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Frauen-WM 2011: Dopingskandal im Team von Nordkorea

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Handfester Dopingskandal bei der WM

07.07.2011, 07:02 Uhr | sid, dapd

Frauen-WM 2011: Dopingskandal im Team von Nordkorea. Song Jong Sun ist eine von zwei positiv getesteten Nordkoreanerinnen. (Foto: imago)

Song Jong Sun ist eine von zwei positiv getesteten Nordkoreanerinnen. (Foto: imago)

Und jetzt auch noch Doping! Nach dem Ärger um Nigerias Umgang mit lesbischen Spielerinnen, der "Handspiel-Affäre" und dem Stromausfall in Dresden ist die WM um einen weiteren Aufreger reicher: Zwei Spielerinnen aus Nordkorea, Song Jong Sun und Jong Pok Sim, sind positiv auf eine verbotene Substanz getestet und kurzfristig aus der Aufstellung für die Begegnung in Bochum gegen Kolumbien (0:0) gestrichen worden. Die Proben seien in den ersten beiden Spielen gegen die USA (0:2) und Schweden (0:1) genommen worden.

In der A-Probe sei eine verbotene Substanz der "Gruppe S1B" (u.a. Testosteron) festgestellt worden, teilte der Chefmediziner des Weltverbandes FIFA, Jiri Dvorak, nach dem letzten Gruppenspiel der Nordkoreanerinnen mit. Zweifel an der Richtigkeit der Annahme gibt es kaum: "In 99 Prozent aller Fälle bestätigt das Ergebnis der B-Probe das der A-Probe."

Das ganze Team muss zur Kontrolle

Nach dem Spiel gegen Kolumbien wurde die komplette Mannschaft des Vizemeisters aus Asien von den FIFA-Verantwortlichen zur Dopingkontrolle geführt. "Das ist ein einmaliger Vorgang bei Weltmeisterschaften. Aber wenn es zwei positive Proben in einer Mannschaft gibt, schreiben die Regularien dieses Prozedere vor", erklärte Dvorak.

Dvorak: "Heute ist ein sehr trauriger Tag"

Seit dem Beginn seiner Tätigkeit 1994 habe es das erste Mal bei Männer- und Frauen-Weltmeisterschaften gleich zwei Dopingfälle in einem Team gegeben, sagte Dvorak und ergänzte: "Heute ist ein sehr trauriger Tag." Vor Beginn des Turniers war bereits die kolumbianische Torhüterin Yineth Varon vom Weltverband FIFA wegen Dopingverdachts vorläufig gesperrt worden.

Harsche Kritik von Zwanziger

DFB-Präsident Theo Zwanziger hat unterdessen empört auf die Dopingaffäre reagiert und Nordkorea hart kritisiert. "Dieser Vorfall unterstreicht den Eindruck von einem menschenverachtenden System in Nordkorea, in dem versucht wird, Sportler mit allen Mitteln zu Erfolgen zu führen. Erfolge, die dann für staatliche Propaganda missbraucht werden können", sagte Zwanziger und fügte mit Blick auf die funktionierenden Kontrollen hinzu: "Es ist positiv zu bewerten, dass die Aufklärungsmechanismen der FIFA im Kampf gegen Doping offenbar funktionieren."

Sportlicher Widerstand

Dennoch will der DFB laut Zwanziger weiter seinen Beitrag dazu leisten, dass ein politisches System wie in Nordkorea vor allem auch durch sportliche Begegnungen aufgebrochen wird. "Diesbezüglich sind wir durch unsere Bemühungen vor und während der Weltmeisterschaft sicher ein Stück weitergekommen. Das zeigen die humanitären Gesten der nordkoreanischen Regierung und die Einladung der US-amerikanischen Frauen-Nationalmannschaft nach Nordkorea, die der nordkoreanische Sportminister nach dem WM-Spiel in Dresden ausgesprochen hat", sagte er.

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