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Frauen-WM 2011: Kaffeeservice als Trostpflaster für WM-Aus

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Kaffeeservice als Trostpflaster für DFB-Frauen

11.07.2011, 12:43 Uhr | dpa, t-online.de

Frauen-WM 2011: Kaffeeservice als Trostpflaster für WM-Aus. Ob Simone Laudehr sich ob des Kaffeeservices die Haare rauft? (Foto: Imago)

Ob Simone Laudehr sich ob des Kaffeeservices die Haare rauft? (Foto: Imago)

1989 stand der deutsche Frauenfußball noch am Anfang seiner aus heutiger Sicht bemerkenswerten Entwicklung. Damals gab es für die deutschen EM-Titelträgerinnen statt einer satten Geldprämie nur ein Kaffeeservice, was den tatsächlichen damaligen Stellenwert ans Tageslicht brachte. Es ist daher fraglich, ob sich eine solche Prämie bei der aktuellen Mannschaft um Lira Bajmaraj, Kim Kulig und Co. großer Beliebtheit erfreut. Der Porzellan-Hersteller Villeroy & Boch schenkt der Frauen-Nationalmannschaft jedenfalls abermals Kaffee-Geschirr.

Das Unternehmen will insgesamt 50 Pakete mit dem edlem Inhalt umgehend verschicken. Diesmal heißt die Kollektion nicht "Mariposa" wie für die Europameisterinnen von 1989, sondern "New Wave". "Ohne Blümchen, aber mit dynamischem, schwungvollem Design", erklärte eine Firmensprecherin. Was Villeroy & Boch dazu bewogen hat? "Dass das Geschenk vom DFB 1989 in der Presse so belächelt wurde, ohne zu berücksichtigen, dass das Blümchen-Design von vor 22 Jahren war - und damals ein absoluter Bestseller."

Die Zeiten haben sich geändert

Zu dieser Zeit konnte man die Botschaft eher so verstehen, dass Frauen doch nicht auf den Fußballplatz, sondern in die Küche zur Zubereitung des nachmittäglichen Kaffees gehörten. Heutzutage hat ein Umdenken stattgefunden. Wäre das Team von Silvia Neid Weltmeister geworden, hätte der DFB für jede Spielerin eine Prämie in Höhe von 60.000 Euro locker gemacht. Für das Erreichen des Viertelfinals gibt es nun 15.000 Euro.

"Man braucht sich nicht zu schämen für tolles Porzellan"

Villeroy & Boch ist dennoch ernsthaft überzeugt vom Erfolg der Aktion. "Man braucht sich nicht zu schämen für tolles Porzellan", sagt Sprecherin Simone Struve bei "Spiegel Online". Der Haushalt sei schließlich ein ganz normaler Teil des Lebens. "Ein Manager würde sich ebenso darüber freuen wie eine Fußballerin", sagte Struve.

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