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Frauen-EM 2013: DFB-Team zieht ohne Angst ins EM-Halbfinale

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"Richtig cool": DFB-Team ohne Angst ins EM-Halbfinale

23.07.2013, 14:09 Uhr | dpa

Frauen-EM 2013: DFB-Team zieht ohne Angst ins EM-Halbfinale. Die jungen deutschen Fußballerinnen feierten den Halbfinaleinzug.

Die jungen deutschen Fußballerinnen feierten den Halbfinaleinzug. (Quelle: dpa)

Växjö (dpa) - Dem Jubelkreis der deutschen Fußballerinnen mit DFB-Boss Wolfgang Niersbach folgte die Halbfinal-Warnung an EM-Gastgeber Schweden.

"Die haben über die Presse gesagt, dass sie keine Angst vor uns haben. Dann hoffe ich mal, dass wir ihnen Angst machen können", drohte Spielführerin Nadine Angerer den bislang überzeugenden Skandinavierinnen vor dem Duell um den Endspiel-Einzug am Mittwoch in Göteborg. Das dicke Lob des extra angereisten Niersbach passte zur aufgekratzten Stimmung beim Titelverteidiger nach dem verdienten 1:0 im Viertelfinale gegen Italien. "Der DFB-Präsident ist stolz auf unsere Leistung und hat uns für das Halbfinale viel Glück gewünscht", berichtete Annike Krahn.

Für Angerer hat das junge deutsche Team nach durchwachsenem EM-Auftakt spätestens jetzt ihre Turnierreife nachgewiesen. "Die Mannschaft hat sich reingebissen und wahnsinnig Charakter gezeigt. Das war ein weiterer Schritt nach vorn", befand die 34-Jährige. Schweden kann also kommen. "Wir werden uns nichts schenken, da werden auch einige Beine, Füße und Oberschenkel fliegen. So gehört sich das auch", meinte Siegtorschützin Simone Laudehr vor dem Umzug ins Scandic Opalen in Göteborg.

"Dann ist das ganze Stadion wahrscheinlich gegen uns. Und die Schwedinnen haben mehr Druck als wir, weil man von ihnen bei der Heim-EM das Finale erwartet. Wir können befreit aufspielen", sagte Lena Goeßling. Ganz ähnlich sieht es die junge Linksverteidigerin Jennifer Cramer: "Wenn alle im Stadion gegen dich sind, ist das nochmal ein zusätzlicher Ansporn."

Dass dies eine Extraportion Motivation gibt, hofft auch Silvia Neid. Gegen Italien hatte die Bundestrainerin mit ihrem Schachzug richtig gelegen, die technisch versierte, aber zuweilen phlegmatische Spielmacherin Dzsenifer Marozsan zunächst auf der Bank zu lassen und in Laudehr eine defensivstarke Mittelfeldspielerin auf die linke Seite zu stellen. "Jetzt gehören wir mit unserer jungen Mannschaft wieder zu den besten Vier in Europa, klasse!", lobte Neid. Aber es gab auch eine schlechte Nachricht. Celia Okoyino da Mbabi droht nach ihrer Zerrung im Oberschenkel am Mittwoch auszufallen.

Die Schwedinnen erlaubten sich nur in ihrem EM-Auftaktmatch (1:1 gegen Dänemark) einen Ausrutscher, danach kam die Tormaschinerie richtig auf Touren. Inklusive des 4:0 im Viertelfinale gegen Island erzielte das Team von Trainerin Pia Sundhage schon 13 Turniertore, fünf davon allein Lotta Schelin. Die Starstürmerin von Olympique Lyon führt damit die Torschützinnenliste an. "Das ist wirklich eine von vorn bis hinten hervorragend besetzte Mannschaft. Vor allem verfügen sie in Schelin und Kosovare Asllani über tolle Stürmerinnen", schwärmte Neid. Doch die 49-Jährige ist nicht der Typ, der sich schon vorher geschlagen gibt. "Warum sollte meine junge Mannschaft Angst haben vor Schweden? Das braucht sie nicht."

Tatsächlich bewies Neids Elf gegen Italien, dass sie mit Druck durchaus umgehen kann. Und dass Laudehr (26.) aus dem Gewühl heraus den Siegtreffer erzielte, war kein Zufall. Vor der EM war sie noch mehrere Monate wegen eines Knorpelschadens im Knie ausgefallen. Nun aber strahlt die Mittelfeldspielerin vom 1. FFC Frankfurt Dominanz und Führungsqualität aus, ist zweikampfstark und provoziert dank ihrer Dynamik oft Fouls in der Nähe des gegnerischen Strafraums. Im Verlauf des Turniers ist die 27 Jahre alte Weltmeisterin immer besser in Schwung gekommen. "Sie hat mit die besten Ausdauerwerte bei uns", bestätigte die Bundestrainerin.

"Wem der Ball vor die Beine springt, ist scheißegal. Hauptsache er landet im Tor", meinte Laudehr bestens gelaunt. "Ich brauche sicher noch mehr Spielpraxis nach meiner Verletzung. Aber wir haben als Team den Kampf angenommen und alles richtig gemacht." Anja Mittag, die seit zwei Jahren beim FC Malmö spielt, fiebert nach dem befreienden Erfolg gegen "nickelige und ausgebuffte Italienerinnen" (Neid) dem Highlight gegen Schweden entgegen. Mit dem Europameister von 1984 hat sich die DFB-Auswahl schon häufig in ganz wichtigen Spielen duelliert, meist mit dem besseren Ende für Deutschland. Mittag frohlockte: "Gegen Schweden im Halbfinale zu spielen, ist richtig cool."

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