29.07.2013, 15:53 Uhr | dpa
Bis in den Morgen haben die DFB-Frauen ihren achten EM-Titel gefeiert. Bei der rauschenden Titelparty war auch DFB-Präsident Wolfgang Niersbach in Topform. Mit einer launigen Rede leitete er nach dem 1:0-Triumph der deutschen Fußballerinnen im EM-Finale gegen Norwegen im schwedischen Solna den Feiermarathon ein.
"Danke, ihr habt das super gemacht und den DFB und das ganze Land hier toll vertreten. Mein Eindruck war, ihr seid eine echt verschworene Truppe. Ihr könnt stolz auf euch sein", lobte Niersbach das junge Team nach einem gemeinschaftlichen Essen im Radisson Blu Royal Park Hotel vor rund 100 geladenen Gästen.
Dann interviewte der ehemalige Journalist für das "DFB-Radio" Matchwinnerin Nadine Angerer, die in dem spannenden Endspiel gleich zwei Foulelfmeter von Trine R¢nning (29.) und Solveig Gulbranden (61.) gehalten und so einen Riesenanteil am achten EM-Erfolg hatte. Das umjubelte Siegtor vor 41.301 Zuschauern in der Friends Arena gelang der zur zweiten Spielhälfte eingewechselten Anja Mittag in der 49. Spielminute.
"Ich bin total froh und glücklich, vor allem weil wir es mit einer so jungen Truppe geschafft haben, die einfach Spaß macht", sagte Trainerin Silvia Neid. Sie sei bei dem Turnier durch die reibungslose und fruchtbare Zusammenarbeit mit der "tollen Mannschaft" sogar "zehn Jahre jünger geworden".
Um 18.04 Uhr nahm Spielführerin Angerer den großen Silberpokal aus den Händen von UEFA-Präsident Michel Platini entgegen und reckte ihn triumphierend in den schwedischen Abendhimmel. "Ich freue mich total über unseren Sieg, aber realisiert habe ich das alles noch nicht", sagte die zur besten Spielerin des Finals gekürte 34 Jahre alte Torhüterin.
Später fand sie ihre Schlagfertigkeit im Gespräch mit Niersbach wieder und erklärte zu ihren Elfmeter-Heldentaten: "Ich bin eben total beweglich, das ist das Geheimnis der Erfolges."
Unter dem Strich war der vierte EM-Finalerfolg nach 1989, 1991 und 2005 gegen die enttäuschten und teilweise weinenden Norwegerinnen verdient. Trainer Even Pellerud trug die Niederlage mit erstaunlicher Gelassenheit und viel Stolz: "Deutschland ist ein absolut würdiger Champion. Wir haben vor allem in der zweiten Hälfte über weite Strecken gegen die beste Mannschaft Europas dominiert", sagte Pellerud, der natürlich den beiden vergebenen Strafstößen nachtrauerte. "Es war sicher kein guter Zeitpunkt für uns, zwei Elfmeter zu verschießen."
Am Montagvormittag geht der Flug zurück in die Heimat, wo am Römer in Frankfurt/Main gegen 15 Uhr die nächste Ehrung wartet. Dort geht die Party weiter.
29.07.2013, 15:53 Uhr | dpa
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