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"Nachspielzeit war eine Frechheit"  

Juve-Coach verteufelt Schiedsrichter

02.05.2014, 13:41 Uhr | t-online.de, dpa

Juve-Coach verteufelt Schiedsrichter. Insgesamt drei rote Karten verteilte Schiedsrichter Clattenburg im Halbfinale des Europapokals. (Quelle: imago/Huebner)

Insgesamt drei rote Karten verteilte Schiedsrichter Clattenburg im Halbfinale des Europapokals. (Quelle: Huebner/imago)

Seine Wut auf die Schiedsrichter und Enttäuschung über das verpasste Heim-Endspiel hielt Antonio Conte nicht lange zurück. "Wenn man beide Partien sieht, ist die Mannschaft weitergekommen, die es weniger verdient hatte", schimpfte der Trainer von Juventus Turin nach dem bitteren 0:0 gegen Benfica Lissabon und dem K.o. im Halbfinal-Rückspiel der Europa League.

"Sie ziehen ins Finale ein, aber mit nur zwei Torschüssen in zwei Spielen. Wir hätten es mehr verdient gehabt", klagte er. Italiens Rekordmeister konnte im eigenen Stadion das 1:2 aus dem Hinspiel nicht wettmachen. Damit endete auch Juventus' Traum vom ersehnten "Finale in casa".

Den Grund dafür sah Conte jedoch nicht in der Leistung seines Teams, vielmehr fühlte sich der 44-Jährige von den Unparteiischen ungerecht behandelt. "Es war kein Auftritt zu unseren Gunsten", mäkelte er. "Uns fehlt wieder ein klarer Elfmeter, nach dem nicht gegebenen Strafstoß und dem Platzverweis im Hinspiel. Die UEFA muss mehr Respekt zeigen und Schiedsrichter schicken, die auf der Höhe sind."

"Schiri hat es zugelassen"

Nicht nur der fehlende Elfer, auch die Nachspielzeit seien ein Fehler des Schiris gewesen, der acht Minuten an die offiziellen Neunzig angehangen hatte. Benfica habe die Zeit zum Freund gehabt, "effektiv wurden etwa nur 49 Minuten gespielt", beschwerte sich Conte. Normal sei eine effektive Spielzeit von etwa sechzig Minuten. "Der Schiri hat es zugelassen", die "Nachspielzeit war eine Frechheit", wetterte der Coach weiter.

Insgesamt war das Halbfinale gerade in den letzten Minuten aus den Fugen geraten. Wegen anhaltenden Streitigkeiten hatte der Schiedsrichter zwei rote Karten für Auswechselspieler gezückt und sie zum Abkühlen direkt in die Kabinen geschickt.

Vor dem Rückspiel war Juves Hoffnung auf das erste internationale Finale seit dem verlorenen Königsklassen-Endspiel gegen den AC Mailand 2003 groß, umso heftiger traf die Enttäuschung nach dem Aus Spieler, Fans und Verantwortliche.

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