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Schiedsrichter-Fehler wirft schlechtes Licht auf die WM

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Spielerin fängt Ball, Schiedsrichterin pfeift nicht

03.07.2011, 15:01 Uhr | dpa, sid

Schiedsrichter-Fehler wirft schlechtes Licht auf die WM. Bruna (Nr. 2) fängt den Ball, Schiedsrichterin Gyoengi Gaal lässt weiterspielen. (Fotos: AP, dapd)

Bruna (Nr. 2) fängt den Ball, Schiedsrichterin Gyoengi Gaal lässt weiterspielen. (Fotos: AP, dapd)

Was für eine unglaubliche Szene in der WM-Partie Australien gegen Äquatorialguinea: In der 16. Minute schießt Australiens Leena Khamis den Ball beim Stand von 1:0 an den linken Pfosten. Das Spiel geht weiter, der Ball prallt direkt zu Verteidigerin Bruna. Die schlägt ihn jedoch nicht weg, sondern nimmt ihn im Fünfmeterraum in die Hand. Eine Sekunde, zwei Sekunden. Dann lässt sie die Kugel fallen. Elfmeter für Australien - klarer Fall. Eigentlich. Doch Schiedsrichterin Gyoengyi Gaal aus Ungarn lässt weiterspielen.

Das Publikum pfeift, die Australierinnen protestieren, ihr Trainer Tom Sermanni schimpft an der Seitenlinie. Aber nichts passiert. Zum Glück für die Unparteiische gewann Australien die Partie mit 3:2, dennoch dürften ihre Chancen auf weitere Auftritte bei diesem Turnier gen Null tendieren. Die ehemalige Weltklassetorhüterin Silke Rottenberg sagte im ZDF: „Unglaublich. Solche Fehler dürfen nicht passieren. Das kann man nicht verstehen.“

Statement der FIFA

Der Weltverband FIFA sah sich gezwungen, vor der Pressekonferenz ein Statement verlesen zu lassen. "Wir wissen alle, dass es eine Episode gab. Wir haben mit der Schiedsrichterin gesprochen. Sie sagt, dass es ihr sehr leid tut, dass sie das klare Handspiel nicht gesehen hat", teilte Karen Espelund, die für das Spiel zuständige FIFA-Offizielle, mit.

Bereits am Donnerstag hatte die Leistung einer weiteren Schiedsrichterin beim zweiten deutschen Gruppenspiel gegen Nigeria (1:0) erheblichen Unmut bei den Frauen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ausgelöst. Cha Sung Mi aus Südkorea ließ die harten Attacken der Afrikanerinnen fast durchgehend ungesühnt.

Khamis erzielt ersten WM-Treffer Australiens

Durch den knappen Sieg hat Australien die Chance auf den Einzug ins WM-Viertelfinale gewahrt. Vier Tage nach der Auftaktniederlage gegen Brasilien wurde der Weltranglistenelfte. seiner Favoritenrolle allerdings nur mit Mühe gerecht. Vor 15.640 Zuschauern in Bochum sorgten Khamis (8.), Emily Van Egmond (48.) und Lisa de Vanna (51.) für den verdienten Sieg über den Fußballzwerg aus Westafrika. Zwar bot der Außenseiter um die Torschützin und künftige Potsdamerin Genoveva Anonma (21./83.) wie schon beim knappen 0:1 gegen Norwegen eine ordentliche Vorstellung, hat aber nur noch minimale Chancen auf das Viertelfinale.

Die in der Weltrangliste 50 Plätze besser platzierten Australierinnen erwischten einen Start nach Maß. Gleich die erste Chance führte zum 1:0: Nach sehenswertem Zuspiel von van Egmond auf Heather Garriock war Khamis aus kurzer Distanz zur Stelle. Später traf die Torschützin noch den Pfosten. Das anschließende und nicht geahndete Missgeschick von Bruna sorgte für einen Bruch im Spiel Australiens.

Anonma sorgt für Spannung

Einen groben Fehler in der Hintermannschaft Australiens nutzte Anonma. Sie umkurvte Australiens Torfrau Lydia Williams, traf ins leere Tor und brachte ihr Team damit zurück ins Spiel. Zwar drängten die "Matildas" danach mit Macht auf den zweiten Treffer, konnten aber bis zur Pause keine der vielen Möglichkeiten nutzen.

Erst nach Wiederanpfiff schlug das Team von Trainer Tom Sermanni aus seiner Überlegenheit Kapital. Ein Doppelschlag binnen drei Minuten sorgte für die Vorentscheidung. Das Zuspiel von Khamis nutzte van Egmond mit einem Schuss aus zwölf Metern zur erneuten Führung Australiens. Kurze Zeit später war die zur Pause eingewechselte de Vanna zur Stelle. Der Vorsprung verleitete jedoch zu Leichtsinn. Mit ihrem zweiten Treffer sorgte Anonma nochmals für Spannung. Doch Australien brachte den Sieg ins Ziel.

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