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FC Sevilla schlägt FC Liverpool in Europa-League-Finale

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Europa-League-Finale  

FC Sevilla schlägt Liverpool und macht Titel-Hattrick perfekt

19.05.2016, 10:12 Uhr | dpa

FC Sevilla schlägt FC Liverpool in Europa-League-Finale. Der FC Sevilla hat nach 2014 und 2015 nun zum dritten Mal hintereinander die Europa League gewonnen. (Quelle: Reuters)

Der FC Sevilla hat nach 2014 und 2015 nun zum dritten Mal hintereinander die Europa League gewonnen. (Quelle: Reuters)

Aus und vorbei! Auch das fünfte große Finale in Serie verliert Jürgen Klopp. Der Coach kassiert mit Liverpool im Finale der Europa League eine 1:3 (1:0)-Niederlage gegen Rekordsieger Sevilla und ist nächste Saison international nicht vertreten.

Kein Titel, keine Champions League - stattdessen der nächste bittere Final-K.o. und viel Frust für Klopp: Der deutsche Coach hat mit dem englischen Traditionsklub FC Liverpool nach einem wundersamen Triumphzug durch Europa die Krönung verpasst.

Liverpool international nicht dabei

Beim 1:3 der Reds im Endspiel der Europa League gegen den alten und neuen Champion FC Sevilla verlor Klopp trotz einer Führung und einer starken ersten Halbzeit auch sein fünftes großes Finale in Serie. Damit verspielten die Engländer nicht nur ihre letzte Titelchance, sondern auch die Eintrittskarte für die kommende Europacup-Saison.

Jubeln durfte stattdessen wieder der Abonnement-Champion aus Sevilla, der zum dritten Mal in Serie triumphierte und damit einen Rekord aufstellte. Kevin Gameiro (46. Minute) und zweimal Coke (64. und 70.) drehten vor rund 35.000 Zuschauern im St. Jakob-Park in Basel für die Andalusier das Spiel, nachdem Liverpool durch Daniel Sturridge (35.) in Führung gegangen war.

Mühen werden nicht belohnt

"Das hier ist der Bonus, der Bonus für all die Arbeit bis hierhin. Jetzt wollen wir alles", hatte Klopp vor seinem zweiten Europacup-Finale angekündigt. Der süße Erfolg gegen Rivale Manchester United, das Drama gegen seinen Ex-Klub Borussia Dortmund und der fulminante Halbfinal-Erfolg gegen den FC Villarreal sollten nicht umsonst geblieben sein.

Und es begann gut. Nach nervösem Beginn beider Teams hatte der 18-malige englische Meister den Cupverteidiger mit zunehmender Spieldauer immer besser im Griff. Nach zahlreichen unnötigen Freistößen, die Sevilla aber nicht ansatzweise in Torgefahr ummünzen konnte, kamen die Reds zu den Chancen.

Can setzt erstes Ausrufezeichen

Der erste Torschuss ging dabei auf das Konto des deutschen Nationalspielers Emre Can, der wie der frühere Hoffenheimer Roberto Firmino von Klopp in die Startelf berufen wurde. Cans Schuss aus gut 30 Metern war allerdings kein Problem für David Soria (8.). Besser war ein Kopfball von Sturridge (11.) und erst recht sein Versuch aus spitzem Winkel. Doch der spanische Keeper blieb Sieger des Duells (25.).

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In der 35. Minute war es dann aber doch passiert. Aus halblinker Position setzte Sturridge mit einem sehenswerten Außenrist-Schuss den Ball ins Tor. Vier Minuten später jubelten die englischen Fans erneut. Doch das Kopfball-Tor von Dejan Lovren wurde wegen einer Abseitsposition von Sturridge nicht anerkannt.

Sturridge verpasst höhere Führung

Damit nicht genug: Kurz vor der Pause rutschte Sturridge, der erst so spät in dieser Saison in Fahrt gekommen war, an einer Flanke von Nathaniel Clyne vorbei. Und die Spanier? Mehr als einen Fallrückzieher von Kevin Gameiro knapp neben das Tor hatte der Titelverteidiger in den ersten 45 Minuten nicht zu bieten (32.).

Das änderte sich schlagartig: 17 Sekunden nach dem Wiederanpfiff drückte Gameiro nach Flanke von Mariano den Ball zu seinem achten Saisontor über die Linie, schon nach 47 Minuten tauchte er erneut frei vor Simon Mignolet auf und wurde erst im allerletzten Moment gestoppt. Den Stürmer bekam Liverpool kaum in den Griff, wie auch in der 60. Minute, als er frei vor Mignolet auftauchte und den belgischen Keeper aus kurzer Entfernung anschoss.

Sevilla schaukelt Spiel clever nach Hause

Plötzlich spielte nur noch Sevilla. Nachdem Vitolo durch das Mittelfeld wirbelte, überließ er Coke den Ball, der zur Führung einschoss (64.). Und Coke war es auch, der nach einem krassen Fehler von Can zum dritten Tor des Primera-Clubs einschob (70.). Klopp konnte es kaum fassen und brauchte all seine Stürmer ins Spieler. Doch ein erneutes Wunder wie gegen Dortmund blieb aus. Dafür stellten sich die Spanier viel zu clever an.

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