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Eintracht Frankfurt erlebt gegen Porto bitteres Aus in Europa League

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Krimi in der Europa League  

Eintracht nach Sechs-Tore-Drama ausgeschieden

28.02.2014, 07:34 Uhr | t-online.de, dpa

Eintracht Frankfurt erlebt gegen Porto bitteres Aus in Europa League. Frankfurts Alex Meier (re.) im Duell mit Portos Danilo. (Quelle: AP/dpa)

Frankfurts Alex Meier (re.) im Duell mit Portos Danilo. (Quelle: AP/dpa)

Es war ein Europacup-Drama mit ganz bitterem Ausgang für Eintracht Frankfurt: Die Eintracht führte im Zwischenrunden-Rückspiel der Europa League gegen den FC Porto 2:0 und 3:2 und flog doch noch raus. Am Ende hieß es 3:3 (1:0) gegen die Portugiesen, denen dieses Remis nach dem 2:2 im Hinspiel reichte.

Frankfurt hatte durch Stefan Aigner (37.) und Alex Meier (52.) 2:0 vorn gelegen. Dann wurde es ein Krimi: Eliaquim Mangala brachte die Gäste mit seinem Doppelpack wieder ins Spiel (58., 71.) - die Verlängerung drohte. Meier schlug in der 76. Minute zum zweiten Mal zu. Doch Porto hatte noch einen im Köcher: Nabil Ghilas schoss vier Minuten vor dem Abpfiff den erneuten Ausgleich.

"So eine unglückliche Niederlage habe ich überhaupt noch nie gesehen. Es ist ganz bitter. Fußball kann manchmal grausam sein, und heute war das der Fall", war Vorstandschef Heribert Bruchhagen fassungslos. "Wenn du drei Tore gegen Porto schießt und zweimal führst und es dann doch nicht reicht, ist das schon sehr, sehr bitter", sagte Torwart Kevin Trapp.

Erste Gelegenheit durch Flum

Auch ohne den verletzten Mittelfeldantreiber Sebastian Rode begann die Eintracht engagiert und offensivfreudig. Auf der Position des künftigen Bayern-Profis spielte Johannes Flum - und hatte nach gut 25 Minuten die erste große Torchance für die Gastgeber, verzog aber deutlich.

In einem packenden Europapokal-Spiel dauerte es nur zwei Minuten bis zur nächsten Tormöglichkeit. Hector Herrera vergab aus Nahdistanz per Kopf (29.). Als es gerade etwas ruhiger zu werden schien, starteten die Frankfurter einen wunderbaren Angriff über mehrere Stationen. Tranquillo Barnetta legte ein Zuspiel von Pirmin Schwegler per Hacke auf Sebastian Jung. Dessen Flanke von der rechten Außenbahn legte Meier per Kopf auf Aigner ab. Dieser überwand Portos Keeper Helton halb mit der Sohle, halb mit dem Außenrist.


Glücklich, aber nicht unverdient

Aber die nominell stärker besetzten Portugiesen blieben permanent gefährlich. Danilo prüfte Trapp noch vor dem Wechsel mit einem Schlenzer aus der Distanz. Mit der etwas glücklichen, aber nicht unverdienten 1:0-Führung im Rücken startete der Bundesliga-Dreizehnte in die zweite Hälfte.

Und es ging vielversprechend weiter. Nach feinem Zuspiel von Aigner versuchte es Joselu aus der Distanz per Direktabnahme, schoss aber knapp über das Tor (47.). Fünf Minuten später führte ein weiterer sehenswerter Angriff zum 2:0. Carlos Zambrano bediente Barnetta mit einem weiten Pass. Der Schweizer legte quer auf Meier, der nur noch ins leere Tor schieben musste.


Fans gedanklich schon in Turin

"Turin, Turin, wir fahren nach Turin", skandierten die euphorisierten Eintracht-Fans in Anspielung auf das Europa-League-Endspiel am 14. Mai. Doch Porto gab nicht auf. Nach Flanke von Ricardo Quaresma ließ Mangala Trapp keine Abwehrmöglichkeit. Kurz darauf war er bei einem Schuss von Maicon zur Stelle (62.). Das mögliche 3:1 hatten die Hessen zwei Minuten zuvor verpasst, als Varela den Schuss von Jung auf der Linie abblockte.

Danach wurde es verrückt: Mangala sorgte für den Ausgleich, den Meier per Volley-Aufsetzer wieder konterte. In der 86. Minute passten die Gastgeber in der Defensive nicht auf, Ghilas brachte sein Team in die nächste Runde. Daran änderte auch die über vierminütige Nachspielzeit nichts mehr.

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