geht gegen Anschi im Moskauer Kühlschrank unter

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Hannover 96 in Moskaus Kühlschrank eiskalt erwischt: 1:3 gegen Machatschkala

15.02.2013, 10:40 Uhr | dpa

Hannover 96 geht gegen Anschi im Moskauer Kühlschrank unter. Die Spieler von Anschi Machatschkala feiern den Sieg gegen Hannover 96.

Die Spieler von Anschi Machatschkala feiern den Sieg gegen Hannover 96. (Quelle: dpa)

Hannover 96 hat es bei der Kraftprobe im Moskauer Fußball-Kühlschrank eiskalt erwischt. Nach dem 1:3 (1:1) gegen Anschi Machatschkala muss der Bundesligist um den Einzug ins Achtelfinale der Europa League bangen.

Auf dem Kunstrasen des Luschniki-Stadions bekamen die Niedersachsen vom Milliardärs-Club aus dem Nordkaukasus um Superstar Samuel Eto'o nach ordentlichem Start gerade in der zweiten Halbzeit die Grenzen aufgezeigt und müssen sich im Rückspiel in einer Woche steigern, damit die eigene Europa-Reise weitergeht.

Szabolcs Huszti (22. Minute) hatte Hannover vor nur etwa 10 000 Zuschauern in Führung gebracht. Eto'o (34.), Odil Achmedow (48.) und Moubarak Boussoufa (64.) erzielten die Tore für die Russen, die sich in Marbella auf das Rückspiel in Hannover vorbereiten werden. Hannovers Torwart Ron-Robert Zieler hielt einen von Eto'o (59.) aufreizend lässig geschossenen Foulelfmeter und verhinderte so eine noch klarere Niederlage.

"Die taktischen Feinheiten von Anschi haben uns alles abverlangt", sagte Hannovers Trainer Mirko Slomka. "Wir sind dann in der zweiten Halbzeit massiv unter Druck geraten und konnten nich so gut dagegenhalten, wie wir wollten." Hannover nahm dem Anschi-Spiel zunächst den Schwung. Der Ball wurde gut in den eigenen Reihen gehalten. Gefahr sollte durch schnelle Vorstöße über den genesenen Mame Diouf und Ya Konan entstehen.

Perfekt lief dies beim Führungstreffer. Einen langen Ball von Christian Schulz legte Diouf für Huszti ab. Der ehemalige Russland-Legionär schoss aus etwa 20 Metern unter gütiger Mithilfe von Anschi-Torwart Wladimir Gabulow ein. Es war das erste Heimgegentor in der Europa League für die Russen.

Eto'o schien genervt. Immer wieder verhedderte sich der Kameruner in der Hannover-Defensive. Die Fans der Hausherren, aus der Teilrepublik Dagestan in der Konfliktregion Nordkaukasus in die russische Hauptstadt eingeflogen, hatten auch keinen rechten Spaß. In der riesigen Schüssel Luschniki-Stadion, in der rund 1200 Sicherheitskräfte im Einsatz, aber nur ganz wenige Blöcke gefüllt waren, waren nur die etwa 500 Fans aus Hannover zu hören: "La la la la la la la Europapokal".

Doch der Spaß der Niedersachsen war schnell vorbei. 35-Millionen-Euro-Transfer Willian passte von der rechten Seite in die Mitte. Eto'o stand frei und schob problemlos zu seinem vierten Europa-League-Tor ein. Nun drückten die Hausherren, nichts war mehr davon zu merken, dass Anschi durch die Pause der russischen Liga keine Spielpraxis hat. Glück hatte Hannover, dass eine Stolper-Notbremse von Johan Djourou an Eto'o nicht mit Platzverweis und Strafstoß geahndet wurde.

Der Druck der Russen setzte sich in der zweiten Halbzeit verstärkt fort. Und Achmedow hatte keine Mühe schnell zur Führung aus zwölf Metern einzuschieben. Nun feierten die Anschi-Fans. Nach Foul von Schulz an Eto'o hätten sie fast noch mehr Grund zum Jubeln gehabt, doch ihr Idol konnte Zieler beim Strafstoß mit einem arroganten Anlauf nicht verunsichern.

Dafür erhöhte Boussoufa den Vorsprung nach einer erneuten schnellen Kombination über die Flügel. Hannover hatte noch gute Chancen durch Mohammed Abdellaoue (74.), Sergio Pinto (81.), Artur Sobiech (87.) und Didier Ya Konan (90.+3), doch das erhoffte zweite Auswärtstor gelang nicht.

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