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Vater Prinz fordert Neid zum Rücktritt auf

11.07.2011, 14:38 Uhr | sid

Vater Prinz fordert Neid zum Rücktritt auf. Silvia Neid (re.) weht nach dem bitteren WM-Aus ein kalter Gegenwind entgegen. (Foto: imago)

Silvia Neid (re.) weht nach dem bitteren WM-Aus ein kalter Gegenwind entgegen. (Foto: imago)

Nach dem bitteren Aus der deutschen Frauen-Nationalmannschaft im WM-Viertelfinale gegen Japan (0:1) mehrt sich die Kritik an Bundestrainerin Silvia Neid. Dabei werden Neid, die lange vom Nimbus der Unbesiegbarkeit geschützt worden war, Fehler in allen Bereichen vorgeworfen. An der Spitze steht nun der Vater von Rekord-Nationalspielerin Birgit Prinz. Er fordert die Bundestrainerin klipp und klar zum Rücktritt auf: "Die Frau ist nicht in der Lage, ein Team zu führen. Und es wäre klug, wenn sie einen Strich darunter ziehen würde", sagte Stefan Prinz im hr-Radio.

Emotionen kochen hoch

"Silvia Neid hat das Ganze alleine zu verantworten. Sie hat von Anfang an versucht, junge und ältere Spielerinnen gegeneinander auszuspielen und hat dadurch die Spielerinnen sehr verunsichert", sagte Stefan Prinz. Neid habe seine Tochter, deren Verhältnis zur Trainerin aufgrund der Degradierung zur Reservistin zerrüttet scheint, in der sportlichen Krise fallen lassen. Die Spielführerin habe selbst das Gespräch mit Neid suchen müssen: "Das ist für mich einer der Gründe, warum das Ganze kaputt gegangen ist", sagte Stefan Prinz.

Seine Tochter distanzierte sich von diesen Aussagen. "Mein Vater ist ein sehr emotionaler Mensch, der seiner Enttäuschung Luft machen wollte. Was er gesagt hat, ist aber ausschließlich seine ganz persönliche Meinung", sagte sie. "Es wäre nicht mein Stil, mich öffentlich so zu äußern, und ich finde es inhaltlich auch falsch, die Dinge so undifferenziert darzustellen. Es ist nicht richtig, jetzt einer Person die Schuld zu geben."

Neid schließt Rücktritt nicht mehr aus

Die Bundestrainerin selbst hält sich bedeckt "Ich brauche jetzt erst mal Abstand", sagte die 47-Jährige in der "Bild"-Zeitung auf die Frage, ob sie an Rücktritt denke. In ein paar Wochen werde sie sich fragen: "Was will ich eigentlich? Kann ich mich für eine EM in zwei Jahren nochmal motivieren?" Es gebe einige Anfragen, auch von außerhalb des Fußballs. Sie habe keine Angst vor der Zukunft. Ob sie selber Fehler gemacht habe, wie die steigende Zahl an Kritikern ihr vorwirft, wisse sie nicht. "Ich muss jetzt alles in Ruhe analysieren", sagte Neid. Nach dem Spiel hatte Neid noch betont, sie habe keine Motivationsprobleme.

Auch Kritik vom DFB

Sogar von der Spitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sind erste kritische Stimmen zu hören. "Letztlich muss sich auch Silvia Neid bestimmte Fragen gefallen lassen. Dass da am Ende nichts Zählbares rausgekommen ist, ist eine Enttäuschung - das ist sogar beängstigend", sagte DFB-Vizepräsident Rolf Hocke der "Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen". Hockes Chef dürfte das nicht gern gehört haben, schließlich steht DFB-Präsident Theo Zwanziger weiter hinter der Bundestrainerin. "Sie ist die beste Trainerin, die wir haben können", sagte der DFB-Präsident auch nach dem kläglichen Scheitern der Mission Titelverteidigung, obwohl selbst die Olympia-Qualifikation verspielt worden war.

Eine andere Erklärung kann der Verbandsboss allerdings auch nicht abgeben, wenn er nicht selbst in die Kritik geraten will. Schließlich hat Zwanziger vor WM-Beginn den Vertrag mit der Welt-Trainerin des Jahres bis 2016 verlängert. Dabei soll Neid angeblich 700.000 Euro pro Jahr verdienen. Mittlerweile fragen sich nicht nur Dauer-Kritiker wie Potsdams Meistertrainer Bernd Schröder ("Der Vertrag ist nicht mal mehr die Buchstaben auf dem Papier wert"), ob dieses Geld gut angelegt ist.

Fehler in allen Bereichen

Neid werden Fehler bei der Taktik, der WM-Vorbereitung, den Einwechslungen und der Menschenführung zur Last gelegt. Kritiker bezeichnen den Spielstil als antiquierten "Kick and Rush". Sie lassen kein gutes Haar an den WM-Lehrgängen, die sich über zweieinhalb Monate erstreckten und für die das Bundesliga-Ende ins Frühjahr vorverlegt worden war. Gescholten wird Neid zudem für Wechselfehler im Japan-Spiel und die Demontage von Prinz.

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Schuld ist sie zum Teil selbst. Mit ihrer trotzigen Aussage ("Ich mache mir keinen Vorwurf") nach dem Viertelfinal-Aus hat die 47-Jährige die Chance ausgelassen, die Verantwortung für das Verpassen des Minimalziels Halbfinale zu übernehmen und den Nörglern den Wind aus den Segeln zu nehmen.

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