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Borussia Mönchengladbach: Verrücktes Spiel gegen Lazio Rom

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Verrücktes Spiel in Mönchengladbach: Drei Elfmeter und trotzdem nur Remis

15.02.2013, 10:43 Uhr | dpa

Borussia Mönchengladbach: Verrücktes Spiel gegen Lazio Rom. Gladbachs Tolga Cigerci (r) und Martin Stranzl ärgern sich über den späten Ausgleich.

Gladbachs Tolga Cigerci (r) und Martin Stranzl ärgern sich über den späten Ausgleich. (Quelle: dpa)

Mönchengladbach (dpa) - Borussia Mönchengladbach hat an einem völlig verrückten Fußball-Abend mit drei Foulelfmetern, einem Platzverweis und zwei späten Toren einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale der Europa League verpasst.

Durch ein Tor von Libor Kozak in der vierten Minute der Nachspielzeit trotzte Lazio Rom dem Bundesligisten ein 3:3 (1:0) ab. Mit einem Kunstschuss hatte Juan Arango die Hausherren Minuten zuvor auf die Siegerstraße gebracht, doch am Ende jubelten vor allem die Gäste aus Rom, die auf den verletzten Nationalspieler Miroslav Klose verzichten mussten.

Der Borussia dürfte nun in einer Woche in Italien nur mit einem Sieg der erstmalige Einzug in ein Europacup-Achtelfinale seit 18 Jahren gelingen. Martin Stranzl hatte Gladbach per Foulelfmeter (17.) in Führung gebracht, doch Sergio Floccari (57.) und Kozak (64.) trafen für die Gäste. Nach einem Foul im Strafraum und der zweiten Gelben Karte musste Lazios André Dias vom Feld (68.), den fälligen Strafstoß konnte Stranzl aber nicht im Tor unterbringen. Beim dritten Elfmeter für die Hausherren machte es Thorben Marx besser (84.).

"So ein Gegentor darf nicht passieren. In so einer Minute und so einer Situation darf man nicht den Kopf verlieren", haderte Gladbachs Torhüter Marc-André ter Stegen nach dem späten Ausgleich. "So ein Treffer in der letzten Sekunde ist immer bitter", meinte auch Marx.

Gegen den bis dato stärksten Gegner in der Europa League spielte die Elf von Lucien Favre anfangs mutig nach vorne und wurden früh belohnt. Nach einem klaren Foul von Dias an Patrick Herrmann übernahm Kapitän Stranzl Verantwortung und hämmerte den Ball mit Wucht zentral ins Tor. Lazio-Schlussmann Federico Marchetti war chancenlos.

Auch kurz vor der Pause war der Schlussmann der Römer bei einem Freistoß von Arango geschlagen - aber der Pfosten stand dem 2:0 der Hausherren im Weg. Zudem war Herrmann in dieser Szene überrascht vom Abpraller und konnte keinen Druck hinter den Ball bringen (41.).

Die Gäste aus Italien versteckten sich auch ohne Klose nicht. In der 24. Minute prüfte Hernanes Gladbachs Keeper mit einem Freistoß, Klose-Ersatz Floccari hätte in der 38. Minute per Kopf beinahe sein sechstes Tor in acht Spielen bejubeln dürfen. Aber der deutsche Nationalspieler ter Stegen war erneut zu Stelle.

Es sollte im ersten Europapokal-Spiel der Borussen gegen eine italienische Mannschaft seit 33 Jahren nicht der einzige Duell Floccari gegen ter Stegen bleiben - nach dem Seitenwechsel stand es in dem Duell 1:1. Bei einer Flanke wurde der Stürmer im Strafraum sträflich freigelassen und vollendete volley unter die Latte.

Der Ausgleich war verdient, das Team von Coach Vladimir Petkovic war selbstbewusster und cleverer aus der Kabine gekommen. Vor allem die Einwechslung von Kozak machte sich bezahlt - nach einer weiteren schwachen Leistung der Borussia-Innenverteidiger köpfte der Tscheche sein sechstes Tor im Wettbewerb und die Führung.

Obwohl geschockt, hatten die Hausherren fast postwendend die Chance zum Ausgleich, nachdem Dias Stranzl im Strafraum zu Fall brachte, mit Gelb-Rot vom Platz flog und es einen weiteren Strafstoß für die Favre-Elf gab. Aber diesmal scheiterte der Österreicher. Dann überschlugen sich die Ereignisse in der Schlussphase - und nach dem späten Schock gab es bei den Borussen nur noch lange Gesichter.

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