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Europa League: Mainz 05 dreht Spiel gegen FK Qäbälä

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Achterbahnfahrt in Baku  

Mainz dreht rasante Partie gegen den FK Qäbälä

29.09.2016, 22:15 Uhr | dpa

Europa League: Mainz 05 dreht Spiel gegen FK Qäbälä. Der Mainzer Jhon Cordoba (li.) bejubelt sein Tor in Baku. (Quelle: dpa)

Der Mainzer Jhon Cordoba (li.) bejubelt sein Tor in Baku. (Quelle: dpa)

Dank zweier Joker-Tore hat der 1. FSV Mainz 05 seinen ersten Sieg in der Europa League gefeiert. Die beiden kurz zuvor eingewechselten Jhon Cordoba (68. Minute) und Levin Öztunali (78.) sorgten beim FK Qäbälä in Aserbaidschan für ein 3:2 (1:0), nachdem der Bundesligist zwischenzeitlich sogar mit 1:2 zurückgelegen hatte.

Yoshinori Muto hatte das Team von Trainer Martin Schmidt vier Minuten vor der Pause in Führung gebracht, ehe Ruslan Qurbanov (57.) und Sergei Zenjov (62.) für das vorübergehende 2:1 für den Außenseiter sorgten.

Die 05er haben sich damit nach dem 1:1 gegen den AS St. Étienne zum Auftakt in der Gruppe C in eine gute Ausgangsposition gebracht. In drei Wochen kommt der belgische Topklub RSC Anderlecht zum Spitzenspiel nach Mainz.

"Wir haben eine gute Mentalität und Moral"

"Wir sind natürlich sehr glücklich. Mit vier Punkten nach zwei Spielen sind wir auf einem guten Weg. So kann es weitergehen", sagte Schmidt: "Wir haben gezeigt, dass wir fit sind, auch psychisch. Wir haben eine gute Mentalität und Moral. Und wir können Tore schießen."

FSV-Präsident Harald Strutz zollte dem Team großen Respekt. "Ich bin einfach nur happy. Die Mannschaft ist toll zurückgekommen. Jetzt haben wir unseren ersten Sieg, das ist gut für die Moral", sagte Strutz.

Schwerfälliger Beginn

Fünf Tage nach dem unglücklichen 2:3 in der Bundesliga gegen Bayer Leverkusen veränderte Schmidt seine Mannschaft gleich auf vier Positionen. Alexander Hack, Christian Clemens, Muto und der in der Liga gesperrte José Rodriguez rotierten in die Startformation, in der unteren anderem der Kolumbianer Cordoba zunächst fehlte.

Nach sintflutartigen Regenfällen am Tag zuvor herrschten in der Bakcell Arena optimale Bedingungen. Dennoch taten sich die Mainzer gegen den Tabellenführer der aserbaidschanischen Liga zunächst sehr schwer. Zwar hatten die Rheinhessen deutlich mehr Ballbesitz, konnten diesen aber nicht in zwingende Torchancen umwandeln.

Bussmann bedient Muto

Die erste Großchance der Partie hatten sogar die Gastgeber, die in ihrem ersten Gruppenspiel in Anderlecht mit 1:3 verloren hatten. Nach einer Flanke von Qurbanov traf der Brasilianer Ricardinho mit einer Kopfballbogenlampe nur den Pfosten des Mainzer Tores. Den Nachschuss hämmerte Zenjov neben das FSV-Gehäuse.

Auch in der Folgezeit taten sich die Mainzer schwer, Lücken im Defensivverbund der Hausherren zu finden. Trotzdem gingen sie mit einer Führung in die Pause. Nach einem Zuspiel von Gaetan Bussmann zog Muto im Strafraum ab und traf flach ins lange Eck.

Lössl bringt Ozobic zu Fall

Nach dem Seitenwechsel kamen die Mainzer deutlich schwungvoller aus der Kabine und drängten auf den zweiten Treffer. Noch keine Minute war gespielt, da wurde Pablo de Blasis auf Zuspiel von Muto im letzten Moment abgeblockt. Wenige Minuten später war Yunus Malli frei durch, scheiterte aber an Qäbäläs Torwart Dmytro Bezotosnyi.

Statt frühzeitig alles klar zu machen, mussten die Rheinhessen völlig unnötig den Ausgleich hinnehmen. Nach einer zu kurzen Kopfball-Rückgabe von Stefan Bell brachte 05-Keeper Jonas Lössl den dazwischen eilenden Filip Ozobic zu Fall, Qurbanov verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zum 1:1.

Offener Schlagabtausch

Nun entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Angetrieben vom Publikum ging Qäbälä fünf Minuten später durch Zenjov sogar in Führung. Der Bundesligist wankte nun, aber kam doch noch einmal zurück. Nach einer Ecke war der wenige Sekunden zuvor eingewechselte Cordoba per Kopf zur Stelle und markierte den Ausgleich.

Kurz darauf sorgte Öztunali für den umjubelten Siegtreffer. "Die drei Punkte sind wichtig, auch weil wir so viele Spiele in kurzer Zeit haben", sagte Cordoba.

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