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Birgit Prinz dachte an Rücktritt

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Birgit Prinz spricht von "Hetzjagd"

07.07.2011, 15:43 Uhr | dpa, sid, dapd

Mehrere Tage hatte Birgit Prinz geschwiegen. Jetzt hat die Rekordnationalspielerin erstmals auf die mediale Kritik an ihrer Person während der Frauen-WM reagiert: "Es hatte ein bisschen was von einer Hetzjagd", sagte die 33-Jährige und bekannte: "Natürlich habe ich mich angegriffen gefühlt und natürlich haben mich einige Vorwürfe aus der Presse getroffen." Es habe Momente gegeben, in denen sie "gedacht habe, was soll das eigentlich, was tue ich mir das noch an." Über diese Rücktrittsgedanken sei sie aber hinweggekommen, "das war Gott sei Dank nur die erste Emotion."

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Trotz Rücktrittsgedanken: Birgit Prinz hofft auf Einsatz

Die 33-Jährige gewährt Einblicke in ihr Seelenleben. Video

Doch Prinz kritisierte nicht nur andere, sie ging auch mit sich selbst hart ins Gericht: "Ich war mit meiner eigenen Leistung nicht zufrieden und habe die ersten zwei Spiele nicht so gespielt, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich habe es nicht geschafft, mit dem Druck entsprechend umzugehen." Sowohl gegen Kanada als auch gegen Nigeria hatte sie vollkommen unauffällig agiert und war früh ausgewechselt worden.

Vor der Partie gegen Frankreich am Dienstag habe sie dann das Gefühl gehabt, "dass ich der Mannschaft nicht helfen kann, weil ich nicht gut mit der Situation umgehen konnte. Silvia Neid und ich waren uns einig, dass es sinnvoller ist, andere spielen zu lassen." So viel Offenheit, wie sie die Diplom-Psychologin auf der Pressekonferenz gezeigt hat, ist selten im Profisport.

"Kriege meine PS wieder auf die Straße"

Inzwischen glaubt Deutschlands bekannteste Fußballerin ihre Minikrise überwunden zu haben. "Ich habe das Gefühl, dass ich mich wieder ganz gut sortiert habe. So langsam kriege ich meine PS wieder auf die Straße und habe verstanden, dass ich mir zu viel Druck gemacht habe." Prinz hatte im Vorfeld angekündigt, dass es ihre letzte WM wird. Es sollte im eigenen Land noch einmal ein ganz großer Auftritt für die Angreiferin werden, die in ihrer Karriere alles bis auf Olympisches Gold gewonnen hat - unter anderem zwei WM- und fünf EM-Titel.

Nun wäre Prinz froh, wenn sie überhaupt noch einmal bei der WM auflaufen würde: "Natürlich wünsche ich mir, hier nochmal zu spielen." Sie will "einen anderen Eindruck hinterlassen, und für mich das Ganze positiver abschließen". Dass sie dazu am Samstag im Viertelfinale gegen Japan von Beginn an Gelegenheit bekommt, glaubt sie jedoch selbst nicht: "Es gibt wenig Grund in der Offensive etwas zu ändern."

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