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BVB tritt ohne Reus und Piszczek bei Odds BK an

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EL: Ohne Reus und Piszczek nach Norwegen  

Playoff-Spiel des BVB wird zur echten Herausforderung

19.08.2015, 20:29 Uhr | sid, dpa

BVB tritt ohne Reus und Piszczek bei Odds BK an. Der BVB muss auf Marco Reus verzichten. (Quelle: imago/Revierfoto)

Der BVB muss auf Marco Reus verzichten. (Quelle: Revierfoto/imago)

Borussia Dortmund ist mit einer nur 30 Passagiere fassenden Propellermaschine in die norwegische Fußball-Provinz gereist. In einer sogenannten Turboprop machten sich die BVB-Profis auf dem Weg zum Playoff-Hinspiel in der Europa League bei Odds BK.

Die Partie in der Provinz Telemark wird für die an die europäische Königsklasse gewöhnten Dortmunder auch in anderer Hinsicht zu einer ungewöhnlichen Herausforderung. Schließlich wird am Donnerstag (ab 20.15 im t-online.de Live-Ticker) auf Kunstrasen gespielt. "Das ist eine Prüfung für die Mannschaft, dass sie mit der gleichen Gier zur Sache geht wie gegen Gladbach", sagte Außenverteidiger Marcel Schmelzer.

BVB will bei Reus kein Risiko gehen

Wegen des Rasens wird auch Superstar Marco Reus nicht auflaufen. Laut BVB ist dies eine reine Vorsichtsmaßnahme. "Er ist nicht verletzt und hat heute Morgen in Dortmund trainiert", erklärte BVB-Coach Thomas Tuchel. "Für meinen Körper, gerade wegen der Verletzungen, ist es nicht vorteilhaft, auf Kunstrasen zu spielen", wird Reus auf der Homepage des BVB zitiert. Sein Einsatz beim Bundesligaspiel in Ingolstadt scheint nicht in Gefahr.

"Was soll man dazu noch sagen?" 
BVB-Boss Watzke nervt die Bayern-Jäger-Frage

Hans-Joachim Watzke will sich mit Dortmund auf die EL-Qualifikation konzentrieren. Video

Ob der ebenfalls nicht mitgereiste Lukasz Piszczek dann wieder zur Verfügung steht, bleibt jedoch offen. "Er hat sich gestern beim Training verletzt. Wir müssen abwarten, ob es etwas Längerfristiges wird", erklärte Tuchel.

Stimmung trotz kurioser Umstände prächtig

Weil der Flughafen in Skien nur über eine kurze Landebahn verfügt, wurde auch die Reiseplanung bereits zur echten Hürde. Nur wenige Minuten nach der Mannschaft startete eine weitere Turboprop mit dem restlichen BVB-Tross in die rund zwei Flugstunden entfernte 54.000-Einwohner-Stadt im südöstlichen Norwegen.

Die Stimmung der Profis vor dem Abflug war trotz der bevorstehenden Enge und des Fehlen von Nationalspieler Reus prächtig. Schließlich bestärkte der famose Auftritt zum Bundesliga-Auftakt beim 4:0 über Mönchengladbach vier Tage zuvor alle Beteiligten in ihrem Glauben an einen Einzug in die Gruppenphase der Europa League.

Watzke: EL-Playoffs derzeit wichtiger als Bundesliga

Erste Medien-Prognosen, nach denen der BVB wieder als Bayern-Jäger anzusehen war, gingen Hans-Joachim Watzke jedoch entschieden zu weit. "Wir können noch tausendmal sagen, dass Bayern der haushohe Favorit auf die Meisterschaft ist - trotzdem wird es immer jemanden geben, der solch eine Schlagzeile in die Welt setzt", klagte der Geschäftsführer kurz vor dem Abflug. "Erst einmal müssen wir jetzt die Aufgabe in Norwegen lösen, das ist viel wichtiger als dieses Bundesliga-Theater."

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Wie Watzke warnte auch Sportdirektor Michael Zorc in einem "Sport1"-Interview davor, die Aufgabe zu unterschätzen: "Wir spielen dort auf Kunstrasen. Daran müssen wir uns erst gewöhnen, sind aber natürlich Favorit."

Zorc: "Wir können die Belastung gut verteilen"

Allein der Blick auf die UEFA-Rangliste verdeutlicht den Unterschied. Über 300 Plätze liegt die Borussia vor dem Tabellen-Fünften der norwegischen Liga. Angesichts dieser eindeutigen Ausgangslage ist das Fehlen der beiden Stammkräfte Reus und Piszczek zu verkraften.

Ohnehin denkt der Fußball-Lehrer aufgrund der schon zum Saisonstart einsetzenden Terminhatz über einen Umbau des Teams nach. "Das ist ein strammes Programm. Es ist gut, dass der Kader nicht so klein ist und wir die Belastung entsprechend verteilen können", kommentierte Zorc vielsagend.

Weidenfeller startet im Tor

Als sicher gilt der Wechsel auf der Torwartposition. Der von Tuchel vor einer Woche zur Nummer eins ernannte Neuzugang Roman Bürki räumt auf Geheiß des Trainers seinen Platz für Weltmeister Roman Weidenfeller. Nicht auszuschließen, dass auch die ebenfalls beim Ligastart auf die Ersatzbank verbannten Profis Sven Bender und Gonzalo Castro in der 13.500 Zuschauer fassenden Skagerrak-Arena der Startelf angehören.

Anders als für den BVB ist das Duell für den Gegner ein Highlight. Nie zuvor hat es der zwölfmalige norwegische Pokalsieger in einem internationalen Wettbewerb so weit gebracht. Erfolge in den bisherigen drei Qualifikationsrunden über Tiraspol (Moldawien), Shamrock Rovers (Irland) und Elfsborg (Schweden) ebneten dem Team von Trainer Dag-Eilev Fagermo den Weg in die Playoffs.

Ein Vorteil könnte sein, dass die Norweger schon seit Monaten im Spielbetrieb stehen. Schließlich wird die Meisterschaft im Kalenderjahr ausgetragen. Die Generalprobe am 20. Spieltag bei Start Kristiansand verlief ähnlich erfolgreich wie die der Dortmunder - mit einem 4:0-Sieg.

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