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Frauen-Bundesliga startet mit Rumpfprogramm

31.08.2012, 12:29 Uhr | dpa

Frauen-Bundesliga startet mit Rumpfprogramm. Bernd Schröder kritisiert den zerfaserten Spielplan der Frauen-Bundesliga.

Bernd Schröder kritisiert den zerfaserten Spielplan der Frauen-Bundesliga. (Quelle: dpa)

Frankfurt/Main (dpa) - Die Männer zelebrierten den Auftakt ihrer 50. Bundesligasaison mit einer pompösen Show, die Frauen starten mit einem kümmerlichen Rumpfprogramm in ihre Spielzeit.

Lediglich Titelverteidiger Turbine Potsdam (in Sindelfingen) und Titelfavorit 1. FFC Frankfurt (gegen Jena) sind am Ball, wenn am Sonntag der Anstoß zur 23. Bundesliga-Spielzeit erfolgt. "Das ist natürlich nicht ideal", räumte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach ein. "Wenn die Liga nach einer langen Pause aus den Startblöcken kommt, sollten auch alle dabei sein."

Weil viele Vereine mehrere Spielerinnen für die bei der WM groß auftrumpfende U-20-Auswahl abgestellt haben, wurden gleich vier Spiele des ersten und zweiten Spieltages verlegt. "Wir werden bis Weihnachten nicht auf eine aussagekräftige Tabelle kommen. So etwas würde es bei den Männern nie geben. Das hätte man anders machen können", kritisierte Potsdams Meistertrainer Bernd Schröder.

Auch Frankfurts Manager Siegfried Dietrich, der sich wie Schröder seit Jahren um eine Professionalisierung des Frauenfußballs verdient macht, weiß um die negative Außenwirkung eines zerfaserten Spielplans. "Das gibt ein verzerrtes Bild. Davon sind wir nicht begeistert", meinte Dietrich.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) blickt der zweiten Saison nach der erfolgreichen Heim-WM dennoch optimistisch entgegen. "Wir finden, es ist eine tolle Liga. Sie hat auch wirtschaftlich ihren Stellenwert", sagte Niersbach am Donnerstagabend auf der Saisoneröffnungsfeier in der Verbandszentrale in Frankfurt am Main.

Immerhin 2,7 Millionen Euro sind im TV-Vertrag für die Frauen-Bundesliga reserviert. 2,1 Millionen Euro werden direkt an die zwölf Vereine ausgeschüttet, die restlichen 600 000 Euro gibt es im DFB-Pokal zu verdienen. Damit bewegen sich die Fußballerinnen auf Augenhöhe mit der Deutschen Eishockey Liga (DEL), die aus ihrem Fernsehvertrag drei Millionen Euro pro Saison generiert.

Die zunehmende Attraktivität der Liga verdeutlicht, dass 67 ausländische Spielerinnen mittlerweile in der höchsten deutschen Spielklasse ihr Geld verdienen. Der Zuschauerschnitt erhöhte sich in der Vorsaison um 34 Prozent auf 1121 pro Begegnung. "Das kann und muss aber ausgebaut werden", betonte Niersbach.

Um die Marke Frauen-Bundesliga weiter zu profilieren, sind vor allem die Vereine gefordert. "Die Leute vor Ort müssen Bewegung reinbringen", forderte Niersbach. Sein Vorgänger im Amt, Theo Zwanziger, wurde noch deutlicher: "Man darf nicht immer jammern und klagen, sondern muss machen. Jetzt sind die Clubs gefragt. Sie müssen sich vom Männer-Fußball absetzen. Der ist Kommerz und birgt Risiken. Die Frauen brauchen Mut, ihren eigenen Weg weiterzugehen."

In der Praxis ist dies nicht immer einfach. Während Frankfurt als Vorreiter der Branche seinen Basis-Etat auf 1,8 Millionen Euro hochgeschraubt hat, "nagen drei, vier Vereine am Hungertuch", warnte Schröder.

Der DFB will nach dem viel kritisierten Bundesliga-Rückzug des Hamburger SV, dessen Frauen die angesichts der Millionen-Umsätze bei den Männern lächerliche Summe von 100 000 Euro fehlte, künftig noch genauer hinschauen und rechtzeitig auf Fehlentwicklungen reagieren. "Wir werden die Vereine, die ihren Etat auf Kante genäht haben, eng begleiten", kündigte Generalsekretär Helmut Sandrock an.

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