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Fußball  

Eintracht will letzten Schritt in Gruppenphase gehen

28.08.2013, 17:11 Uhr | dpa

Eintracht will letzten Schritt in Gruppenphase gehen. Armin Veh mahnt vor zu lockerer Stimmung.

Armin Veh mahnt vor zu lockerer Stimmung. (Quelle: dpa)

Frankfurt/Main (dpa) - Der Bundesliga-Fehlstart ist abgehakt, die Gruppenphase der Europa League so gut wie erreicht - und doch gibt Armin Veh in diesen Tagen den Grantler.

Dem Trainer von Eintracht Frankfurt schmeckt es überhaupt nicht, dass außer ihm offenbar kaum jemand das Playoff-Rückspiel gegen FK Karabach Agdam am Donnerstag ernst nimmt. "Die Experten können das ja locker raushauen, aber für mich ist es nicht so. Wir haben ein Jahr daraufhin gearbeitet und müssen konzentriert sein", warnte Veh am Mittwoch. "Nur vom Reden ist noch keiner weitergekommen."

Trotz des beruhigenden 2:0-Polsters hat Veh daher im Vorfeld geheim trainieren lassen und der Mannschaft intensiv ins Gewissen geredet. "Der Trainer hat uns gewarnt, dass wir nicht sicher sein dürfen", sagte Stefan Aigner. Der Coach legte 24 Stunden vor der Partie noch einmal nach. "Ich weiß um die Gefahr. Ich warne ja nicht, weil ich ein griesgrämiger Kerl bin. Das bin ich nämlich nicht", betonte Veh.

Er kann wieder auf Kapitän Pirmin Schwegler bauen. "Bei ihm sieht es gut aus. Er wird dabei sein", kündigte Veh an. Der Schweizer Nationalspieler hatte wegen mangelnder Fitness in den letzten drei Spielen gefehlt. Ausfallen wird dagegen Stürmer Srdjan Lakic. Der Kroate laboriert an einem Hexenschuss, den er vor der Partie bei Eintracht Braunschweig erlitten hatte. "Er kann auf keinen Fall spielen. Da müssten wir schon die Massagebank ins Stadion schieben", sagte Veh. Da Neuzugang Vaclac Kadlec erst in der Gruppenphase eingesetzt werden darf, wird der Spanier Joselu als Spitze agieren.

Die Mannschaft hat Vehs mahnende Worte offenbar schnell verinnerlicht. "Wir müssen wieder das abrufen, was wir in den letzten Spielen gezeigt haben. Es ist ja nicht so, dass die nichts können. Wir dürfen nicht denken, dass wir mit 80 Prozent ans Ziel kommen", sagte Aigner.

Angesichts der Euphorie im Umfeld ist das leichter gesagt als getan. Fans und Vorstand waren sich schon nach dem Hinspiel sicher: Europa, wir kommen! Mit einer konzentrierten Leistung wollen die Hessen vor heimischer Kulisse nun den letzten Schritt gehen. "Wir werden voll draufgehen und das Publikum mitreißen", versprach Aigner. "Es ist einfach geil, in der Europa League spielen zu können."

Bayern (0:1), Baku (2:0), Braunschweig (2:0) - nach dem 1:6-Debakel zum Saisonauftakt bei Hertha BSC ist die Eintracht zuletzt immer besser in Schwung gekommen. "Jetzt sind wir in der Saison drin. Wir überzeugen läuferisch und kämpferisch - und sind spielerisch auch nicht blind", befand Aigner.

Der Mittelfeldspieler bekommt glänzende Augen, wenn er über den internationalen Wettbewerb spricht. "Für mich ist das etwas ganz Besonderes. Ich komme aus der zweiten Liga und spiele schon in meiner zweiten Saison bei der Eintracht in der Europa League. Deshalb wäre es ein Traum, wenn wir in die Gruppenphase einziehen." Ernsthaft zweifeln tut daran wohl selbst Veh nicht. "Natürlich wollen wir gewinnen", verkündete er das Ziel.

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