Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Fussball > Frauenfußball > WM 2011 >

Frauen-WM 2011: Das Ende der Goldenen Generation

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

WM 2011 - Frauen-Nationalmannschaft  

Goldene Generation hat ihren Glanz verloren

11.07.2011, 09:39 Uhr | t-online.de

Frauen-WM 2011: Das Ende der Goldenen Generation. 388 Länderspiele verlassen das Rampenlicht: Ariane Hingst und Birgit Prinz (von links) spielen nie mehr für Deutschland. (Foto: imago) (Quelle: imago)

388 Länderspiele verlassen das Rampenlicht: Ariane Hingst und Birgit Prinz (von links) spielen nie mehr für Deutschland. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Der Scherbenhaufen ist angerichtet, jetzt geht es ans Aussortieren der brauchbaren Überbleibsel: Auf wen kann sich Bundestrainerin Silvia Neid nach dem unerwartet frühen WM-Aus unserer Weltmeisterinnen stützen, wenn es zählt, eine neue Generation von Siegerinnen heranzuziehen? Wer tritt in die Fußstapfen von Rekord-Nationalspielerin und Kapitänin Birgit Prinz (33 Jahre alt)? Sicher ist ihr Abgang und jener von Ariane Hingst (31). Die Goldene Generation ist Geschichte. Doch eine neue steht längst in den Startlöchern.

Wie auch bei den Männern - das bewies nur einen Tag nach dem weiblichen Viertelfinal-Drama gegen Japan die männliche U 17 mit WM-Platz drei in Mexiko - sind die Zeiten akuter Nachwuchssorgen im DFB vorbei. Wer das Vorspiel zur Frauen-WM im Vorjahr - die gelungenen Welttitelkämpfe der U-20-Mädels - aufmerksam verfolgt hat, kann dies bestätigen.

Zwei grundverschiedene WM-Erfahrungen für Kulig und Popp

Für Kim Kulig und die beste Turnier-Schützin Alexandra Popp erfüllte sich seinerzeit der Traum vom WM-Titel auf heimischem Boden. Elf Monate später schied Kulig unter Tränen wegen eines Kreuzbandrisses aus der Begegnung mit Japan aus. Popp - als starker Joker bekannt - kam herein, zu spät aber, um das Unbegreifbare noch abzuwenden.

Schwarzmalerei ist unangebracht

Kulig und Popp sind nur zwei markante und hoffnungsfroh stimmende Persönlichkeiten die beweisen, dass der deutsche Frauenfußball vor keiner Stunde Null steht. Die Mischung stimmt. Selbst, wenn es sich Leistungsträgerinnen wie Torfrau Nadine Angerer (32), Torjägerin Inka Grings (32) und Ersatzkapitänin Kerstin Garefrekes (31) noch anders überlegen und doch bei Neid ihre Papiere einreichen sollten. Es existiert die Fraktion der bereits Etablierten. Zu ihr gehören Linda Bresonik (27), Annike Krahn (26), Fatmire Bajramaj (23), Simone Laudehr (25), Melanie Behringer (25) und Babett Peter (23). Dazu kommen hochveranlagte Talente wie Celia Okoyino da Mbabi (23), Lena Goeßling (25), Bianca Schmidt (21), Verena Faißt (22), Almuth Schult (20) und die vor der WM verletzte Dzsenifer Marozsan (19). Die Jungen stehen bereit, eine neue Mannschafts-Hierarchie aufzubauen.

Die Gier nach Titeln erwacht von neuem

Ihr Talent paart sich gewinnbringend mit dem Erfolgshunger, den die verpasste Krönung bei der Heim-WM nicht gestillt hat. Und auch Olympia 2012 in London werden diese Mädels nur zuschauen dürfen und somit das Versagen gegen Japan ein zweites Mal auszubaden haben.

Nächstes Ziel ist die EM 2013

Neid versuchte vor den Journalisten, diese Durststrecke ins Positive zu wenden. "Unsere Mannschaft ist relativ jung. Wir brauchen keinen großen Neuaufbau." Es blieben jetzt anderthalb Jahre Zeit, sich auf die nächste EM vorzubereiten. Die findet 2013 in Schweden statt. Gastgeber ist jenes Schweden, das Deutschland den Platz bei Olympia genommen hat.

Neuerlich Interesse wecken

Die 111-malige Nationalspielerin Neid wählte ihre Worte zur Lage der Frauenfußball-Nation unter dem zu Tränen rührenden Eindruck, eine große Mannschaft gerade früher als im Fahrplan vorgesehen verabschiedet und in dieser Form nie wieder beisammen zu haben. Neid jedoch bleibt, und mit ihr die Herkules-Aufgabe, Fußball-Deutschland für eine neue Frauen-Nationalmannschaft nicht nur zu interessieren, sondern gar zu begeistern. Dies wird nie wieder so leicht fallen wie im unvollendeten Sommer 2011, in dem die Goldene Generation am Ende ihres Lateins ankam: nach zwei Mal WM- und drei Mal EM-Gold nacheinander.

Frauen-WM 2011
So sexy ist die Frauen-WM in Deutschland

Auf diese Kickerinnen sollten Sie besonders achten: Sie sind nicht nur sportlich,...

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
SOLL SILVIA NEID BUNDESTRAINERIN DER FRAUEN-NATIONALMANNSCHAFT BLEIBEN?
Soll Silvia Neid Bundestrainerin der Frauen-Nationalmannschaft bleiben?
Anzeige
Video des Tages
Amateur am Werk 
Ungeschickter Bauarbeiter löst Kettenreaktion aus

Es kommt wie es kommen muss. Zum Glück kam der Mann noch einmal glimpflich davon. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal