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WM 2011: Neid schließt Rücktritt nach WM-Debakel nicht mehr aus

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Neid schließt Rücktritt nicht mehr aus

12.07.2011, 07:12 Uhr | sid

WM 2011: Neid schließt Rücktritt nach WM-Debakel nicht mehr aus. Silvia Neid benötigt Zeit, um über ihre Zukunft nachzudenken. (Foto: dpa)

Silvia Neid benötigt Zeit, um über ihre Zukunft nachzudenken. (Foto: dpa)

Die Kritik an ihrer Person nach dem WM-Debakel hat bei Silvia Neid offenbar erste Rücktrittgedanken ausgelöst. "Ich brauche jetzt erst mal Abstand. Erst wenn ich in ein paar Wochen wieder im Alltag angekommen bin, werde ich mich fragen: Was will ich eigentlich? Kann ich mich für eine EM in zwei Jahren nochmal motivieren? Und dann auch eine Antwort finden", sagte die 47-Jährige gegenüber der "Bild"-Zeitung.

Auf die Frage, ob sie als Bundestrainerin nun nicht abtreten müsse, antwortete Neid: "Die Frage kann man stellen. Aber das entscheiden ich und mein Arbeitgeber, der DFB." Ihr sei klar, dass "jetzt eine Schuldige gesucht" werde.

Spielerinnen hat "Leichtigkeit gefehlt"

Noch am Sonntag, einen Tag nach dem Viertelfinal-Aus gegen Japan hatte Neid betont, keine "Motivationsprobleme" zu haben. Neid selbst erklärte in der Stunde der Niederlage, dass sie sich "eigentlich gar keinen Vorwurf" mache und verwies stattdessen auf die anstehende Analyse.

Dass die DFB-Elf zu fast keiner Zeit im Turnier an frühere spielerische Eleganz anknüpfen konnte, erklärte die Bundestrainerin unter anderem mit dem Erwartungsdruck: "Jede Spielerin wollte das Beste bringen. Aber wenn man immer das Gefühl hat: Ich muss, ich muss, ich muss - dann verliert man seine Leichtigkeit."

Unterschiedliche Signale vom DFB

Bei der Ursachenforschung für das ernüchternde Viertelfinal-Aus der deutschen Fußballerinnen rückte die Bundestrainerin immer mehr in den Fokus der Kritik. "Letztlich muss sich auch Silvia Neid bestimmte Fragen gefallen lassen", sagte Rolf Hocke, Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes. Vom Verband sei durch die terminliche Verschiebung der Bundesliga "alles nur Mögliche für ein erfolgreiches Abschneiden getan" worden. "Dass da am Ende nichts Zählbares rausgekommen ist, ist eine Enttäuschung - das ist sogar beängstigend", betonte der Leiter des Frankfurter WM-Büros in der "Hessischen Niedersächsischen Allgemeinen".

Unterdessen hat DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach Neid den Rücken gestärkt. "Wir lassen uns nicht verrückt machen. Ich sehe die Silvia sicher auf ihrem Posten", sagte er der Nachrichtenagentur dpa. "Es ist ein ganz normaler Vorgang, dass nach so einem Ausscheiden Kritik aufkommt", erklärte Niersbach weiter. "Silvia hat das nächste Länderspiel schon am 17. September in der Schweiz und ich denke, dass sie die Sache mit der richtigen Motivation anpacken wird."

Prinz distanziert sich von Vater

Unterdessen hat Birgit Prinz die Bundestrainerin auch vor der Kritik ihres Vaters in Schutz genommen. Dieser hatte den Rücktritt Neids gefordert. "Es ist nicht richtig, jetzt einer Person die Schuld zu geben", sagte die Rekordnationalspielerin in einer über den DFB verbreiteten Mitteilung. "Es wäre nicht mein Stil, mich öffentlich so zu äußern und ich finde es inhaltlich auch falsch, die Dinge so undifferenziert darzustellen." Auch Neid wies die Vorwürfe von Stefan Prinz als "absurd" zurück.

Unterstützung erhält Neid auch von Theo Zwanziger - trotz verpasster Olympia-Qualifikation. "Wenn sie will, kann sie noch bis 2020 bleiben", sagte der DFB-Präsident und versuchte damit, eine Trainerinnen-Debatte im Keim zu ersticken. Vom Verband bekomme sie die "volle Rückendeckung", betonte Neid. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte der Bundestrainerin nach dem WM-Aus bei einem Telefonat den Rücken gestärkt.

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Potsdam-Trainer kritisiert vorzeitige Vertragsverlängerung

Die vorzeitige Vertragsverlängerung mit Neid bis 2016 vor der WM stieß jedoch auf Kritik. "Es wäre zu einfach, Neid die ganze Schuld am Scheitern zu geben", meinte Potsdams Trainer Bernd Schröder. "Doch es war vom DFB auch nicht nötig, ihren Vertrag vor der WM ohne Not zu verlängern."

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