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BVB feiert Mchitarjan: Tuchels Training trägt die ersten Früchte

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Hattrick-Held Mchitarjan  

Tuchels Training trägt die ersten Früchte

07.08.2015, 12:12 Uhr | t-online.de

BVB feiert Mchitarjan: Tuchels Training trägt die ersten Früchte. Matchwinner Henrich Mchitarjan (li.) und Thomas Tuchel nach dem Kantersieg gegen den Wolfsberger AC. (Quelle: AP/dpa)

Matchwinner Henrich Mchitarjan (li.) und Thomas Tuchel nach dem Kantersieg gegen den Wolfsberger AC. (Quelle: AP/dpa)

Von Patrick Brandenburg

Als der Einzug in die Playoffs der Europa League perfekt war und seine Heimpremiere für den BVB gelungen, stellte Thomas Tuchel liebend gerne einen seiner Spieler in den Mittelpunkt: "Micki ist ein Musterprofi mit besonderem Charakter. Ich freue mich, dass es nun so offensichtlich zum Tragen kommt", sagte der neue Trainer von Borussia Dortmund nach  Henrich Mchitarjans Dreierpack beim 5:0-Erfolg über den Wolfsberger AC. Vom Chancentod zum Hattrick-Helden, so schnell geht das im Fußball. Die Reform des BVB-Stils geht nicht ganz so fix, aber auch dort ist inzwischen eine Lernkurve zu erkennen.

"Wir konnten heute das Tempo über neunzig Minuten hochhalten und die Aufmerksamkeit fürs Verteidigen erhöhen", bilanzierte Tuchel nach der einseitigen Partie gegen den krassen Außenseiter aus Österreich. Seine Borussia ist den erhofften einen Schritt weiter als beim Hinspiel in Klagenfurt, in dem Dortmund in der Schlussphase die Puste ausging und der 1:0-Auswärtssieg bedenklich wackelte.

Im Rückspiel hielt der BVB den überforderten Gegner trotz eigener Trainings-Strapazen mühelos vom Tor fern, ließ nur eine Chance zu und kam mit einer Woche Verspätung zum standesgemäßen Kantersieg. "Da wurde ein Klassenunterschied deutlich", sagte Gästetrainer Dietmar Kühbauer.

BVB scheitert mehrfach an Kofler

In der ersten Halbzeit gegen den Underdog allerdings noch nicht. Dieser Spielabschnitt bleibt dem BVB als Warnung, wie es nicht funktioniert. "Da haben wir uns schwer getan und die Positionen nicht diszipliniert besetzt", analysierte Tuchel. Zu Beginn glänzte sein Team immer nur aus Umschaltsituationen heraus - ganz die alte Klopp-Borussia, die es zu reformieren gilt. Trotzdem kam Dortmund auch in dieser Phase zu Torchancen.

Die Gäste durften sich beim gut aufgelegten Torwart Alexander Kofler bedanken und ein wenig auch beim schwachen rumänischen Schiedsrichter Marius Avram, dass die Partie als Nullnummer in die Halbzeit ging. Die Wolfsberger erkannten ihre Unterlegenheit früh an und funkten in der 43. Minute SOS - sogar über ihre offizielle Twitter-Seite: "Pfeif endlich zur Pause!" Gegen einen kompakt stehenden Gegner aus dem Mittelfeld der Bundesliga hätte die BVB-Leistung der ersten 45 Minuten allerdings trotzdem nicht gereicht.

Spieleröffnung unter Tuchel anders

Dafür machte es der BVB in der zweiten Halbzeit viel besser. Trotz immer noch großer Hitze und Schwüle im früheren Westfalenstadion zündete Dortmund den Turbo und nahm den Gegner mit teils wirklich schön anzusehenden Kombinationen auseinander. Tuchel nutzt das 4-2-3-1-System der Ära Klopp, um den BVB-Fußball nach seiner Facon zu veredeln.

In dieser Grundordnung fühlen sich die Spieler wohl, das macht taktische und personelle Ableitungen einfacher. Etwa im defensiven Mittelfeld, wo erneut der erst 19 Jahre alte Shooting-Star Julian Weigl glänzte, während Elf-Millionen-Euro-Einkauf Gonzalo Castro nur die Jokerrolle blieb. Oder bei den Außenverteidigern, die bei Tuchel viel höher verteidigen und fast zwangsläufig zu mehr Chancen kommen - wie nun mehrfach Marcel Schmelzer. Oder eben beim System, das mit zunehmender Spieldauer flexibel in ein 4-1-4-1 floss. "Die Spieleröffnung ist anders. Wir wollen den Ball länger halten und offensiver agieren", versuchte sich Matchwinner Mchitarjan nach Spielende als Tuchel-Dolmetscher.

Tuchel: "Eine große Freude, sein Trainer zu sein"

Als Gradmesser für die Bundesliga taugt die Leistung gegen den maximal zweitklassigen Gegner nur eingeschränkt. Vermutlich wird Schwarz-Gelb schon am Sonntag im DFB-Pokal in Chemnitz auf signifikant mehr Gegenwehr treffen. Aber die Tore zum 1:0 und 2:0 gegen Wolfsberg vermitteln immerhin eine Ahnung, wo Tuchel mit dem BVB-Fußball hinwill. Die Führung kurz nach der Pause war eine traumhaft schnelle Kombination über fünf Stationen, cool abgeschlossen durch Marco Reus (48. Minute). Der zweite Treffer entsprang einem Geniestreich Ilkay Gündogans, veredelt durch den feinen Lupfer von Pierre-Emerick Aubameyang (64.).

Der anschließende Dreierpack von Mchitarjan in nur 14 Minuten (73., 82., 86.) nährt zudem die Hoffnung, dass der sensible Mittelfeldkünstler im dritten Jahr beim BVB nun endlich konstant und auch bei Top-Duellen seiner Fähigkeiten gerecht wird. Tuchel scheint jedenfalls fest an die Lernkurve seines Zehners zu glauben: "Heute haben wir gesehen, was in ihm steckt. Es ist eine große Freude, sein Trainer zu sein."

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