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VfB Stuttgart steht nach Pleite gegen Lazio Rom vor Europa-League-Aus

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VfB vor dem Aus in der Europa League

08.03.2013, 07:14 Uhr | t-online.de, dpa

VfB Stuttgart steht nach Pleite gegen Lazio Rom vor Europa-League-Aus. Enttäuschung pur: Stuttgarts Shinji Okazaki (Quelle: dpa)

Enttäuschung pur: Stuttgarts Shinji Okazaki (Quelle: dpa)

Für den VfB Stuttgart ist das Viertelfinale in der Europa League in weite Ferne gerückt. Die Schwaben unterlagen vor 28.057 Zuschauern in der heimischen Mercedes-Benz-Arena Lazio Rom mit 0:2 (0:1) und haben damit nur noch geringe Chancen, doch noch die nächste Runde zu erreichen. Honorato Campos Ederson brachte die Gäste in der 21. Minute in Führung. Ogenyi Onazi erhöhte nach einem Konter (56.).

Europa League - Video
Bittere Heimpleite für schwache Stuttgarter

Alle Tore und Highlights der Partie gegen Lazio Rom. zum Video

Nach der schwachen Vorstellung müssen die Stuttgarter in einer Woche vor einer Geisterkulisse im Stadio Olimpico mindestens drei Tore schießen, um weiterzukommen. Wenigstens ist dann VfB-Torjäger Vedad Ibisevic nach verbüßter Gelbsperre wieder dabei. Zumindest Stuttgarts Sportdirektor Fredi Bobic hat die Hoffnung auf ein Weiterkommen noch nicht aufgegeben. "Wir fahren nicht nach Rom, um uns das Kolosseum anzuschauen oder das leere Stadion. Wir haben noch eine Chance, aber dafür brauchen wir ein perfektes Spiel", sagte Bobic.

Macheda ersetzt Ibisevic

Zwei Wochen nachdem Lazio die Borussia aus Mönchengladbach aus dem Wettbewerb geworfen hatte, erteilten die ohne den verletzten Miroslav Klose angetretenen Römer dem letzten im Europa-League-Wettbewerb verbliebenen Bundesligisten eine Lehrstunde. Das Team von Trainer Vladimir Petkovic überzeugte durch spielerische Geschlossenheit, Disziplin und auch individuelle Klasse.

Beim VfB ersetzte Winterzugang Federico Macheda den gelbgesperrten Ibisevic. Der Italiener rückte gegen seinen ehemaligen Klub erstmals in die Stuttgarter Anfangsformation. Ebenfalls sein Startelf-Debüt feierte Alexandru Maxim. "Ich hoffe, dass die beiden Schwung mit reinbringen", hatte Trainer Bruno Labbadia noch vor dem Spiel gesagt.

Bobic: "Aus dem Nichts ein Tor gemacht"

Zunächst schien die Rechnung aufzugehen. Der VfB hatte die ersten beiden Chancen in der ersten Viertelstunde. In der neunten Minute vergab Ibrahima Traoré mit einem Fernschuss, sechs Minuten später scheiterte der Japaner Shinji Okazaki mit einem Flugkopfball am starken italienischen Nationaltorhüter Federico Marchetti.

Wie es geht, zeigten dann die nach der 0:3-Klatsche beim AC Mailand in der italienischen Liga gleich auf fünf Positionen veränderten Römer. Der Brasilianer Ederson nutzte eine Unachtsamkeit in der Stuttgarter Abwehr von William Kvist und Arthur Boka. Eiskalt verwandelte er mit einem satten Schuss ins rechte obere Tor-Eck. "Sie haben aus dem Nichts ein Tor gemacht", klagte Bobic.

Ulreich verhindert ein Debakel

Für den beim VfB stark aufspielenden rumänischen Nationalspieler Maxim war das Spiel nach 39 Minuten beendet. Nach einem rüden Foul des Brasilianers Hernanes musste er mit Nasenbeinbruch und Gehirnerschütterung durch den zuletzt noch nicht einmal zum Kader gehörenden Ungarn Tamas Hajnal ersetzt werden. Okazaki hätte kurz vor der Pause nach neuerlicher Gentner-Vorlage den Ausgleich schaffen können. Doch sein Schuss ging ganz knapp links neben das Tor.

Auch nach dem Wechsel agierten die Italiener bei den über weite Strecken gar nicht so schlecht spielendenden Schwaben eiskalt und abgebrüht. Allerdings taten die Römer nicht mehr als notwendig. Kurz nachdem Labbadia die Offensive verstärkt hatte und Martin Harnik für Kvist gekommen war, schlugen die Gäste erneut zu. Onazi stürmte von der Mittellinie los, spielte Christian Gentner und Antonio Rüdiger aus, Torhüter Sven Ulreich war gegen seinen Schuss chancenlos. Stuttgart kämpfte zwar weiter, doch am Ende hatten die Schwaben Glück, dass die Niederlage nicht noch höher ausgefallen war. Ulreich verhinderte mit Glanzparaden ein Debakel.

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