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DFB-Frauen souverän: 3:0 gegen Schottland

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DFB-Frauen souverän: 3:0 gegen Schottland

15.06.2013, 19:05 Uhr | dpa

DFB-Frauen souverän: 3:0 gegen Schottland. Lena Goeßling (M) freut sich mit Anja Mittag (l) und Dzsenifer Marozsan über die 1:0-Führung.

Lena Goeßling (M) freut sich mit Anja Mittag (l) und Dzsenifer Marozsan über die 1:0-Führung. (Quelle: dpa)

Essen (dpa) - Die deutschen Fußball-Frauen sind knapp vier Wochen vor dem Start der Europameisterschaft in Schweden in vielversprechender Frühform. Der Titelverteidiger startete in Essen mit einem souveränen 3:0 (3:0)-Sieg gegen Schottland in die heiße Vorbereitungsphase.

Vor 9237 Zuschauern im schmucken neuen Stadion an der Hafenstraße erzielten Lena Goeßling (34. Minute) und Celia Okoyino da Mbabi mit einem Doppelschlag (43./44.) die Treffer zum fünften Erfolg im fünften Duell mit den Britinnen, die die EM-Endrunde vom 10. bis 28. Juli nur knapp verpasst hatten.

"Dieses Spiel hat gezeigt, dass wir viele junge Spielerinnen haben, die aber noch Spielpraxis brauchen", sagte Bundestrainerin Silvia Neid im ZDF. Der zweite EM-Test steht am Mittwoch in Paderborn gegen Kanada an. "Die sind eine Klasse besser, vielleicht auch zwei. Sie werden in der Defensive besser stehen", betonte Neid nach dem ersten Test mit Blick auf die anstehende Aufgabe. Abgeschlossen wird die Vorbereitung mit dem Länderspiel gegen Weltmeister Japan am 29. Juni in der Münchner Allianz Arena. Am 7. Juli reist der DFB-Tross nach Schweden.

"Wir haben gesehen, dass wir noch einen weiten Weg vor uns haben, dass wir noch einiges verbessern müssen. Aber ich denke, es war ein guter Test", sagte Doppel-Torschützin Okoyino da Mbabi. "Wir haben uns am Anfang etwas schwergetan. Wir brauchen noch ein paar Spiele, um uns richtig zu finden", resümierte Annike Krahn.

Nach der EM-Absage von Kim Kulig, die sich erneut einem Eingriff am schon mehrfach operierten rechten Knie unterziehen muss, fehlten dem DFB-Team im ersten Vorbereitungsspiel schon fünf Leistungsträgerinnen. Denn auch Verena Faißt, Viola Odebrecht, Alexandra Popp und Linda Bresonik stehen wegen Verletzung oder Krankheit nicht zur Verfügung.

"Wir mussten erneut umplanen, aber wir nehmen die neue Situation an und versuchen, das Beste daraus zu machen", kommentierte Neid, die gegen Schottland vor den Augen von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und dem gebürtigen Essener Fußball-Trainer Otto Rehhagel zunächst ihre derzeit vermeintlich stärkste Elf auf den Rasen schickte. Kulig wurde im defensiven Mittelfeld durch Goeßling ersetzt. Die zuletzt starke Leonie Maier - eigentlich Rechtsverteidigerin - durfte auf dem linken Flügel wirbeln, wo sie durchaus gefiel. Vorn bot Neid vor einer offensiven Dreierkette wie gewohnt Okoyino da Mbabi als einzige Spitze auf.

Bei frühlingshaftem Wetter nahm der Rekord-Europameister das Heft des Handeln sofort in die Hand, erspielte sich aber zunächst keine großen Tormöglichkeiten. Auch, weil die robusten Schottinnen in der Defensive gut standen. Die erste Schusschance bot sich Anja Mittag (19.), die aus halbrechter Position aber an Torhüterin Gemma Fay scheiterte. Zehn Minuten später verpasste Außenverteidigerin Bianca Schmidt die Führung mit einen Schuss neben das Tordreieck nur knapp.

Die einzige gute Möglichkeit der Gäste resultierte aus einer Standardsituation. Nach einem Freistoß von Arsenal-Star Kim Little setzte Jennifer Beattie (33.) einen Kopfball knapp über das von Nadine Angerer gehütete DFB-Tor. Im Gegenzug gelang der aufgerückten Goeßling nach klugem Zuspiel von Mittag freistehend das verdiente 1:0. Als der Bann gebrochen war, ging alles plötzlich ganz schnell: Durch da Mbabis Doppelschlag innerhalb von nur einer Minute zog die DFB-Elf bis zur Pause auf 3:0 davon. "Damit kann man gut leben, auch wenn noch etwas Sand im Getriebe ist", sagte die verletzte Essenerin Bresonik als Gast bei ihrem verpassten Heimspiel.

Zur zweiten Hälfte brachte Neid gleich vier frische Spielerinnen, später folgten noch Lira Bajramaj und Lena Lotzen. Auch wenn die Beine vom intensiven Trainingslager schwer waren, bemühte sich die Elf weiter Druck auf das schottische Gehäuse auszuüben. Trotz zahlreicher Chancen setzte das stark verjüngte Team Bresoniks Halbzeit-Vorgabe, "noch ein, zwei Tore" zu machen, nicht mehr um.

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