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Borussia Dortmund ist reif für den Europa-League-Titel

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Souveräner Sieg in Porto  

"Alles möglich": Darum ist der BVB reif für den Titel

26.02.2016, 14:37 Uhr | t-online.de

Borussia Dortmund ist reif für den Europa-League-Titel. Achtelfinale der Europa League erreicht: Die Dortmunder Spieler feiern mit ihnen Fans den Sieg in Porto. (Quelle: dpa)

Achtelfinale der Europa League erreicht: Die Dortmunder Spieler feiern mit ihnen Fans den Sieg in Porto. (Quelle: dpa)

Von Marc L. Merten

Was wäre das für ein Fußball-Fest für die Fans von Borussia Dortmund geworden, wenn die Schwarz-Gelben einen guten Abend erwischt hätten beim FC Porto? Trotz einer überschaubaren Leistung zog der BVB dank eines 1:0-Auswärtssieges souverän und nie gefährdet ins Achtelfinale der Europa League ein. Das Team von Thomas Tuchel gilt spätestens jetzt als einer der ersten Anwärter auf den Titel - und hält einen entscheidenden Trumpf in seinen Händen.

Wenn man die Dortmunder nach der Partie gegen Porto so reden hörte, hätte man fast glauben können, der BVB sei mit Pauken und Trompeten ausgeschieden. "Das ist nicht unser Anspruch", sagte etwa Roman Bürki. "Unglaublich viele Fehler im Aufbau“ bemängelte Julian Weigl. Und Tuchel selbst erklärte: "Mangelhaftes Passspiel, mangelhafte Raumaufteilung: Mit unserer Leistung sind wir gar nicht zufrieden."

"Haben das Tor noch nicht mal selbst gemacht"

Dennoch: Porto hatte nie eine echte Chance. Weder im Hinspiel, das der BVB vollständig dominiert hatte, noch im Rückspiel, das nach der 23. Minute entschieden war. Pierre-Emerick Aubameyang hatte - in Abseitsposition stehend - die Latte getroffen, Iker Casillas angeschossen und so das Leder über Umwege ins Tor befördert. "Wir haben das Tor noch nicht mal selbst gemacht. Das passt zu unserem Spiel", musste Tuchel hinterher schmunzeln.

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Wie weit kommt Borussia Dortmund in der Europa League?

Trotzdem wusste nicht nur Tuchel: Borussia Dortmund hatte sich eindrucksvoll durchgesetzt gegen eine Mannschaft, die im Estadio do Dragao noch vor zehn Monaten den FC Bayern mit 3:1 besiegt hatte. Aufgabe erledigt, den Achtelfinal-Einzug perfekt gemacht, genug Kritikpunkte mit im Gepäck, um das eigene Spiel noch besser zu machen und gleichzeitig die Gewissheit, dass man stark genug ist, um tatsächlich das große Ziel ins Visier zu nehmen: die Europa-League-Krone.

Was Dortmund von anderen Teams unterscheidet

Jetzt, da die ersten 792 Teams aus der völlig überladenen und aufgeblähten Europa League ausgeschieden sind, wird der Wettbewerb endlich das, was er sein soll: ein Wettbewerb der europäischen Spitzenklasse. Das Sechzehntelfinale (wie das schon klingt) ist rum, Teams wie Krasnodar, Molde, Midtjylland und Rapid Wien sind ausgeschieden. Dortmunds Gegner unter den letzten 16 Teams könnten FC Liverpool, Manchester United, FC Sevilla oder Lazio Rom heißen. Das sind Namen! Das sind Gegner! Das verspricht Duelle der Extra-Klasse!

Klar ist aber auch: Der beste Tabellen-Zweite in der Bundesliga-Geschichte hat das Zeug dazu, in dieser Saison jeden dieser Gegner alt aussehen zu lassen, um am Ende den ganz großen Wurf zu landen. Weil sich der BVB nicht mal so eben blamiert wie der FC Schalke 04 gegen Donezk, weil er keine so unbeständige Truppe ist wie Bayer Leverkusen, der man immer wieder einen Lapsus zutrauen muss, und weil er neben dem FC Bayern einfach die bei weitem beste deutsche Mannschaft ist. Und das nicht nur in der aktuellen Form, sondern im internationalen Vergleich über die vergangenen fünf Jahre.

Dortmunds Ass im Ärmel

Die aktuelle Form, unabhängig diverser Unkonzentriertheiten in Porto, spielt eine entscheidende Rolle. Dortmund hat im Jahr 2016 noch nicht verloren, sieben von acht Pflichtspielen gewonnen, erst zwei Gegentore kassiert, die letzten vier Spiele ohne Gegentor gewonnen. Und das Beste: Schwarz-Gelb kann sich in den kommenden Wochen gezielt auf seine Schwerpunkt-Spiele vorbereiten. In der Bundesliga hat sich der BVB seinen zweiten Platz bereits zementiert (15 Punkte Vorsprung auf Rang drei, acht Punkte Rückstand auf die Bayern). Da fällt es nicht schwer vorherzusagen, dass alle Konzentration nun dem DFB-Pokal und der Europa League gilt.

Welch Luxus! Während sich die meisten Konkurrenten fragen müssen, wie sie sich ihre Kräfte am besten einteilen, um in Liga, Pokal und Europa möglichst lange dabei zu bleiben, kann Tuchel ausgerechnet in der entscheidenden Phase, der K.o.-Phase, gezielt auf seine Besten setzen. Zufriedenheit wie bei den Bayern nach den frühzeitig gewonnenen Meisterschaften in den letzten Jahren wird es nicht geben, da Dortmund im Gegensatz dazu noch kein Titel gewonnen hat. Alle Motivation wird darin liegen, die Form und Fitness auf die entscheidenden Spiele hin zu lenken, um die Gunst der Stunde zu nutzen und Titel zu gewinnen.

50 Jahre nach dem ersten Titel

"Wenn wir so spielen wie bisher in dieser Saison, ist alles möglich", glaubt Bürki. Der Torhüter machte ein starkes Spiel gegen Porto. Er will in seinem ersten Jahr in Dortmund ebenso einen Titel holen wie Youngster Weigl. "Ich komme aus der Zweiten Liga. Für mich persönlich ist das ein kleiner Traum.“ Ein Traum, der mit der Ochsentour Europa-League-Qualifikation begann und sich im Finale in Basel erfüllen könnte.

50 Jahre nach dem ersten Gewinn eines internationalen Titels (1966 gewann der BVB den Pokal der Pokalsieger) soll wieder eine europäische Krone her. Sechs Spiele sind es noch bis Basel. "Wir wollen weit kommen", sagte Weigl. "Wenn wir unseren Fußball spielen, müssen wir uns vor niemandem verstecken." Am Freitagmittag nach der Achtelfinal-Auslosung (ab 12.45 Uhr im t-online.de-Live-Ticker) werden die Dortmunder wissen, wer sich dagegen besser vor dem BVB wird verstecken müssen.

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