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Frauen-WM 2011: Deutsche Elf hält Erwartungsdruck nicht stand

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Gewonnen und doch verloren

01.07.2011, 06:57 Uhr | t-online.de

Aus Frankfurt berichtet Steffen Engesser

Die Mimik von Bundestrainerin Silvia Neid nach Spielende verriet mehr als 1.000 Worte. Unzufrieden und ein wenig enttäuscht wirkte die 47-Jährige trotz des 1:0 (0:0)-Erfolges ihrer Auswahl im zweiten Gruppenspiel der Frauen-WM gegen Nigeria. Auf der anschließenden Pressekonferenz bemühte sich Neid erst gar nicht, den Zitter-Sieg gegen den Afrika-Meister und die vorzeitige Viertelfinal-Qualifikation schön zu reden: "Wir haben einfach keinen Rhythmus gefunden. Es war sicherlich nicht unser bestes Spiel, vor allem nach vorne waren wir nicht gut."

Dabei schien der müde Auftritt der DFB-Frauen weniger der rauen Spielweise der Afrikanerinnen geschuldet. Vielmehr wirkte der Titelverteidiger durch den hohen Erwartungsdruck überfordert. Jeder einzelne der 48.817 Zuschauer in Frankfurt ließ die Beine von Birgit Prinz, Celia Okoyino da Mbabi und Co. scheinbar schwerer werden. Auch der Führungstreffer durch  Simone Laudehr  (54. Minute) löste die Verunsicherung nicht.

Neid: "Wir wirkten einfach nicht frei"

Auch Neid, die während der Partie mit lautstarken Kommandos versuchte, ihre Spielerinnen wachzurütteln, entging der gehemmte Auftritt ihres Teams nicht: "Wir wirkten einfach nicht frei und so, wie man es gerne von unseren Spielerinnen gesehen hätte." Dabei sah Neid nicht die imposante Kulisse, sondern die Tabellenkonstellation als psychischen Knackpunkt. "Vielleicht ist die Belastung doch sehr groß gewesen, weil wir unbedingt ins Viertelfinale einziehen wollten. Diese Belastung hat uns vielleicht im Spiel nach vorne gehemmt."

Die Euphorie in den WM-Arenen wollte Neid nicht als Ausrede für die durchwachsene Leistung gelten lassen: "Man kann auch bei 50.000 Zuschauern im Stadion den Ball an- und mitnehmen. Wir haben in den letzten Wochen schließlich nichts anderes trainiert."

DFB-Duo sticht heraus

Simone Laudehr und Annike Krahn gaben der Bundestrainerin mit ihren Leistungen recht. Die beiden DFB-Spielerinnen ließen sich von der enormen Kulisse nicht beeindrucken und boten eine starke Vorstellung. Mittelfeldspielerin Laudehr belohnte sich für ihre Leistung mit dem Tor des Abends, Krahn wurde zur Spielerin der Partie gewählt.

Im dritten Gruppenspiel gegen Frankreich geht es für die deutsche Nationalelf somit nicht nur um den Gruppensieg, sondern auch darum, mit einem starken Auftritt für eine Initialzündung zur sorgen. "Ich werde Trainingsinhalte nehmen, die Spaß machen und bei denen man ins Kombinieren kommt. Und ich werde viele Einzelgespräche führen und hoffe, dass es im nächsten Spiel besser wird", sagte Neid und strahlte dabei wieder deutlich mehr Optimismus aus.

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