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Kaum jemand kennt eine deutsche WM-Fußballerin

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Kaum jemand kennt eine deutsche WM-Fußballerin

24.06.2011, 10:22 Uhr | dpa

. Sammelbildchen zum Kennenlernen: Birgit Prinz (li.) und Kerstin Garefrekes. (Foto: imago)

Sammelbildchen zum Kennenlernen: Birgit Prinz (li.) und Kerstin Garefrekes. (Foto: imago)

Kurz vor dem Start in die WM 2011 kennt jeder zweite Deutsche einer Umfrage zufolge keine einzige Spielerin der Frauenfußball-Nationalmannschaft. 52 Prozent der Befragten räumten ein, weder den Namen der dreimaligen Weltfußballerin Birgit Prinz noch einer anderen Kickerin der deutschen Elf parat zu haben. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov.

Wenige Tage vor Beginn der Heim-Weltmeisterschaft waren Mitte Juni 1052 Menschen in Deutschland befragt worden. Frauen wissen zum Thema Frauenfußball offenbar noch weniger als Männer: 60 Prozent der befragten Bürgerinnen gaben laut Umfrage an, keine Spielerin aus der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zu kennen. Bei den Männern lag die Quote bei 43 Prozent.

85 Prozent glauben an den Turniersieg

Trotz der Wissenslücken sind die Deutschen von der Qualität ihres Teams überzeugt: 85 Prozent trauen der Mannschaft von Bundestrainerin Silvia Neid den Turniersieg zu. Nur 2 Prozent sind der Ansicht, dass Deutschland im Rennen um den WM-Titel keine Rolle spielt. 13 Prozent haben dazu keine Meinung.

Männer-Fußball ist zwar populärer, muss aber nicht unbedingt besser sein: Gut ein Viertel ist laut Umfrage der Ansicht, dass Frauen attraktiveren Fußball als Männer spielen. Knapp die Hälfte findet das nicht. Bei den Fans des Frauen-Kicks halten sich die Geschlechter in etwa die Waage: Unter den Männern würden 26 Prozent lieber Birgit Prinz als Prinz Poldi bei der Torejagd zusehen, unter den Frauen sind es 30 Prozent.

Gute Quoten für TV-Anstalten?

Bei der WM, die am 26. Juni eröffnet wird und am 17. Juli mit dem Finale in Frankfurt endet, darf das Fernsehen bei der Übertragung der Partien auf recht hohe Einschaltquoten hoffen. Denn zwei Drittel sagten in der Umfrage, dass sie sich WM-Partien anschauen wollen - entweder im TV oder im Stadion. Ein Drittel winkte mangels Interesse ab. Bei dieser Frage gab es unter den Geschlechtern leichte Unterschiede: 40 Prozent der Frauen outeten sich als Frauenfußball-Muffel, ein Viertel der Männer will überhaupt nicht mit der deutschen Elf oder anderen Teams mitfiebern.

Mit positiven Impulsen durch die WM dürften die Frauen-Bundesligaclubs rechnen. Denn 59 Prozent der Befragten glauben den Angaben zufolge daran, dass die Weltmeisterschaft erfolgreich Werbung für die Kickerinnen macht. Sie sind der Ansicht, dass nach der Weltmeisterschaft die Zuschauerränge bei Frauen-Fußballspielen generell voller werden als vor dem Turnier. Nur 15 Prozent denken, dass der WM-Effekt verpufft.

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