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Frauen-EM 2013: Frankreich rückt Deutschland auf die Pelle

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Frauen-EM 2013: Frankreich rückt Deutschland auf die Pelle

19.07.2013, 13:06 Uhr | dpa

Frauen-EM 2013: Frankreich rückt Deutschland auf die Pelle. Das Spiel Spanien gegen England hat sich Bundestrainerin Neid angesehen.

Das Spiel Spanien gegen England hat sich Bundestrainerin Neid angesehen. (Quelle: dpa)

Växjö (dpa) - Bessere Spiele, knappe Ergebnisse, gute Stimmung - die Fußball-Europameisterschaft der Frauen in Schweden hat bereits in der Vorrunde Spaß gemacht und Maßstäbe gesetzt.

Besonders auffällig: Im Vergleich zur EURO in Finnland vor vier Jahren, als erstmals 12 Mannschaften teilnahmen, fielen in den 18 Gruppenspielen deutlich weniger Tore. 2009 trafen die Schützinnen noch 48 Mal, das entspricht 2,7 Toren im Schnitt. In Schweden fielen nur 41 Treffer (2,3 im Schnitt). Ein sicheres Indiz dafür, dass die Mannschaften sich vom Niveau her angeglichen haben. Das 5:0 von Gastgeber Schweden gegen Finnland und der 3:2-Sieg der Spanierinnen gegen England waren die bisher torreichsten Duelle.

"England gegen Spanien habe ich gesehen", berichtete Bundestrainerin Silvia Neid. "Gerade diese Partie hat gezeigt, dass alle hier zusammengerückt sind. Das Niveau hat sich deutlich verbessert, und dabei haben alle mitgezogen." Die Ursachen liegen für Neid auf der Hand: "Ich denke, das sind Erfolge der Anstrengungen der UEFA und auch der FIFA. Die internationalen Turniere im Nachwuchsbereich wie U 17-WM, U 19-EM und U 20-WM machen sich bezahlt. Das ist gut für die Entwicklung des Frauenfußballs", lobte Neid. Auch die Stimmung in den kleinen, aber feinen Stadien lässt nicht zu wünschen übrig. Das Zuschauerinteresse ist etwas größer als in Finnland, wo in der Vorrunde 5170 Fans pro Begegnung kamen.

Die Kehrseite aus deutscher Sicht: Die DFB-Auswahl - seit 1995 fünfmal in Serie Europameister - hat seine Vormachtstellung auf dem Kontinent eingebüßt. Neid räumte ein, dass man nach der äußerst durchwachsenen Vorrunde seinen Favoritenstatus los sei. Die Glanzlichter setzten andere: Frankreich und Schweden hinterließen bislang mit Abstand den stärksten Eindruck.

Besonders die Französinnen, die als einzige Mannschaft ihre drei Gruppenspiele gegen Russland (3:1), Spanien (1:0) und mit der B-Elf auch gegen die schwachen Engländerinnen (3:0) gewann, scheinen absolut reif für eine Wachablösung. Auch die Schwedinnen gehören bei ihrer Heim-EM mit den Fans im Rücken sicher zu den heißen Titelanwärtern. "Frankreich und Schweden sind auch für mich nach den bisherigen Eindrücken die Topfavoriten auf den Titel", sagte Teammanagerin Doris Fitschen.

Die Skandinavierinnen, die im Viertelfinale gegen die erstmals in die K.o.-Runde eingezogenen Isländerinnen treffen, könnten der deutsche Halbfinalgegner werden. Voraussetzung ist natürlich, dass die Neid-Elf am Sonntag in Växjö gegen Italien gewinnt.

Auffällig ist die Nord-Süd-Verschiebung der Kräfteverhältnisse. Neben Frankreich und Italien hat sich in Spanien ein weiteres südeuropäisches Land für die K.o.-Runde qualifiziert. Finnland hat sich wie die Niederlande und - fast sensationell - auch England als Finalist von 2009 sang- und klanglos verabschiedet.

Losglück brauchten die Däninnen, die wie der weitere Gruppendritte Russland zwei Punkte aufwiesen. Erst kurz vor Mitternacht am Donnerstag stand - nach einem umstrittenen und erstmals bei einer EM durchgeführten Losentscheid - fest, dass Dänemark im Viertelfinale gegen Frankreich spielen darf. Die enttäuschten Russinnen schieden aus.

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