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Europa League: VfB und Frankfurt in der Ferne in der Krise

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Europa League  

VfB und Frankfurt spielen in der Ferne gegen die Krise

21.08.2013, 15:45 Uhr | dpa

Europa League: VfB und Frankfurt in der Ferne in der Krise. Stuttgarts Christian Gentner: "Wir wollen und müssen diese Hürde nehmen." (Quelle: imago/Ulmer)

Stuttgarts Christian Gentner: "Wir wollen und müssen die Hürde Rijeka nehmen." (Quelle: Ulmer/imago)

Nach ihrem Bundesligafehlstart begeben sich Eintracht Frankfurt und der VfB Stuttgart in Europa-League-Therapie. Mit Erfolgen gegen Außenseiter aus Aserbaidschan und Kroatien wollen die Teams von Armin Veh und Bruno Labbadia Selbstvertrauen für die deutsche Eliteklasse sammeln.

Eintracht startet ins Abenteuer Europa

Die Frankfurter Kicker betreten in Karabakh Neuland.

Die Frankfurter Kicker betreten in Karabakh Neuland.


Aber vor allem wollen beide Teams den Grundstein für das Erreichen der Gruppenphase in dem Wettbewerb legen. Denn es geht um einige Millionen Euro für beide Teams.

Bobic weiß, was auf den VfB zukommt

Wild entschlossene Frankfurter hoffen nach sieben Jahren Abstinenz bei FK Karabach Agdam ein erfolgreiches Comeback in Europa (Donnerstag, ab 17.45 Uhr im t-online.de Live-Ticker). Der VfB muss im Playoff-Hinspiel bei HNK Rijeka, dem ehemaligen Klub von Sportvorstand Fredi Bobic, auch das Vertrauen der Fans zurückgewinnen (Donnerstag, ab 20.15 Uhr im t-online.de Live-Ticker).

Und das vor malerischer Kulisse. Denn allein die rund 50 Meter hohe Felswand am Stadion entwickelt eine besondere Wirkung. Bobic weiß, wovon er spricht. Schließlich beendete der Sportvorstand des VfB in Rijeka seine aktive Laufbahn. Während seines rund sechsmonatigen Ausflugs in den kroatischen Fußball 2006 bekam er oft genug die Gelegenheit, die Stimmung in diesem an der Adria geografisch so außergewöhnlich eingebetteten Stadion mitzuerleben. Das flößt Respekt ein.

Gentner: "Wollen letzten Schritt machen"

"Durch den Felsen hallt es im Stadion wahnsinnig. Die Rijeka-Fans machen richtig Rambazamba", sagte Bobic vor dem Playoff-Hinspiel. "Das Wichtigste wird sein, einen Sieg zu holen", betonte er. Die Europa League sei eine ideale Bühne, um sich Selbstvertrauen zu holen, um dann auch am Sonntag in der Bundesliga beim ebenfalls noch punktlosen FC Augsburg einen Erfolg zu feiern.

Stuttgarts Coach Labbadia muss weiter auf Serdar Tasci (Einriss des Außenmeniskus im linken Knie) verzichten. Doch auch ohne den Kapitän soll es am Weiterkommen gegen den Dritten der kroatischen Liga keine Zweifel geben. "Wir wollen den letzten Schritt fix machen", sagte Christian Gentner. "Wir wollen und müssen diese Hürde nehmen. Das ist Ziel und Pflicht."

Frankfurts Veh warnt vor Agdam

Unter Druck stehen auch die Frankfurter. Nach dem verpatzten Bundesligastart mit den Niederlagen gegen Aufsteiger Hertha BSC und Meister Bayern München kommt dem Tabellenletzten der Trip ans Kaspische Meer gegen den Vizemeister auch sportlich nicht ungelegen. "Das ist ein wichtiges Spiel, in dem du dir wieder mal ein Erfolgserlebnis holen kannst", sagte Sportdirektor Bruno Hübner.

Doch Vorsicht ist geboten, denn den Spielern fehlt jegliche Erfahrung im Europacup. Nicht nur deshalb könnte sich die Aufgabe beim vermeintlichen Fußball-Zwerg schwieriger gestalten als allgemein erwartet. Zumindest warnte Veh: "Wir müssen auf der Hut sein. Karabach hört sich so exotisch an, aber so schlecht sind die gar nicht. Der Gegner ist viel besser, als viele glauben."

Für Frankfurt geht es um mindestens fünf Millionen Euro

Die Eintracht will nicht mit leeren Händen zurückkehren. Die lukrative Gruppenphase ruft. "Der Traum von Europa ist groß, sowohl bei den Spielern als auch den Fans", betonte Finanz-Vorstand Axel Hellmann. Auch finanziell geht es um viel. "Sollten wir die Gruppenphase erreichen, können wir zusätzlich mindestens fünf Millionen Euro verdienen. Bei unserem schlanken Etat ist jede Zusatzeinnahme ganz entscheidend, denn sie eröffnet uns für die Zukunft Spielräume", erklärte Hellmann.

Immerhin haben die Hessen gerade erst mehr als drei Millionen Euro für den Transfer von Vaclav Kadlec an Sparta Prag überwiesen. Der Tscheche ist noch nicht spielberechtigt und fehlt wie der verletzte Außenverteidiger Sebastian Jung.

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