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Europa League 2015: FC Augsburg zahlt wieder Lehrgeld

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Überzahl und Eigentor  

Augsburg zahlt Lehrgeld gegen Partizan

02.10.2015, 09:43 Uhr | t-online.de

Europa League 2015: FC Augsburg zahlt wieder Lehrgeld. Augsburgs Kapitän Paul Verhaegh im Zweikampf mit Alen Stevanovic. (Quelle: dpa)

Augsburgs Kapitän Paul Verhaegh im Zweikampf mit Alen Stevanovic. (Quelle: dpa)

Der FC Augsburg hat sich bei seiner internationalen Heimpremiere selbst geschlagen und eine neuerliche Enttäuschung erlebt. In der Europa League unterlag der FCA aufgrund einer miserablen Chancenverwertung und schwerer Defensiv-Patzer mit 1:3 (0:1) gegen Partizan Belgrad.

Nach der Auftaktniederlage in Bilbao steht die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl in der Gruppenphase nun schon mit dem Rücken zur Wand, der serbische Meister hat dagegen bereits sechs Punkte auf dem Konto. In drei Wochen bei AZ Alkmaar sind die Schwaben beinahe schon zum Siegen verdammt, soll der Sprung in die nächste Runde noch gelingen.

Andrija Zivkovic (31.), an dem auch bereits Bundesligisten Interesse zeigen, brachte Partizan mit einem präzisen Flachschuss in Führung. Der Südkoreaner Jeong-Ho Hong war dabei viel zu inkonsequent im Zweikampf. Ein unglückliches Eigentor von Dong-Won Ji (54.) nach einer Zivkovic-Ecke sorgte für das 0:2.

Auch in Überzahl gelingt wenig

Der Anschlusstreffer von Raul Bobadilla (57.) gab den nicht aufsteckenden Augsburgern noch einmal Hoffnung, die das 19-jährige Ausnahmetalent Zivkovic (62.) jedoch im Keim erstickte. Daran änderte auch die Gelb-Rote Karte gegen Aleksandar Subic (64.) nichts mehr. Vor dem schwierigen Bundesliga-Gastspiel bei Bayer Leverkusen versäumte es der FCA, sich dringend benötigtes Selbstvertrauen zu holen.

Die schlechte Bilanz in der Liga mit Platz 16 und nur vier Punkten wirkte sich erkennbar auf die durchaus lösbare Aufgabe gegen Partizan aus. "Mutig, frech, und mit dem Herz in der Hand", wollte Weinzierl seine Elf sehen. Vier Änderungen in der Startelf hatte er vorgenommen. Was er bekam, waren zu viele Unzulänglichkeiten in der Offensive und erneut auch individuelle Fehler.

Augsburg hatte schwungvoll begonnen und durch Tim Matavz in der ersten Minute gleich eine Gelegenheit. In der Folge schlichen sich Ungenauigkeiten ein. Es fehlte vor 22.948 Zuschauern offensiv die letzte Konsequenz, aber zu oft auch Kreativität. Dass es trotzdem genügend Möglichkeiten gab, lag am wuchtigen Bobadilla, der mit Abstand die meiste Gefahr ausstrahlte, im Abschluss aber ebenfalls häufig glücklos agierte.

FCA steht sich selbst im Weg

Die Leistung war längst nicht so unbekümmert wie der Auftritt beim Auswärtsspiel in Bilbao vor zwei Wochen, als der FCA den hohen Favoriten lange am Rande einer Niederlage hatte. Zwar war Augsburg auch in der zweiten Halbzeit gewillt, dem Spiel eine Wende zu geben, stand sich jedoch zu oft selbst im Weg.

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