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Frauen-WM 2011: Darum holt Deutschland den Titel

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Darum wird Deutschland Erfolg haben

24.06.2011, 07:10 Uhr | t-online.de

Frauen-WM 2011: Darum holt Deutschland den Titel. Gute Argumente, dass die DFB-Damen auch bei der WM häufig Grund zum Jubeln hat. (Foto: imago)

Gute Argumente, dass die DFB-Damen auch bei der WM häufig Grund zum Jubeln hat. (Foto: imago)

Aus Berlin berichtet Sebastian Schlichting

Weltmeister 2003, Weltmeister 2007 und nun auch Weltmeister 2011 – so lautet der Plan, der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft vor Beginn der WM 2011 am Sonntag.

Gegen Auftaktgegner Kanada soll der erste Schritt zum dritten Titelgewinn in Folge getan werden. Wir nennen zehn Gründe, warum dieser Plan erfolgreich sein wird.

Heimvorteil 

Fast 75.000 Fans sind gegen Kanada dabei. Auch die anderen deutschen Spiele sind bereits ausverkauft. Gigantische Zahlen für den Frauenfußball, der es sonst in der Bundesliga im Schnitt grad mal auf 800 Fans bringt. Nicht, dass die DFB-Frauen angesichts ihrer Klasse auf den Heimvorteil angewiesen wären, aber wenn es doch mal schlecht laufen sollte, kann er noch einiges bewegen.

Gesetz der Serie 

Die Vergleiche mit den Männern können die Frauen langsam nicht mehr hören. Aber Gary Linekers Spruch von den 22 Spielern, dem einen Ball und den am Ende gewinnenden Deutschen passt inzwischen sogar besser zu den Frauen als zu den seit 1996 titellosen Männern. Seit 2001 gingen alle EM- und WM-Titel an das Team von Bundestrainerin Silvia Neid. Nur bei Olympia und beim vergleichsweise unwichtigen Algarve Cup nahmen sich die Serienheldinnen Pausen. Aber das hier ist ja schließlich eine WM.

Sport 
Alexandra Popp: "Freude pur"

Zuversicht herrscht nach der WM-Generalprobe. Video

Tor 

Apropos WM. Sicherste Methode den Titel zu holen, ist es, hinten keinen reinzukriegen. Am besten das gesamte Turnier über. Das gelang Torhüterin Nadine Angerer 2007. Und nun? Eine Wiederholung dieses Kunststücks käme einer Sensation gleich. Aber auf jeden Fall weiß Deutschland die beste Torhüterin aller Teilnehmer zwischen den Pfosten. Übrigens: Angerer blieb in den vier Testspielen vor der WM wieder ohne Gegentor.

Offensive 

Hinten "zu Null", vorn "15". Die DFB-Frauen schossen sich in den Testpartien schon einmal warm. Dafür verantwortlich waren nicht die ewige Birgit Prinz, die ihr Länderspieldebüt vor fast 17 Jahren gab (kein Tor in den Tests) oder Inka Grings (1), sondern die junge Generation mit Alexandra Popp (5), Kim Kulig und Celia Okoyino da Mbabi (je 3). Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive gewinnt Meisterschaften, sagen die Amerikaner. Und wenn beide zusammen top sind? Dann ist die Meisterschaft, also in diesem Falle der WM-Titel, ja schon fast eingetütet.

Mischung 

Angerer, Prinz, Grings und auch Ariane Hingst – Spielerinnen, die den deutschen Frauenfußball geprägt haben. Und die immer noch dabei sind. Die aber – bis auf Angerer – längst nicht mehr konkurrenzlos sind. Trainerin Silvia Neid hat jede Menge junger Spielerinnen wie Fatmire Bajramaj, Babett Peter oder Alexandra Popp, die ohne Weiteres in der Startelf auflaufen können. Ein Glücksfall für Deutschland, ein Alptraum für die Konkurrenz. 

Bank 

Das deutsche Team besteht nicht aus elf Stammspielerinnen und dann kommt lange nichts. Kim Kulig brachte es pointiert auf den Punkt: "Wir haben keine Angst vor Auswechslungen. Die haben nur unsere Gegner." Beispiel Norwegen: Da tat sich das DFB-Team lange schwer. Bis die eingewechselte Melanie Behringer zwei Tore auflegte und die eingewechselte Popp zwei Mal traf. Die Ausgeglichenheit im Kader ist ein Riesentrumpf, oder wie es Neid ausdrückt: „Um erfolgreich zu sein, brauchen wir 21 Spielerinnen, nicht elf.“

Trainerin 

Welttrainerin – diese Auszeichnung wurde Silvia Neid 2010 zuteil. Lassen wir Zahlen sprechen: Seit 2005 ist sie Nationaltrainerin (davor gewann sie schon als Spielerin diverse Titel), seitdem wurde Deutschland Welt- und Europameister. Die Bronzemedaille bei Olympia 2008 verblasst da etwas, weil eine deutsche Nationalmannschaft eben immer den Anspruch hat, zu gewinnen. Wenn irgendjemand weiß, wie das geht, dann Silvia Neid. Nicht ohne Grund hat der DFB ihren Vertrag vorzeitig um drei Jahre bis 2016 verlängert. Sie ist Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande.

Vorbereitung 

Insgesamt 15:0 gewann Deutschland die vier Testspiele gegen Nordkorea, die Niederlande, Norwegen und Italien. Zugegeben, das war noch nicht das Kaliber USA oder Brasilien, aber eben auch nicht Hobby-Truppe xy aus sonstwo. Nordkorea wird bei der WM einiges zugetraut, Norwegen hat vor wenigen Tagen die USA geschlagen. Seit April arbeiteten die deutschen Frauen in sieben Lehrgängen auf das Turnier hin, dafür endete die Bundesliga Wochen früher als üblich. Nun steht die Erkenntnis von Trainerin Neid: "Wir sind auf den Punkt topfit." Das dürfte für die Mitbewerberinnen um den Titel wie eine Drohung klingen.

Spanien

Die Spanier haben 2008 und 2010 den Männern den Weg zum WM-Triumph verbaut. Im Vorfeld des Turniers wurde nun Spanien in der Umfrage eines Meinungsforschungsinstitutes in Deutschland mehrfach als Favorit genannt, aber eines ist sicher: Die Spanierinnen sind nicht dabei und werden demzufolge nicht Spielverderber sein. Was sie als 18. der Weltrangliste sonst vermutlich auch nicht geworden wären.

Selbstbewusstsein 

Es wird nicht rumgeeiert, nach dem Motto "Wenn es gut läuft, dann könnten wir, aber wir denken von Spiel zu Spiel und warten ab", sondern Klartext geredet. Das DFB-Team ist da, um zu siegen. Punkt. Stellvertretend hierfür spricht Nadine Angerer: "Wir sind die beste Mannschaft der Welt, wenn wir 100 Prozent bringen." Da sie letzteres fast immer tun, wenn es ernst wird, sollte Ersteres zum Tragen kommen. Im Normalfall wird die beste Mannschaft dann eben auch Weltmeister. 

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