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Frauen-WM 2011: Schweden gewinnt das Spiel um Platz drei

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Hammarström schießt Schweden auf Rang drei

16.07.2011, 18:51 Uhr | dpa

Frauen-WM 2011: Schweden gewinnt das Spiel um Platz drei. Frankreichs Kapitänin Sandrine Soubeyrand (li.) im Duell mit Lisa Dahlkvist. (Foto: Reuters)

Frankreichs Kapitänin Sandrine Soubeyrand (li.) im Duell mit Lisa Dahlkvist. (Foto: Reuters)

Die Fußballfrauen Schwedens haben die herbe Kritik nach dem verlorenen Halbfinale bei der Frauen-WM 2011 gegen Japan verarbeitet und sich mit einem glücklichen 2:1 (1:0)-Sieg im kleinen Finale gegen Frankreich zumindest teilweise rehabilitiert. Stürmerstar Lotta Schelin brachte die Skandinavierinnen in der 29. Minute in Führung. Die eingewechselte Marie Hammerström sicherte mit ihrem Tor (82.) dem einstigen Titel-Mitfavoriten bei der Weltmeisterschaft Rang drei, obwohl das Team nach dem Platzverweis gegen Josefine Öqvist ab der 68. Minute in Unterzahl agieren musste. Die Französin Elodie Thomis hatte für den zwischenzeitlichen Ausgleich gesorgt (56.).

Nun können die Schwedinnen mit dem Trostpreis Rang drei in die Heimat zurückreisen. Nur 2003, als die Tre Kronors im Finale an Deutschland scheiterten, waren sie bei einer WM erfolgreicher. Die Französinnen können sich damit trösten, dass sie mit Rang vier den größten Erfolg ihrer Geschichte erzielt haben. Zudem sind Les Bleues wie die Schwedinnen für die Olympischen Spiele 2012 qualifiziert.

Fehlpässe stören den Spielfluss

Unter den Augen von FIFA-Chef Joseph Blatter, DFB-Präsident Theo Zwanziger und OK-Chefin Steffi Jones tasteten sich beide Teams erst einmal ab. Doch Mitte der ersten Hälfte übernahm Schweden das Kommando, profitierte aber auch von der Knieverletzung der französischen Spielmacherin Louisa Necib (25.), die wenig später vom Feld musste. Dann traf Schelin nach einem Traumpass von Sara Larsson zur Führung. Dabei knickte auch noch Frankreichs Torfrau Berangere Sapowicz um und wurde durch Celine Deville ersetzt.

Trotz der Schwächung hielten die Französinnen weiter dagegen und hatten bei einem Pfostenschuss von Elise Bussaglia Pech (36.). Bei den spielerisch biederen, aber in der Abwehr souveräneren Schwedinnen machte sich bemerkbar, dass die an der Wade verletzte Regisseurin Caroline Seger erneut fehlte. So störten viele Fehlpässe auf beiden Seiten lange Zeit den Spielfluss. Dennoch hätte Schelin vor der Pause auf 2:0 erhöhen können, doch dieses Mal scheiterte sie völlig frei an Deville (45.+3).

Ein Kracher entscheidet die Partie

Die Equipe Tricolore forcierte nach der Pause das Tempo, vor allem die für Necib gekommene Thomis sorgte für Gefahr. So war es auch die 24-Jährige von Champions-League-Sieger Olympique Lyon, für den auch Schelin spielt, die aus 16 Metern zum Ausgleich traf.

Nun wogte die endlich sehenswerte Begegnung hin und her - und die Schwedin Josefine Öqvist ärgerte sich, als sie nur den Pfosten traf (64.). Noch schlimmer war jedoch ihre Fehlleistung vier Minuten später, als sie gegen die starke Sonia Bompastor nachtrat und vom Platz flog. Doch die Schwedinnen rissen sich gegen die nun dominierenden Elf aus Frankreich noch einmal zusammen und kamen durch Hammarströms Kracher in die lange Ecke zum glücklichen Sieg.

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